Montag

30. Januar 2017

 

4. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Der Herr der Naturmächte

 

Predigttext

 

Jes 51, 9-16 (III. Reihe)
1. Mose 8, 1-12 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Wochenlied

 

Wach auf, wach auf, 's ist hohe Zeit (EG 244)
Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm   Wochenspruch

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen
 
Als Jesus {er aber} am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich. Und als das die Jünger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr solches nicht allein mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer!, so wird's geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet: so ihr glaubt, werdet ihr's empfangen.
Matth 21, 18-22 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Was der Herr an dem Feigenbaum tut, gilt dem Volk Israel: Er kam, suchte Frucht und fand sie nicht. Darum ist auf einem alten Bild der Kreuzigung im Hintergrund der verdorrte Feigenbaum dargestellt - vorausdeutend auf das Gericht über das Volk Israel, welches mit der Kreuzigung des Herrn beginnt. Solches Gericht ist uns zur Warnung geschehn, daß wir uns beizeiten zu Gott wenden, Sein Wort aufnehmen, Ihm aufrichtig dienen und Frucht bringen in Geduld. (Spieker [5], S. 223)
 
Abend
 
Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten der Moabiter. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm. Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr. Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf die Knie unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken. Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben? Er sprach: Nein. Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben. Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal ausgewichen. Wäre sie mir nicht ausgewichen, wollte ich dich jetzt töten, die Eselin aber am Leben lassen. Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt; ich hab's ja nicht gewusst, dass du mir entgegenstandest auf dem Wege. Und nun, wenn dir's nicht gefällt, will ich wieder umkehren. Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zieh hin mit den Männern, aber nichts anderes, als was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. So zog Bileam mit den Fürsten Balaks.
4.Mose 22, 21-35 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Kreatur steht noch unmittelbarer in Gottes Schöpfung als der Mensch. Sie hat oft ein rätselhaftes Gespür für das Geheimnis, das hinter den Dingen steht, während der Mensch blind ist für die Ausstrahlung der hintersinnigen Wirklichkeit. Am Gehorsam der "unvernünftigen" Kreatur werden hier dem Menschen die Augen geöffnet. (Spieker [5], S. 59)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-12-13
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