Sonntag

8. Januar 2017

 

1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Taufe Jesu

 

Predigttext

 

Jes 42, 1-4 (5-9) (III. Reihe)
Röm 12, 1-8 (Rev III)

Wochenspruch

 

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Wochenlied

 

O lieber Herre Jesu Christ (EG 68)
Du höchstes Licht, du ewger Schein (EG 441)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend
 
Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja: »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bereiten soll.« »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben!«, so war Johannes in der Wüste, taufte und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judäische Land und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. Und Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig. Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor Ihm bücke und die Riemen Seiner Schuhe löse. Ich habe euch mit Wasser getauft; aber Er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
Mark 1, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Markus beginnt sein Werk, die Frohbotschaft von Jesus dem Christus, mit dem Auftreten des Täufers. Dieser ist Wegbereiter für den Kommenden durch die Bußtaufe, Verkünder seiner Messianität, vor der er selbst ganz zurücktritt. Das Gotteszeugnis über Jesus bei der Taufe ist die Geistbegabung und die Erwählung zum Gottessohn. (Spieker [5], S. 45)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung. So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Atem gibt und Lebensodem denen, die auf ihr gehen: Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand. Ich habe dich geschaffen und bestimmt zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen. Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich's euch hören.]
Jes 42, 1-4 (5-9) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In Christus wird erfüllt, was hier von dem Knecht Gottes gesagt ist. In der Taufe ruft Ihn Gott mit fast demselben Wort wie hier den Knecht: "Dies ist mein lieber Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe." Er bevollmächtigt Ihn durch Seinen Geist und sendet Ihn in die Welt, damit Er zerbrochenes Leben wieder aufrichte, glimmendes Leben wieder zum Leuchten bringe. Er gibt Sein Blut zum Bundesblut für die Welt, Er wird durch Sein Opfer zum Licht der Völker. (Spieker [5], S. 45)
 
Epistel
 
Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens.
[Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.]
Röm 12, 1-3 (4-8) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
"Sachgemäßer Gottesdienst": die Hingabe des ganzen Menschen zu Dienst und Opfer für Gott. Das hat uns Christus vor Augen gestellt durch die Hingabe Seines Lebens am Kreuz. Durch die bzwingende Gewalt Seines Opfers lassen eir uns an den Ort stellen, der uns nach dem Maß unserer Opferbereitschaft zukommt. So werden wir eingeordnet in die Gliedschaft des Christusleibes. (Spieker [5], S. 44)
 
Evangelium
 
P. JordanZu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt zu! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu. Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Matth 3, 13-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christus geht in Seiner Taufe mit den Sündern in dem Tod, damit aus Seinem Sterben der neue Mensch geboren wird. Das nennt Er: "alle Grechtigkeit erfüllen". So wird durch Ihn das Wasser der Taufe zum Quellort des Lebens. Über Ihm öffnen sich die Himmel und Kräfte der himmlischen Welt senken sich auf Ihn herab. Den ersten Menschen, an dem das verloren gegangene Bild Gottes wieder sichtbar wird, begrüßt die göttliche Stimme: "Dies ist Mein lieber Sohn". (Spieker, [5] S. 40)
 
Abend
 
P. Jordan{Und} der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen. Samuel aber sprach: Wie kann ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich töten. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern. Und du sollst Isai zum Opfer laden. Da will ich dich wissen lassen, was du tun sollst, dass du mir den salbst, den ich dir nennen werde. Samuel tat, wie ihm der Herr gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da entsetzten sich die Ältesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede? Er sprach: Ja, Friede! Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern; heiligt euch und kommt mit mir zum Opfer. Und er heiligte den Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer. Als sie nun kamen, sah er den Eliab an und dachte: Fürwahr, da steht vor dem HERRN sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an. Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. Da ließ Isai vorübergehen Schamma. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; und siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierhergekommen ist. Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist's. Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.
1.Sam 16, 1-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-12-13
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