1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Die Taufe Jesu

Sonntag

13. Januar 2019

Wochenspruch

 

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Lied

 

Christus, das Licht der Welt (EG 410)
Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)

Vorabend

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja: »Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Deinen Weg bereiten soll.« »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht Seine Steige eben!«, so war Johannes in der Wüste, taufte und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judäische Land und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. Und Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig. Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor Ihm bücke und die Riemen Seiner Schuhe löse. Ich habe euch mit Wasser getauft; aber Er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
Mk 1, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Markus beginnt sein Werk, die Frohbotschaft von Jesus dem Christus, mit dem Auftreten des Täufers. Dieser ist Wegbereiter für den Kommenden durch die Bußtaufe, Verkünder seiner Messianität, vor der er selbst ganz zurücktritt. Das Gotteszeugnis über Jesus bei der Taufe ist die Geistbegabung und die Erwählung zum Gottessohn. (Spieker [5], S. 45)

Alttestamentliche Lesung

Siehe, das ist Mein Knecht, den Ich halte, und Mein Auserwählter, an dem Meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe Ihm Meinen Geist gegeben; Er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und Seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird Er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird Er nicht auslöschen. In Treue trägt Er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis Er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf Seine Weisung. So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Atem gibt und Lebensodem denen, die auf ihr gehen: Ich, der HERR, habe Dich gerufen in Gerechtigkeit und halte Dich bei der Hand. Ich habe Dich geschaffen und bestimmt zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, dass Du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. Ich, der HERR, das ist Mein Name, ich will Meine Ehre keinem andern geben noch Meinen Ruhm den Götzen. Siehe, was Ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige Ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse Ich's euch hören.
Jes 42, 1-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In Christus wird erfüllt, was hier von dem Knecht Gottes gesagt ist. In der Taufe ruft Ihn Gott mit fast demselben Wort wie hier den Knecht: "Dies ist mein lieber Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe." Er bevollmächtigt Ihn durch Seinen Geist und sendet Ihn in die Welt, damit Er zerbrochenes Leben wieder aufrichte, glimmendes Leben wieder zum Leuchten bringe. Er gibt Sein Blut zum Bundesblut für die Welt, Er wird durch Sein Opfer zum Licht der Völker. (Spieker [5], S. 45)

Epistel

Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.
Röm 12, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

"Sachgemäßer Gottesdienst": die Hingabe des ganzen Menschen zu Dienst und Opfer für Gott. Das hat uns Christus vor Augen gestellt durch die Hingabe Seines Lebens am Kreuz. Durch die bzwingende Gewalt Seines Opfers lassen eir uns an den Ort stellen, der uns nach dem Maß unserer Opferbereitschaft zukommt. So werden wir eingeordnet in die Gliedschaft des Christusleibes. (Spieker [5], S. 44)

Evangelium

P. JordanZu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass Er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte Ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von Dir getauft werde, und Du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt zu! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's Ihm zu. Und als Jesus getauft war, stieg Er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich Ihm der Himmel auf, und Er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über Sich kommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist Mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe.
Mt 3, 13-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Christus geht in Seiner Taufe mit den Sündern in dem Tod, damit aus Seinem Sterben der neue Mensch geboren wird. Das nennt Er: "alle Grechtigkeit erfüllen". So wird durch Ihn das Wasser der Taufe zum Quellort des Lebens. Über Ihm öffnen sich die Himmel und Kräfte der himmlischen Welt senken sich auf Ihn herab. Den ersten Menschen, an dem das verloren gegangene Bild Gottes wieder sichtbar wird, begrüßt die göttliche Stimme: "Dies ist Mein lieber Sohn". (Spieker, [5] S. 40)

Abend

P. Jordan{Und} der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den Ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab Ich Mir einen zum König ersehen. Samuel aber sprach: Wie kann ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich töten. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern. Und du sollst Isai zum Opfer laden. Da will Ich dich wissen lassen, was du tun sollst, dass du Mir den salbst, den Ich dir nennen werde. Samuel tat, wie ihm der Herr gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da entsetzten sich die Ältesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede? Er sprach: Ja, Friede! Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern; heiligt euch und kommt mit mir zum Opfer. Und er heiligte den Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer. Als sie nun kamen, sah er den Eliab an und dachte: Fürwahr, da steht vor dem HERRN Sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an. Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. Da ließ Isai vorübergehen Schamma. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; und siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierhergekommen ist. Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist's. Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.
1.Sam 16, 1-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Montag

