REMINSZERE

Aufgerichtet zum Heil

Sonntag

17. März 2019

Wochenspruch

 

Gott erweist Seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Lied

 

Das Kreuz ist aufgerichtet (EG 94)
Du schöner Lebensbaum des Paradieses (EG 96)


Vorabend

{Und} die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Geh vor dem Volk her und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, Ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht?
2. Mose 17, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas Seine Pflanzung, an der Sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.
Jes 5, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Herr des Weinbergs der "den Wolken gebietet", ist niemand anders als Gott selbst. Alles, was der Freund an seinem Weinberg getan hat, ist ein Abbild jener gnädigen Heimsuchungen, die Gott Seinem Volk hat widerfahren lassen. In der Klage über den undankbaren Weinberg wetterleuchtet das Zorngericht Gottes über Menschen, Kirchen und Völker, an welchen Gottes Liebe vergeblich gearbeitet hat. (Spieker [5], S. 184)

Epistel

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. Durch Ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
[Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist Seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch Ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch Sein Blut gerecht geworden sind. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod Seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch Sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.]
Röm 5, 1-5 (6-11) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Unsre veränderte Lage vor Gott: im Blute Christi berüht die Liebe Gottes dein Herz, du spürst die Kraft der Vergebung und das Geschenk eines neuen Lebens. "Eine Wolke von tiefem Frieden war in mir und um mich her und alle meine Sünden waren von mir weg" (Kohlbrügge). Das nimmt dir alle Furcht, läßt dich sogar die Trübsale rühmen, denn sie sind eine Quelle wunderbarer Erfahrung und neuer Erkenntnis über das Hoffnungsziel deines Lebens, dem dich Gott entgegenführt. (Spieker [5], S. 191)

Evangelium

{Und} wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an Ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass Er die Welt richte, sondern dass die Welt durch Ihn gerettet werde. Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
Joh 3, 14-21 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Christus, der Welt zum Heil gesandt, wird ihr zum Gericht. Das Licht leuchtet mit gölttlicher Klarheit bis in die verborgensten Tiefen des menschlichen Herzens und macht das Innerste offenbar. Die Glaubenden gewähren dem Licht Zutritt, sie "tun" die Wahrheit indem sie sich dem Urteil Gottes stellen. (Spieker [5], S. 42)

Abend (1. Alternative)

Damals kamen auch über die Israeliten böse, zornige Tiere, und so wurden sie gebissen und vernichtet durch die sich krümmenden Schlangen. Doch blieb Dein Zorn nicht bis zum Ende, vielmehr wurden sie nur kurze Zeit zur Warnung erschreckt und bekamen ein rettendes Zeichen zur Erinnerung an das Gebot Deines Gesetzes. Denn wer sich zu diesem Zeichen hinwandte, der wurde errettet - nicht durch das, was er anschaute, sondern durch Dich, den Heiland aller Menschen. Und damit bewiesest Du unsern Feinden, dass Du es bist, der aus allem Unheil erretten kann.
Weish 16, 5-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend (2. Alternative)

Im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda. Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, eine Tochter Secharjas. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater David. Er entfernte die Höhen und zerbrach die Steinmale und hieb die Aschera um und zerschlug die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatten ihr die Israeliten geräuchert, und man nannte sie Nehuschtan. Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, sodass unter allen Königen von Juda seinesgleichen nach ihm nicht war noch vor ihm gewesen ist. Er hing dem HERRN an und wich nicht von ihm ab und hielt Seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte. Und der HERR war mit ihm, und alles, was er unternahm, gelang ihm.
2. Kön 18, 1-7a Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

REMINSZERE

Montag

18. März 2019


Morgen

Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch. Denn wenn Er auch gekreuzigt wurde in Schwachheit, so lebt Er doch aus Gottes Kraft. Und wenn wir auch schwach sind in Ihm, so werden wir doch mit Ihm leben aus der Kraft Gottes für euch. Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja nicht bewährt. Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unbewährt sind. Wir bitten aber Gott, dass ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als bewährt angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die sind, die nicht bewährt sind. Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für die Wahrheit. Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid. Wir beten auch dafür, dass ihr vollkommen werdet.
2. Kor 13, 3-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

