Mittwoch

1. November 2017

 

GEDENKEN ALLER HEILIGEN
20. SONNTAG NACH TRINITATIS

Die Wolke der Zeugen

 

Predigttext

 

Mt 5, 1-10 (Rev. III)

Tagesspruch

 

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied
oder

 

Jerusalem, du hochgebaute Stadt (EG 150 [1.3-5])
Ist Gott für mich, so trete (EG 351, 1.3.6.10.13)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Evangelium Alternative Lesung   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
[Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um die Fülle der Zeiten heraufzuführen, auf dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist, durch ihn.]
In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens, damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben, die wir zuvor auf Christus gehofft haben. In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.
Eph 1, (9-10) 11-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Durch Jesum Christum« - in diesem Brennpunkt sammelt sich aller Segen, alles Handeln Gottes zu unserm Heil: In Ihm sind uns Erwähllung und Berufung gewiß; durch Ihn werden uns Erlösung und Vergebung der Sünden zuteil; zu Ihm steht unsre Hoffnung, daß wir einmal »etwas seien zum Lob Seiner Herrlichkeit«. (Spieker [5], S. 247)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf: Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf. Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere. Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. Ich, Daniel, war entsetzt, und dies Gesicht erschreckte mich. Und ich ging zu einem von denen, die dastanden, und bat ihn, dass er mir über das alles Genaueres berichtete. Und er redete mit mir und sagte mir, was es bedeutete. Diese vier großen Tiere sind vier Königreiche, die auf Erden kommen werden. Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen und werden's immer und ewig besitzen. Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.
Dan 7, 1-3.13-18.27 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Über den irdischen Weltreichen stehen als selbstgewählte Zeichen der Hoheit Gestalten aus dem Tierreich, Natur und Grenze dieser Reiche andeutend. Sie alle deuten voraus auf das Reich des Menschen, in welchem das Bild Gottes wiederhergestellt, durch welchen das Volk Gottes zur Herrschaft gelangt und die Weltgeschichte zu ihrem Ziele gebracht wird. (Spieker [5], S. 322 f.)
 
Epistel
 
Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Wesen und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Offb 7, 9-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Seher schaut die Schar der Verklärten. Sie haben das Kleid der Arbeit und Plage, den blutigen Rock des Kampfes vertauscht mit dem Gewand der himmlischen Welt und tragen Palmen in den Händen wie einst die makkabäischen Sieger beim Einzug in das befreite Jerusalem. Ihr Lobpreis gilt dem Lamm, das überwunden hat und durch sein freiwilliges Opfer die Macht der Sünde und des Todes gebrochen hat. (Spieker [5], S. 360)

Evangelium
 
(Aus dem hohepriesterlichem Gebet Jesu:) Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. Nun aber komme ich zu dir, und dies rede ich in der Welt, auf dass meine Freude in ihnen vollkommen sei. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Joh 17, 6-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Evangelium Alternative Lesung
 
{Und er} Jesus tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matth 5, 2-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Auch die Verklärten der himmlischen Welt sind einmal Glieder der Gemeinschaft auf Erden gewesen. Sie sind »auf der königlichen Heerstraße Christi« gewandelt als die Barmherzigen, Herzensreinen, Friedensstifter und Märtyrer. Aber sie sind ihre Straße gezogen nicht bereits als die Heiligen und Vollkommenen, sondern als die Bettler und Armen im Geist, als Leidgebeugte, als die demütigen und doch starken Dulder, als solche, welche gerungen haben um dem »gnädigen Gott« und um Seine Gerechtigkeit - an diesen hat die Gnade Gottes große Wunder getan und hat an ihnen die Verheißung der großen Seligkeit verwirklicht. (Spieker [5], S. 359)

Abend
 
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er für sich die Gemeinde herrlich bereite, die keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes. »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«. Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.
Eph 5, 25-32 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das ist das tiefste Geheimnis der ehelichen Liebe, daß sie »das Christusgeheimnis im irdischen Raum bezeugen und abbilden soll«. Die geschlechtliche Liebe soll durchdrungen werden von der Christusliebe, die den anvertrauten Menschen mit hineinzunehmen trachtet in das wahre göttliche Leben, Die Unterordnung der Frau ist nicht sklavische Unterwürfigkeit, sondern Hingabe an den Mann als das ihr von Christus gesetzte Haupt. Die Führungsaufgabe des Mannes wird zur verantwortlichen Liebe, die zum Opfer bereit ist nach dem Vorbild Christi. (Spieker [5], S. 266)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-10-02
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