Freitag

31. März 2017

 

LÄTARE
Für euch dahingegeben

 

Predigttext

 

Jes 54, 7-10 (III. Reihe)
Joh 12, 20-24 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht

Wochenlied

 

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt (EG 98)
Jesu, meine Freude (EG 396)


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Abendlesung    Alternative Abendlesung
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
(Jesus sagte:) Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich's wieder empfange. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. Da entstand abermals Zwietracht unter den Juden wegen dieser Worte. Viele unter ihnen sprachen: Er ist von einem Dämon besessen und ist von Sinnen; was hört ihr ihm zu? Andere sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann denn ein Dämon die Augen der Blinden auftun? Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem, und es war Winter. Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen.
Joh 10, 17-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Er gibt Sein Leben dahin in königlicher Freiheit, Er gibt es nicht, weil Er der Gewalt weicht. Selbst noch bei der Gefangennahme ist Er der Handelnde. Er gibt Sein Leben dahin aus Gehorsam gegen den Willen Seines Vaters und aus Liebe zu den Seinen. Aus der Freiwilligkeit Seines Dienstes ist vielen die Kraft erwachsen, in Seiner Nachfolge menschliche Schwachheit und Todesangst zu überwinden. (Spieker [5], S. 98)
 
Abend
 
In die Irre gingen ihre Gedanken, und sie sagten zueinander: »Kurz und mühselig ist unser Leben, und wenn ein Mensch dahin ist, so ist es aus mit ihm. Auch weiß man von keinem, der aus dem Totenreich befreit. So lasst uns dem Gerechten auflauern; denn er ist uns lästig und widersetzt sich unserm Tun und schilt uns, weil wir gegen das Gesetz sündigen, und hält uns vor, dass wir gegen die Zucht verstoßen. Er behauptet, Erkenntnis Gottes zu haben, und rühmt sich, ein Kind des Herrn zu sein. Er wird uns zum Vorwurf bei allem, was wir denken; er ist uns unleidlich, wenn er sich nur sehen lässt. Denn sein Leben unterscheidet sich von dem der andern, und ganz anders sind seine Wege. Als falsche Münze gelten wir ihm, und er meidet unsre Wege wie Schmutz; er rühmt, wie es die Gerechten zuletzt gut haben werden, und prahlt damit, dass Gott sein Vater sei. So lasst doch sehen, ob sein Wort wahr ist, und prüfen, was bei seinem Ende geschehen wird. Ist der Gerechte Gottes Sohn, so wird er ihm helfen und ihn erretten aus der Hand der Widersacher. Durch Schmach und Qual wollen wir ihn auf die Probe stellen, damit wir sehen, wie es mit seiner Sanftmut steht, und prüfen, wie geduldig er ist. Wir wollen ihn zu schändlichem Tod verurteilen, denn er selbst sagt ja, es werde ihm Rettung zuteil.« Das alles dachten sie - und irrten; denn ihre Bosheit hat sie verblendet, sodass sie Gottes Geheimnisse nicht erkannten; auch hatten sie nicht die Hoffnung, dass ein frommes Leben belohnt wird, und sie achteten die Ehre für nichts, die untadeligen Seelen gegeben wird.
[Denn Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit geschaffen und ihn zum Abbild seines eignen Wesens gemacht. Aber durch des Teufels Neid ist der Tod in die Welt gekommen, und es müssen ihn erfahren, die ihm angehören.]
Weish 2, 1.12-22 (23-25) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend Alt.
 
Der HERR ließ mich's wissen, sodass ich's wusste. Du zeigtest mir ihr Treiben. Ich aber war wie ein argloses Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wusste nicht, dass sie gegen mich beratschlagt hatten und gesagt: Lasst uns den Baum in seinem Saft verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, dass seines Namens nimmermehr gedacht werde. Aber du, HERR Zebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst, lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen.
Jer 11, 18-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Im Schicksal des Propheten, den seine Landsleute "wie ein arm Schaf zur Schlachtbank führen wollen", zeichnet sich schon der Leidensweg Christi ab. Aber wie der Prophet seine Sache Gott befohlen hat, so weiß sich Christus auf Seinem Weg geborgen in dem Willen Seines Vaters und gerufen zum Dienst an der Erlösung der Welt. (Spieker [5], S. 99)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-02-10
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