Sonntag

26. März 2017

 

LÄTARE
Für euch dahingegeben

 

Predigttext

 

Jes 54, 7-10 (III. Reihe)
Joh 12, 20-24 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht

Wochenlied

 

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt (EG 98)
Jesu, meine Freude (EG 396)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
(Aus der Abschiedsrede Jesu:) Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen. Da sprachen einige seiner Jünger untereinander: Was bedeutet das, was er zu uns sagt: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen; und: Ich gehe zum Vater? Da sprachen sie: Was bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Danach fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen? Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll zur Freude werden. Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an jenem Tage werdet ihr mich nichts fragen.
Joh 16, 16-23a Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alles Christenleben trägt die Überschrift "über ein Kleines", denn es ist ein Übergang bis zur Vollendung in Christi Reich. Aber auch diese endgültige Neugeburt des Lebens ist - ebenso wie die irdische Geburt - nicht möglich, ohne daß Angst und Schmerzen vorhergehn. Gleichwie Christus müssen auch wir hindurch durch die Todeslinie. Aber das letzte Wort wird die Freude haben. (Spieker [5], S. 147)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.
Jes 54, 7-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Auch wenn Gott uns straft, bleibt Er treu; auch wenn Er zürnt, läßt Er uns nicht fallen. Aus den Wassern der Sintflut holt Er die Welt wieder heraus und schließt mit ihr Seinen Friedensbund. Mit uns hat Er im Waser der Taufe Seinen Bund gemacht. Auch die Taufe redet zu uns von Gottes Gericht über unser sündiges Wesen und von Seiner unwandelbaren Treue. Fester als die Berge, die wir gerne die"ewigen" nennen, steht unser Taufbund. Er wird nicht erschüttert durch menschliche Untreue. (Spieker [5], S. 203)

Epistel
 
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.
2. Kor 1, 3-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Durch Seinen Apostel pflanzt Christus seiner Gemeinde das Gesetz Seines Opfers ein: in Gottes Gemeinden lebt Einer von dem Kampf und Sieg des Andern, betet Einer um das Werk des Andern, dankt Einer für die Bewahrung des Andern. "Das Dasein solcher priesterlicher Menschen mitten in dem tausendfachen Jammer der Welt ist das eigentliche Zeichen der Herrschaft Christi". (Spieker [5], S. 107)

Evangelium
 
Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem (Passa) Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen's Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's bewahren zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Joh 12, 20-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Auch Christus wird gleich dem Weizenkorn in die Erde gelegt. Aber Sein Grab ist nicht mehr nur Stätte des Todes, sondern der Ort der Wandlung. Aus Seinem Opfer wächst Frucht für die Vielen. Wo Menschen gespeist werden mit Christi Kraft, da wächst Bereitschaft zum Opfer, Kraft der Liebe, Glaubensgewißheit, Trost im Sterben. (Spieker, [5] S. 103)
 
Abend
 
P. JordanUnd die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen. Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein. Und man sah sie wegfahren, und viele hörten es und liefen aus allen Städten zu Fuß dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an. Da nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Die Stätte ist einsam, und der Tag ist fast vergangen; lass sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich etwas zu essen kaufen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Silbergroschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben? Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische. Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras. Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt. Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen. Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.
Mark 6, 30-44 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Heilszeit ist angebrochen: in der Wüste speist der Herr das Volk mit wunderbarem Brot, das die Tausende sättigt und von dem noch übrigbleibt für die zwölf Stämme des Gottesvolkes. Dies Mahl in der Wüste weist als ein Zeichen voraus auf jenes letzte Mahl, bei dem der Herr sich selber zur Speise macht, von dem Geschlecht um Geschlecht zehren wird bis ans Ende der Welt. (Spieker, [5] S. 289)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-02-10
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