Samstag

18. Juni 2016

 

3. SONNTAG NACH TRINITATIS
Das Wort von der Versöhnung

 

Predigttext

 

1. Tim 1, 12-17 (II. Reihe)
Lk 15, 1-3.11b-32 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist

Wochenlied
oder

 

Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232)
Jesus nimmt die Sünder an (EG 353)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Vorabend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.
Röm 8, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
"Fleisch" und "Geist" - zwischen diese beiden Wirklichkeiten sind wir gestellt. "Fleisch" - die selbstherrliche menschliche Natur, welche sich wider Gott erhebt und ein eignes Reich menschlicher Größe aufrichten will. "Geist" - die Herschaft Gottes im Menschen durch den göttlichen Lebensodem, welcher den ganzen Menschen durchwaltet und mit den Lebenskräften Christi erfüllt. Auch unser Leib, an dem sich die Todesmacht der Sünde so furchtbar auswirkt, soll Anteil haben an der Lebensmacht Christi, wenn wir von Seinem Geist regiert sind. (Spieker [5], S. 219)

Wochenspruch

Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matth 11, 28
 
"Mühselig" sind alle, deren Leben von der "Mühsal" unseres irdischen Daseins geprägt ist (daher das Wort eigentlich, um Mißverständnisse zu vermeiden, "mühsälig" geschrieben werden müßte); und "beladen" sind alle, die ihre Lebensumstände, ihre Mitmenschen und wahrscheinlich auch sich selber mehr als Last denn als Quelle der Daseinsfreude erfahren. Während es dem Menschen von Natur näher liegt, die Mühseligen und Beladenen, weil sie uns selber müde machen und belasten, zu meiden und lieber die Gesellschaft der Starken, Freudigen und Beglückten zu suchen, wagt es der Herr, eben die Mühseligen und Beladenen zu sich zu rufen; nicht um mit ihnen über die Misere dieses Weltlaufs zu klagen oder gar, um nach der Art jener politischen Agitatoren mit dem Zündstoff ihrer Unzufriedenheit einen revolutionären Brand zu entzünden, sondern um sie zu "erquicken". Die Erquickung aber, die Er ihnen verheißt, kann nicht darin bestehen, daß Er ihnen ihre Lasten abnimmt und ihnen die Mühsal erspart, sondern daß Er ihnen, die bereits sind, von Ihm zu lernen, das Joch Seines Gehorsams und Seiner Geduld auflegt, durch das die Last tragbar und die Mühsal in inwendige Stärke verwandelt wird. (Spieker, S. 170 f.)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-03
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