Donnerstag

25. Januar 2018

 

BEKEHRUNG DES APOSTELS PAULUS
Botschafter Christi

 

Predigttext

 

Apg 20, 4-20 (21-23) (Rev. IV)

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Erneure mich, o ewigs Licht (EG 390)
Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung    Epistel   Evangelium    Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott sein Geheimnis ins Werk setzt, das von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat, damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde. Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Darum bitte ich, nicht zu verzagen wegen meiner Bedrängnisse, die ich für euch erleide, die für euch eine Ehre sind.
Eph 3, 8-13 Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Wunder des Christusmysteriums, daß auch die Heiden teilhaben an dem Erbe der Verheißung; die besondere Begnadung des Apostels: daß er den Heiden mitteilen darf aus der Fülle des Reichtums, welcher ihm in Christus gegeben ist. (Spieker, S. 53)

Alttestamentliche Lesung

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. Ich schwöre bei mir selbst, und Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Aber alle, die ihm widerstehen, werden zu ihm kommen und beschämt werden. Im HERRN wird gerecht werden Israels ganzes Geschlecht und wird sich seiner rühmen.
Jes 45, 22-25 Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel

(Paulus verteidigt sich vor Agrippa:) Mein Leben von Jugend auf, wie ich es von Anfang an unter meinem Volk und in Jerusalem zugebracht habe, ist allen Juden bekannt, die mich von früher kennen, wenn sie es bezeugen wollten. Denn nach der strengsten Richtung unsres Glaubens habe ich gelebt als Pharisäer. Und nun stehe ich hier und werde angeklagt wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die unsern Vätern von Gott gegeben ist. Auf sie hoffen die zwölf Stämme unsres Volkes, wenn sie Gott bei Tag und Nacht beharrlich dienen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, o König, von den Juden beschuldigt. Warum wird das bei euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt? Zwar meinte auch ich selbst, ich müsste viel gegen den Namen Jesu von Nazareth tun. Das habe ich in Jerusalem auch getan; dort brachte ich viele Heilige ins Gefängnis, wozu ich Vollmacht von den Hohenpriestern empfangen hatte. Und wenn sie getötet werden sollten, gab ich meine Stimme dazu. Und in allen Synagogen zwang ich sie oft durch Strafen zur Lästerung und ich wütete maßlos gegen sie, verfolgte sie auch bis in die fremden Städte. Als ich darum nach Damaskus reiste mit Vollmacht und im Auftrag der Hohenpriester, sah ich mitten am Tage, o König, auf dem Weg ein Licht vom Himmel, heller als der Glanz der Sonne, das mich und die mit mir reisten umleuchtete. Als wir aber alle zu Boden stürzten, hörte ich eine Stimme zu mir reden, die sprach auf Hebräisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu löcken. Ich aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; steh nun auf und stell dich auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du gesehen hast und wie ich dir erscheinen will. Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihre Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil mit denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich. Daher, König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam, sondern verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem, dann im ganzen Land Judäa und unter den Heiden, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren und rechtschaffene Werke der Buße tun.
[Deswegen haben mich Juden im Tempel ergriffen und versucht, mich zu töten. Aber Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Klein und Groß und sage nichts, als was die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen soll: dass Christus müsse leiden und als Erster auferstehen von den Toten und verkündigen das Licht seinem Volk und den Heiden.]
Apg 26, 4-20 (21-23) Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Evangelium

Da antwortete Petrus und sprach zu Jesus {ihm}: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird's hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
Matth 19, 27-30 Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der himmlische Herr ist reich über alle, die sich Ihm ganz zu eigen geben und Ihm bedingungslos folgen. Er ist der Herr der Herrlichkeit, der die himmlischen Reiche zu vergeben hat. In der Welt der Auferstehung setzt Er die, welche auf Erden von ihrem Volk verworfen sind, zu Richtern über die zwölf Stämme; durch die zwölf Apostel werden diese zum Grundstock des neuen Volkes Gottes.
Schon hier auf Erden werden die reich entschädigt, welche um Christi willen alles verlassen haben; vor allem aber sind sie Bürger der himmlischen Welt und dürfen der ewigen Heimat gewiß sein. (Spieker, S. 320)


Abend
 
{Und} zu Mose sprach der HERR {er}: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne. Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene sich nicht nahen, und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf. Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist. Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen der Israeliten. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
P. JordanUnd der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und er rief Mose am siebenten Tag aus der Wolke. Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Israeliten. Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
2.Mose 24, 1.2.9-12.15-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gleichwie die Ältesten auf dem Berge Sinai essen und trinken in der furchtgebietenden Gegenwart des heiligen Gottes, so sind auch wir beim Heiligen Mahle die Tischgenossen des Herrn, dessen Gegewart uns mit heiliger Scheu und Furcht erfüllen muß. "Wer mir nahe ist, ist dem Feuer nahe" (versprengtes Herrenwort).
Wie Mose vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg Gottes verweilt, ehe er hinabsteigt und dem Volk das Gesetz verkündigt, so weilt Jesus vierzig Tage und Nächte in der Wüste, ehe Er in des Geistes Kraft wieder zu dem Volke geht und ihm den Weg Gottes verkündigt. (Spieker [5], S. 288/90)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-12-12
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