Samstag

4. März 2017

 

ESTOMIHI
Der Weg zum Kreuz

 

Predigttext

 

Amos 5, 21-24 (III, Reihe/Rev. III)

Wochenspruch

 

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.

Wochenlied

 

Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt (EG 413)
Lasset uns mit Jesu ziehen (EG 384)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
P. JordanKönig Belsazar machte ein herrliches Mahl für seine tausend Mächtigen und soff sich voll mit ihnen. Und als er betrunken war, ließ er die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit der König mit seinen Mächtigen, mit seinen Frauen und mit seinen Nebenfrauen daraus tränke. Da wurden die goldenen und silbernen Gefäße herbeigebracht, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, weggenommen worden waren; und der König, seine Mächtigen, seine Frauen und Nebenfrauen tranken daraus. Und als sie so tranken, lobten sie die goldenen, silbernen, bronzenen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand im Königspalast. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb. Da entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, sodass seine Glieder schwach wurden und ihm die Knie schlotterten. Und der König rief laut, dass man die Zauberer, Wahrsager und Sternkundigen herbeiholen sollte. Und er ließ den Weisen von Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift lesen kann und mir sagt, was sie bedeutet, der soll mit Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette um den Hals tragen und als der Dritte in meinem Königreich herrschen. Da fing Daniel an und sprach vor dem König: Behalte deine Gaben und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift dem König lesen und kundtun, was sie bedeutet. O König, der höchste Gott hat deinem Vater Nebukadnezar Königreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben. Und um solcher Macht willen, die ihm gegeben war, fürchteten und scheuten sich vor ihm alle Völker, Nationen und Sprachen. Er tötete, wen er wollte; er ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte; er demütigte, wen er wollte. Als sich aber sein Herz überhob und er stolz und hochmütig wurde, da wurde er vom königlichen Thron gestoßen und verlor seine Ehre und wurde verstoßen aus der Gemeinschaft der Menschen, und sein Herz wurde gleich dem der Tiere, und er musste bei den Wildeseln hausen und fraß Kraut wie die Rinder, und sein Leib wurde nass vom Tau des Himmels, bis er lernte, dass der höchste Gott Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will. Aber du, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest, sondern hast dich gegen den Herrn des Himmels erhoben, und die Gefäße seines Hauses hat man vor dich bringen müssen, und du, deine Mächtigen, deine Frauen und deine Nebenfrauen, ihr habt daraus getrunken; dazu hast du die silbernen, goldenen, bronzenen, eisernen, hölzernen, steinernen Götter gelobt, die weder sehen noch hören noch etwas wissen können. Den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht verehrt. Darum wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben. So aber lautet die Schrift, die dort geschrieben steht: Mene mene tekel u-parsin. Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Königtum gezählt und beendet. Tekel, das ist, man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden. Peres, das ist, dein Reich ist zerteilt und den Medern und Persern gegeben. Da befahl Belsazar, dass man Daniel mit Purpur kleiden sollte und ihm eine goldene Kette um den Hals geben; und er ließ von ihm verkünden, dass er der dritte Herrscher im Königreich sei. Aber in derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, getötet.
Dan 5, 1-7.17-30 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wenn der frevlerische Hochmut der Menschen seinen Höhepunkt erreicht hat, setzt Gott Zeichen, daß Sein Gericht nahe ist. Die Menschen spüren, daß Gottes Strafe sie treffen wird, und fürchten sich. Aber nur ein hoher Geist vermag die Flammenschrift des göttlichen Zorns zu deuten und den Menschen Gottes Urteil zu offenbaren. (Spieker [5], S. 323)

Wochenspruch
 
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.
Luk 18, 31  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
P. Sinkwitz"Jerusalem" ist die Stadt auf dem Berge, weithin sichtbar und geladen mit der Erinnerung an alles, was dort geschehen ist; dort steht der Tempel Gottes, das sichtbare Zeichen Seiner Gegenwart und Seiner Taten. Wer aufgebrochen ist "hinauf nach Jerusalem", der ist bereit, alles das an sich geschehen zu lassen, was in Gottes Ratschluß (und darum auch in Seinem Buche) "geschrieben" ist. Wer gehört zu den "wir", die mit dem Menschensohn den gleichen Weg des Gehorsams gehen? Und ist allen, die mit auf dem Wege sind, das Auge aufgetan, daß sie erkennen, was nach Gottes Willen geschehen muß, und daß sie das "Muß" des eignen Herzens mit dem "Muß" der göttlichen Gedanken vereinen?
(Spieker [5], S. 80)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-01-09
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