14. Januar 2019


Morgen

(Aus der Predigt des Petrus in Caearea): Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit Ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was Er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet. Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat Ihn erscheinen lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit Ihm gegessen und getrunken haben, nachdem Er auferstanden war von den Toten. Und Er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass Er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch Seinen Namen alle, die an Ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, dass er noch einige Tage dabliebe.
Apg 10, 37-48 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Geist wehet, wo Er will. Hier ergreift der Heilige Geist solche, welche die Gabe der Taufe noch nicht empfangen haben. Aber nun wird ihnen die Taufe zum Siegel dessen, was Gott an ihnen gewirkt hat. (Spieker [5], S. 173)

Abend

Danach kam Jesus mit Seinen Jüngern in das Land Judäa und blieb dort eine Weile mit ihnen und taufte. Aber auch Johannes taufte in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser; und sie kamen und ließen sich taufen. Johannes war ja noch nicht ins Gefängnis geworfen. Da erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden über die Reinigung. Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu Ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor Ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
Joh 3, 22-30 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Täufer bescheidet sich und ordnet sich dem Größeren unter; wie der Brautwerber dem Bräutigam die Braut, so führt er dem Christus die Gemeinde Gottes zu "als die geschmückte Braut ihrem Manne". Darüber muß er selber "abnehmen", ja geopfert werden - wenn nur Christus wächst und Sein Reich kommt. (Spieker [5], S. 204)

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Dienstag

15. Januar 2019


Morgen

So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes. Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens. Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier. Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; ihr habt doch von Ihm gehört und seid in Ihm unterwiesen, wie es Wahrheit in Jesus ist: Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Eph 4, 17-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Blindheit, Gottesferne, Preisgegebensein an die Mächte der Tiefe - von diesem Zustand kann uns nur die Neuschöpfung unseres Lebens durch Christus erlösen. (Spieker, S. 133)
 
Abend

Sie brachten auch kleine Kinder zu Ihm, dass Er sie anrühren sollte. Als das aber die Jünger sahen, fuhren sie sie an. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu Mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, Ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Lk 18, 15-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Mittwoch

16. Januar 2019


Morgen

Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich für euch und für die in Laodizea und für alle führe, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, auf dass ihre Herzen gestärkt und verbunden werden in der Liebe und zu allem Reichtum an der Fülle der Einsicht, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist. In Ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe. Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in Ihm, verwurzelt und gegründet in Ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit
Kol 2, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Auch für Denken und Erkennen liegen alle Schätze der Weisheit in Christus verborgen, weil die Fülle der Gottheit in Ihm Gestalt gewonnen hat. Wer wachstümlich mit Christus, dem Weinstock, verbunden ist, der darf durch Ihn hineinwachsen in den Reichtum des Lebens Gottes selber. (Spieker [5], S. 179)

Abend

Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn Er tritt für die Heiligen ein, wie Gott es will. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach Seinem Ratschluss berufen sind. Denn die Er ausersehen hat, die hat Er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild Seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die Er aber vorherbestimmt hat, die hat Er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat Er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat Er auch verherrlicht.
Röm 8, 26-30 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Bürge und Garant unserer Hoffnung ist allein der unsichtbare, unbegreifliche Gott und Herr. Unser Hoffen ist bedingungsloses Warten auf das Ende Seiner Wege. Aber dieses Warten ist lang und schwer. Die tiefste Not solche Wartens: daß wir nicht mehr beten können. Aber der Apostel weiß von einem ganz realen Geschehen, welches wirksam wird bis in die letzte Wegstufe des Menschen: adiutorum spiritus sancti, Beistand des Heiligen Geistes! (Spieker [5], S. 33)

