Sonntag

29. Januar 2017

 

4. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Der Herr der Naturmächte

 

Predigttext

 

Jes 51, 9-16 (III. Reihe)
1. Mose 8, 1-12 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Wochenlied

 

Wach auf, wach auf, 's ist hohe Zeit (EG 244)
Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)


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Alttestamentliche Lesung    Epistel   Evangelium    Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend
 
(Gott spricht:) An jenem Tage will ich einen Bund für sie schließen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm des Erdbodens und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen. Ich will dich mir verloben auf ewig, ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit. Ich will dich mir verloben in Treue, und du wirst den Herrn erkennen. An jenem Tage will ich antworten, spricht der HERR, ich antworte dem Himmel, und der Himmel antwortet der Erde, und die Erde antwortet mit Korn, Wein und Öl, und diese antworten Jesreel. Dann will ich mir Israel in das Land einsäen und mich erbarmen über Lo-Ruhama, und ich will sagen zu Lo-Ammi: »Du bist mein Volk«, und Israel wird sagen: »Du bist mein Gott«.
Hos 2, 20-25 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Unlösbar gehören zusammen: der Liebesbund Gottes mit Seinem Volk und das Heil für die ganze Welt. Reines Gnadengeschenk wird der Liebesbund Gottes mit Seinem Volk sein, in Seiner "Gerechtigkeit" sind Heil und Friede eingeschlossen. Aber zugleich will Gott Seinen Frieden in die Schöpfung geben, nicht mehr sollen Mordlust der Tiere und Kriegslust der Völker das Leben auf Erden bedrohen. Im Bundesschuß Gottes mit dem Volk und mit der Schöpfung sieht der Prophet den Anbruch der neuen Welt.(Spieker [5], S. 61)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, und vergisst den HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und fürchtest dich ständig den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, der darauf aus ist, dich zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten - sein Name heißt HERR Zebaoth -; ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.
Jes 51, 9-16 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wem die Hintergründigkeit des Kampfes aufgegangen ist, in den die Kirche Christi hineingestellt ist, der weiß, daß es hier mit bloß menschlichem Kräfteeinsatz nicht getan ist. Es gilt, sich immer neu darauf zu besinnen, daß es der Kampf Gottes selber ist, den die Kirche zu bestehen hat. Sein Kampf geht gegen Mächte und Gewalten, welche Sein Schöpfungs- und Erlösungswerk bedrohen, welche aber der Macht Seines Wortes nicht zu widerstehen vermögen. So geht es darum, sich für die Macht Gottes offenzuhalten und sich Seines Beistandes zu trösten. (Spieker [5], S. 293)
 
Epistel
 
Denn wir wollen euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten; und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist.
2.Kor 1, 8-11 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Durch Seine Apostel pflanzt Christus Seiner Gemeinde das Gesetz Seines Opfers ein: in Gottes Gemeinden lebt einer von dem Kampf und Sieg des andern, betet einer um das Werk des andern, dankt einer für die Bewahrung des andern. "Das Dasein solcher priesterlichen Menschen mitten in dem tausendfachen Jammer der Welt ist das eigentliche Zeichen der Herrschaft Christi." (Spieker [5], S. 107)
 
Evangelium
 
{Und} am Abend desselben Tages sprach Jesus {er} zu ihnen: Lasst uns ans andre Ufer fahren. Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!
Mark 4, 35-41 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wir sind im Schiff der Kirche ebenso wenig vor Stürmen sicher wie die Jünger, die Christus bei sich im Boot haben. Aber Christus schläft! In dieser Nußschale von Boot schläft Er wie in einer Wiege, das tobende Meer ist für Ihn Gottes geöffnete Hand. Er lebt aus dem Glauben. Wenn unser Glaube nicht größer wäre als ein Senfkorn, so würden wir in aller Not der Kirche zu Ihm rufen. Und wenn Er uns auch strafen müßte wegen unsres Kleinglaubens. würden wir doch erfahren, daß Er sich erheben kann zu göttlicher Majestät und Ihm auch heute "Wind und Meer" gehorsam sind. (Spieker, [5] S. 58)
 
Abend
 
Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.« Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. Und es wird dort eine Bahn sein und ein Weg, der der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren. Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.
Jes 35, 3-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Antwort auf die Rätsel der Leiden kommt vom "andern Ufer", aus der Welt der Auferstehung. Auch die Krankenheilungen unsres Heilandes sind noch nicht die endgültige Erlösung. Sie deuten voraus in die neue Welt Gottes. Auch das kranke und seufzende Leben ist gerufen zum Heil und zur ewigen Genesung. Gott wird abwischen alle Tränen. Das letzte Wort soll nicht das Leid, sondern die Freude haben. (Spieker, [5] S. 242)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-12-13
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