Montag

6. Februar 2017

 

LETZTER SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Verklärung

 

Predigttext

 

2. Mose 3, 1.10 (11.14) (III. Reihe)
2. Mose 3, 1-8a (8b-9) 10 (11-12) 13-14 (15)

Wochenspruch

 

Über dir geht auf der HERR und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Wochenlied

 

Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
In dir ist Freude (EG 398)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen
 
[Denn wenn der Dienst, der zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit. Denn auch, was verherrlicht ist, ist nicht als Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit. Denn wenn das Herrlichkeit hat, was da aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was da bleibt.]
Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut und nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Israeliten nicht sahen das Ende dessen, was da vergeht. Aber ihr Sinn wurde verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke über dem alten Bund, wenn daraus gelesen wird; sie wird nicht aufgedeckt, weil sie in Christus abgetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Wenn es aber umkehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber spiegeln mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider, und wir werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
2. Kor 3, (9-11) 12-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Decke über dem Angesicht des Mose, die Hüllen um die Tora-Rollen, die Decke über dem Angesichts Israels - Gleichnisse für die Vorläufigkeit des Alten Bundes, welcher auf die Klarheit Christi wartet. Das Schauen der Klarheit Christi ist kein seliges Genießen, sondern ein sehr reales Erleiden: wir werden "verklärt", d. h. verwandelt in die Leidensgestalt Christi. Deshalb bitten wir: "Ertöt uns durch dein Güte / erweck uns durch Dein Gnad." (Spieker [5], S. 68)
 
Abend
 
Dies ist das Gebet des Propheten Habakuk, nach Art eines Klageliedes: HERR, ich habe die Kunde von dir gehört, ich habe dein Werk gesehen, HERR! Mache es lebendig in naher Zeit, und lass es kundwerden in naher Zeit. Im Zorne denke an Barmherzigkeit! Gott kommt von Teman und der Heilige vom Gebirge Paran. Sela. Seine Hoheit bedeckt den Himmel, und seines Ruhmes ist die Erde voll. Sein Glanz ist wie Licht; Strahlen gehen aus von seinen Händen. Darin ist verborgen seine Macht. die Berge sehen dich und beben. Platzregen stürzt herab, die Tiefe lässt sich hören, reckt hoch empor ihre Hände, Sonne und Mond stehen still; deine Pfeile fahren mit Glänzen dahin beim Leuchten deines blitzenden Speeres. Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der HERR ist meine Kraft, er hat meine Füße wie Hirschfüße gemacht und führt mich über die Höhen. Vorzusingen, beim Saitenspiel.
Hab 3, 1-4. 10.11.18.19 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Prophet schaut das Kommen Gottes. Er sieht den Herrn heranschreiten auf der uralten Gottesstraße, auf der einst das Volk Israel vom Sinai her heranzog. Er sieht nicht Seine Gestalt, sondern nur die Hüllen Seiner Macht: den Glanz unter Ihm, die Strahlen zu Seiner Seite. Wir lesen diese Schau des Propheten als Vorahnung auf das Hereinbrechen der Strahlen einer anderen Welt. (Spieker [5], S. 67)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-01-09
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