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Donnerstag

17. Januar 2019


Morgen

{Denn} welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will Ihn unterweisen«? Wir aber haben Christi Sinn.
1.Kor 2, 11-16 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die göttlichen Dinge bezeugen sich selber; sie werden nicht durch menschliche Weisheit erschlossen, sondern sie tun sich kund allein durch das innere Zeugnis des Heiligen Geistes. (Spieker [5], S. 165)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in Ihm hat Er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor Ihm sein sollten in der Liebe; Er hat uns dazu vorherbestimmt, Seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen Seines Willens, zum Lob Seiner herrlichen Gnade, mit der Er uns begnadet hat in dem Geliebten. In Ihm haben wir die Erlösung durch Sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum Seiner Gnade, die Er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis Seines Willens nach Seinem Ratschluss, den Er zuvor in Christus gefasst hatte, um die Fülle der Zeiten heraufzuführen, auf dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist, durch Ihn.
Eph 1, 3-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Vater hat uns erwählt von Anbeginn und uns in Seinem Sohn zur Kindschaft verordnet; der Sohn hat uns mit Seinem Blut erlöst und uns durch den Heiligen Geist wissen lassen das Geheimnis Seines Willens; der Heilige Geist gibt uns die Verheißung, daß nicht nur wir selbst, sondern alle Dinge in Christo zur Vollendung kommen werden. (Spieker [5], S. 180)

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Freitag

18. Januar 2019


Morgen

(Jesus sprach:) Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; was wollte Ich lieber, als dass es schon brennte! Aber Ich muss Mich taufen lassen mit einer Taufe, und wie ist Mir so bange, bis sie vollendet ist! Meint ihr, dass Ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage euch: Nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei. Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.
Lk 12,49-53 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Christus macht sich selbst zum Feuerbrand, mit welchem Er diese kalte Welt entzündet. Er muß sich selber verzehren, muß sich taufen lassen mit der Todestaufe. Durch dieses Opfer entzündet Er ein Feuer, das in vielen weiterbrennt - nicht ohne daß diese in schärfsten Gegensatz geraten zu ihrer bisherigen Umgebung. Wo aber Menschen vom Liebesgeist Christi ergriffen sind, da werden sie zusammengeschmolzen zu neuer, unlöslicher Gemeinschaft. (Spieker [5], S. 205)

Abend

(Jesus sprach:) Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden abermals Steine auf, um Ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe Ich euch erzeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr Mich steinigen? Die Juden antworteten Ihm: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und weil Du ein Mensch bist und machst Dich selbst zu Gott. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn jene »Götter« genannt werden, zu denen das Wort Gottes geschah - und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden -, wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott -, weil Ich sage: Ich bin Gottes Sohn? Tue Ich nicht die Werke Meines Vaters, so glaubt Mir nicht; tue Ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr Mir nicht glauben wollt, auf dass ihr erkennt und wisst, dass der Vater in Mir ist und Ich im Vater. Da suchten sie abermals, Ihn zu ergreifen. Aber Er entging ihren Händen.
[Und Er ging wieder fort auf die andere Seite des Jordans an den Ort, wo Johannes zuvor getauft hatte, und blieb dort. Und viele kamen zu Ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr. Und viele dort glaubten an Ihn.]
Joh 10,30-39 (40-42) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Mensch Jesus - Gottes Sohn! Uralter Anstoß für menschliche Vernunft bis auf den heutigen Tag. Jesus hat keine andere Beglaubigung als Seine Werke: "Blinde sehen, Lahme gehen. Aussätzige werden rein. Tote stehen auf" - solche Taten wirkt Gott durch Ihn. Er war wirklich Der, als welcher Er sich vor dem Hohenpriester bekannt hat, wofür Er auch gestorben ist. (Spieker [5], S. 47)

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Samstag

19. Januar 2019


Morgen

Da nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog Er sich nach Galiläa zurück. Und Er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am Galiläischen Meer liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: »Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden, das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen im Land und Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.« Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Mt 4, 12-17  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Jesus sieht in Johannes den Vorläufer des Messias. Wenn dieser gefangen ist und ausscheidet, so ist die Stunde für Ihn selber gekommen. Er tritt auf an der Grenze, dort leuchtet das Licht auf. Da, wo das Leben an die Grenze gekommen ist, wo sich Finsternis und Todesschatten herabsenken, da strahlt in Christus das göttliche Licht. (Spieker, [5] S. 46)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-06-23
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