[Seht, mit wie großen Buchstaben ich euch schreibe mit eigener Hand! Die Ansehen haben wollen nach dem Fleisch, die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. Denn nicht einmal sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz, sondern sie wollen, dass ihr euch beschneiden lasst, damit sie sich eures Fleisches rühmen können.]
Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Denn es gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, sondern die neue Schöpfung. Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten - Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes! Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, Brüder und Schwestern! Amen.
Gal 6, (11-13) 14-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Für den Apostel hat die ganze Welt ein anderes Gesicht bekommen. Sie ist durchgestrichen durch das Kreuz, sie hat ihren Glanz, ihre Gültigkeit, ihr Schwergewicht verloren. Eine neue Wirklichkeit, eine neue Schöpfung ist für ihn sichtbar geworden - ja er selbst gehört ihr schon an: so gewiß er die Malzeichen, die Stigmata des Herrn Jesu an seinem Leibe trägt, wird er durch sie als seinem Herrn zugehörig ausgewiesen. (Spieker [5], S. 263)

REMINSZERE

Dienstag

19. März 2019


Morgen

Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan mit ihnen kam und vor den HERRN trat. Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen. Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen auf Erden nicht, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast Mich bewogen, ihn ohne Grund zu verderben. Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut! Und alles, was ein Mann hat, lässt er für sein Leben. Aber strecke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: Was gilt's, er wird dir ins Angesicht fluchen! Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben! Da ging der Satan hinaus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel. Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche. Und seine Frau sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Fluche Gott und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die törichten Frauen reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
Hiob 2, 1-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Allen Anfechtungen zum Trotz bleibt Hiob fest in der Treue bestehn und wird ein Vorbild der Geduld und des Glaubens. (Spieker [5], S. 257)

Abend

P. JordanJesus und Seine Jünger {Und sie} kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und Er sprach zu Seinen Jüngern: Setzt euch hierher, bis Ich gebetet habe. Und Er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet! Und Er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an Ihm vorüberginge, und sprach: Abba, Vater, alles ist Dir möglich; nimm diesen Kelch von Mir; doch nicht, was Ich will, sondern was Du willst! Und Er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und Er ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte und kam wieder und fand sie schlafend; denn ihre Augen waren voller Schlaf, und sie wussten nicht, was sie Ihm antworten sollten. Und Er kam zum dritten Mal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, der Menschensohn wird überantwortet in die Hände der Sünder. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der Mich verrät, ist nahe.
Mk 14, 32-42 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

REMINSZERE

Mittwoch

20. März 2019


Morgen

Als sie sich aber alle verwunderten über alles, was Jesus {Er} tat, sprach Er zu Seinen Jüngern: Lasst diese Worte in eure Ohren dringen; denn der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen. Sie aber verstanden dieses Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, sodass sie es nicht begriffen. Und sie fürchteten sich, Ihn nach diesem Wort zu fragen. Es kam aber unter ihnen der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte wäre. Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens erkannte, nahm Er ein Kind und stellte es neben Sich und sprach zu ihnen: Wer dieses Kind aufnimmt in Meinem Namen, der nimmt Mich auf; und wer Mich aufnimmt, der nimmt den auf, der Mich gesandt hat. Denn wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß.
Lk 9, 43b-48 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Sprechen zu Jesus {Ihm} Seine Jünger: Siehe, nun redest Du frei heraus und nicht in einem Bild. Nun wissen wir, dass Du alle Dinge weißt und bedarfst dessen nicht, dass Dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass Du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und Mich allein lasst. Aber Ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei Mir. Dies habe Ich mit euch geredet, damit ihr in Mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden.
Joh 16, 29-33 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

