Samstag

15. April 2017

 

KARSAMSTAG
Begraben

 

Predigttext

 

Hes 37, 1-14 (III. Reihe)
1. Petr 3, 18-22 (Rev. III)

Tagesspruch

 

Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh 3, 16

Tageslied
oder

 

Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 79)
O Traurigkeit, o Herzeleid (EG 80)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Trauermette   Mittag   Abend

 

Trauermette


1. Lesung
 
Ich will wieder an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld büßen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen übel ergeht, so werden sie mich suchen. »Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, dass wir vor ihm leben. Lasst uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; so gewiss wie die schöne Morgenröte bricht er hervor und kommt über uns wie der Regen, wie Spätregen, der das Land feuchtet.«
Hos 5, 15 - 6, 3 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
2. Lesung
 
{Denn} Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten.
Hebr 9, 24-28 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Hohepriester ist eingegangen in das "Heilige Gottes", von dem das Allerheiligste des Tempels nur ein irdisches Abbild war. Sein Opfer wird zu einem "neuen und lebendigen Wege", auf dem wir aus dem Tode ins Leben gehn, auf dem wir hineingehn in die neue Welt Gottes. (Spieker [5], S. 107)

3. Lesung
 
[Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm den geben. Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.]
Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber. Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferweckt. Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt. Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.
Matth 27, (57-60) 61-66 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das neue Grab, in welches Joseph den Leichnam Jesu legt, wird zur Stätte des Lebens werden. Selbst die Feinde haben das Wort behalten: "Ich will nach dreien Tagen auferstehen." Mit ihrem vergeblichen Bemühn, das Grab zu verwahren und sich menschlich zu sichern gegen das, was sie fürchten, müssen auch sie das Leben bezeugen helfen, welches Stein und Siegel sprengt. (Spieker [5], S. 125)


Mittag


Lesung
 
Mein Auge macht mir Schmerzen wegen all der Töchter meiner Stadt. Meine Feinde haben mich ohne Grund gejagt wie einen Vogel. Sie haben mein Leben in der Grube zunichtegemacht und Steine auf mich geworfen. Wasser hat mein Haupt überschwemmt; da sprach ich: Nun bin ich verloren. Ich rief aber deinen Namen an, HERR, unten aus der Grube, und du erhörtest meine Stimme: »Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien!« Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht! Du führst, Herr, meine Sache und erlöst mein Leben. Du siehst, HERR, wie mir Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht! Du siehst, wie sie Rache üben wollen, und kennst alle ihre Gedanken gegen mich. HERR, du hörst ihr Schmähen und alle ihre Anschläge gegen mich, die Reden meiner Widersacher und ihr Geschwätz über mich den ganzen Tag.
Klgl 3, 51-62 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart


Abend


1. Lesung
 
{Denn auch} Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte; er ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die einst ungehorsam waren, als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch. Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewalten und die Mächte.
1. Petr 3, 18-22 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christus der Sieger dringt vor bis zu den "Geistern im Gefängnis", die gebunden waren im Totenreich, und bringt ihnen die frohe Botschaft vom Sieg über den Tod. So hat auch uns Sein Ruf getroffen im Gefängnis der Welt bei unsrer Taufe. Sie holt uns heraus aus dem Raum des Todes ans Licht eines neuen Gottestages und verbindet uns mit Gott durch den "Bund eines guten Gewissens". (Spieker [5], S. 126)

2. Lesung
 
Da antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.
Matth 12, 38-42 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alle ungläubigen und schwankenden Seelen begehren ein Zeichen, das ihren Glauben an Christus begründen oder befestigen soll. Aber ihnen wird, gleich den Schriftgelehrten und Pharisäern, das Zeichen verweigert - die Zeichen sind da: sie sind errichtet in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, sie weisen hin auf Ihn, der gekreuzigt, gestorben und am dritten Tage auferstanden ist. (Spieker [5], S. 91)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-03-13
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