REMINSZERE

Donnerstag

21. März 2019


Morgen

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, dass Er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir Ihn zum Lügner, und Sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und Er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.
1. Joh 1, 8 - 2, 2 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Ihr wisst doch, dass ich euch zuvor in Schwachheit des Leibes das Evangelium gepredigt habe. Und obwohl meine leibliche Schwäche euch eine Anfechtung war, habt ihr mich nicht verachtet oder vor mir ausgespuckt, sondern mich wie einen Engel Gottes aufgenommen, ja wie Christus Jesus. Wie wart ihr dazumal selig zu preisen! Denn ich bin euer Zeuge: Ihr hättet, wenn es möglich gewesen wäre, eure Augen ausgerissen und mir gegeben. Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte? Es ist nicht recht, wie sie um euch werben; sie wollen euch ausschließen, damit ihr dann um sie werbt. Umworben zu werden, ist gut, wenn's im Guten geschieht, und zwar immer und nicht nur dann, wenn ich bei euch bin. Meine Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne! - Ich wollte aber, dass ich jetzt bei euch wäre und mit andrer Stimme zu euch reden könnte; denn ich bin ratlos euretwegen.
Gal 4, 13-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wie sehr auch die Apostel bei ihrem Missionswerk abhängig sind von ihrer leiblichen Verfassung, das hat der Apostel schmerzlich in Krankheitstagen erfahren müssen. Ja, sein bemitleidenswerter und für den Menschen des Altertums sogar abscheuerregender Zustand war für die Galater keine Ursache zur Verachtung, sondern vielmehr Anlaß, ihm die höchste Wertschätzung und Liebe zu erzeigen. (Spieker [5], S. 217)

REMINSZERE

Freitag

22. März 2019


Morgen

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet Mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo Ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will Er Sich denn selbst töten, dass Er sagt: Wohin Ich gehe, da könnt ihr nicht hinkommen? Und Er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, Ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, Ich bin nicht von dieser Welt. So habe Ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass Ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden. Da fragten sie Ihn: Wer bist Du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Was soll Ich euch zuerst sagen? Ich habe viel über euch zu reden und zu richten. Aber der Mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was Ich von Ihm gehört habe, das rede Ich zu der Welt. Sie erkannten aber nicht, dass Er zu ihnen vom Vater sprach. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin und nichts von Mir aus tue, sondern, wie Mich der Vater gelehrt hat, so rede Ich. Und der Mich gesandt hat, ist mit Mir. Er lässt Mich nicht allein; denn Ich tue allezeit, was Ihm gefällt. Als Er das sagte, glaubten viele an Ihn.
Joh 8, 21-30 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der glaubenslose Mensch verschließt sich der Wirklichkeit, die in Jesus auf ihn zukommt. Er ist "von unten her", er bleibt innerhalb der Todesgrenze der endlichen Welt und ist deshalb der Sünde und dem Tode verfallen. Wer aber in Jesus Den sieht, der "von oben her" kommt, zu dem der Vater sich bekennt auch in der Einsamkeit Seines Sterbens und durch die Erhöhung am Kreuz - dem wird durch Ihn ein Weg "nach oben" eröffnet, aus der vergehenden Welt zu der vollkommenen Gemeinschaft mit dem Vater. (Spieker [5], S. 103)

Abend

Christus {aber} ist gekommen als Hoherpriester der Güter bei Gott durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht ist, das ist: das nicht von dieser Schöpfung ist. Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch Sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie leiblich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der Sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist Er auch der Mittler des neuen Bundes, auf dass durch Seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
Hebr 9, 11-15 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alle Opfer der alten Welt weisen über sich hinaus auf das vollkommene Opfer, welches Christus darbringt in göttlicher Reinheit und heiliger Liebe. Dieses Opfer hat die Kraft, uns zu wandeln, daß wir in ungeteilter Hingabe uns dem lebendigen Gott zur Verfügung stellen. (Spieker [5], S. 105)

REMINSZERE

Samstag

23. März 2019


Morgen

Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht. Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, sogar selbst als Sünder befunden werden - ist dann Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne! Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, dann mache ich mich selbst zu einem Übertreter. Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und Sich selbst für mich dahingegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
Gal 2, 16-21 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Durch Jesus Christus werden wir aus aller Gesetzlichkeit und Enge erlöst, in eine neue freie Haltung und zum neuen Gehorsam aus der Kraft Gottes gerufen. Wenn wir aber versuchen, durch unsre eigne Leistung vor Gott "gerecht" zu werden - wie es bei dem bedauerlichen Rückfall des Petrus in das jüdisch-gesetzliche Wesen geschehen war - wird Gottes Tat verachtet und unsre Freiheit zerbrochen. (Spieker [5], S. 262)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-07-03
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