EXAUDI

Die wartende Gemeinde

Sonntag

2. Juni 2019

Wochenspruch

 

Christus spricht: Wenn Ich erhöht werde von der Erde,
so will Ich alle zu Mir ziehen.

Lied

 

Heilger Geist, du Tröster mein (EG 128)
O komm du Geist der Wahrheit (EG 130)


Vorabend

(Aus der Abschiedsrede Jesu:) Wenn aber der Tröster kommen wird, den Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von Mir. Und auch ihr legt Zeugnis ab, denn ihr seid von Anfang an bei Mir. Das habe Ich zu euch geredet, dass ihr nicht zu Fall kommt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst. Und das werden sie tun, weil sie weder Meinen Vater noch Mich erkennen. Aber dies habe Ich zu euch geredet, damit, wenn ihre Stunde kommen wird, ihr daran denkt, dass Ich's euch gesagt habe. Zu Anfang aber habe Ich es euch nicht gesagt, denn Ich war bei euch.
Joh 15, 26 - 16, 4 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In dieser Welt kann die Wahrheit Gottes nur unter Anfeindung bezeugt werden. Darum dürfen Christen sich nicht wundern, wenn ihr Zeugenamt für Christus ihnen Leiden bringt. Sie sind damit auf dem Wege, den Christus ihnen vorausgesagt hat und selbst vorangegangen ist. Christus läßt sie nicht allein. Er sendet ihnen den Tröster und Beistand. Der macht sie tüchtig, mitten unter dem Kreuz der Welt die Wahrheit Gottes zu bezeugen. (Spieker, [5] S. 164)

Alttestamentliche Lesung

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will Ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den Ich mit ihren Vätern schloss, als Ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, Mein Bund, den sie gebrochen haben, ob Ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den Ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will Mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen Mein Volk sein, und Ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen Mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Jer 31, 31-34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Gesetz Gottes bleibt in Kraft; aber es steht nicht mehr vor uns als ein fremdes "du sollst", sondern es wird in unsere Herzen durch Christi Beispiel eingesenkt und wird unauslöschlich darin stehen bleiben. Der neue Bund ist durch Christi Opfer in Kraft getreten. Durch Ihn wird uns Vergebung zuteil, eine neue Liebesgesinnung ist in unser Herz gepflanzt. (Spieker [5], S. 48

Epistel

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat, dass Er euch Kraft gebe nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit, gestärkt zu werden durch Seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne. Und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet, damit ihr mit allen Heiligen begreifen könnt, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen könnt, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet, bis ihr die ganze Fülle Gottes erlangt habt. Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Eph 3, 14-21 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In dem Maße, als wir selber hineinwachsen in den Reichtum göttlichen Lebens, als Christus in uns Raum gewinnt und wir wurzelhaft in den göttlichen Lebensgrund eindringen, beginnen wir Gott zu erkennen, so wie wir uns hineinleben in die Ausmaße und Gestaltenfülle einer herrlichen Kathedrale. (Spieker [5], S. 179)

Evangelium

(Aus der Abschiedsrede Jesu:) Jetzt {aber} gehe Ich hin zu dem, der Mich gesandt hat; und niemand von euch fragt Mich: Wo gehst Du hin? Doch weil Ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass Ich weggehe. Denn wenn Ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn Ich aber gehe, werde Ich Ihn zu euch senden. Und wenn Er kommt, wird Er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an Mich glauben; über die Gerechtigkeit: dass Ich zum Vater gehe und ihr Mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird Er euch in aller Wahrheit leiten. Denn Er wird nicht aus Sich selber reden; sondern was Er hören wird, das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er euch verkündigen. Er wird Mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird Er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist Mein. Darum habe Ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.
Joh 16, 5-15 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Dies Evangelium redet vom dreifachen Amt des Heiligen Geistes: Er hält der Welt ihre Sünde vor, daß sie in ihrer Blindheit den Gottessohn ans Kreuz geschlagen hat; Er verherrlicht die Gerechtigkeit Gottes, welche den von der Welt Verworfenen zur Rechten Gottes erhöht hat; Er macht das Gericht über den Fürsten dieser Welt offenbar, welches ergangen ist durch Christi Tod und Auferstehung.(Spieker [5], S. 151)

Abend

So spricht der HERR Zebaoth: Es werden noch Völker kommen und Bürger vieler Städte, und die Bürger der einen Stadt werden zur andern gehen und sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. So werden viele Völker und mächtige Nationen kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen. So spricht der HERR Zebaoth: Zu jener Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen der Völker einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.
Sach 8, 20-23 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Jerusalem ist Stätte der Gottesverehrung, zu der die Völker hinstreben - ein Gleichnis für das Sehnen und Suchen der Heiden nach dem  e i n e n  wahren Gott, der in Christus sich kundgetan hat. (Spieker [5], S. 43)

EXAUDI

Montag

3. Juni 2019


Morgen

Da geschah des HERRN Wort zu mir: Du Menschenkind, die Leute, die noch in Jerusalem wohnen, sagen von deinen Brüdern und Verwandten und dem ganzen Haus Israel: Sie sind ferne vom HERRN, aber uns ist das Land zum Eigentum gegeben. Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ja, Ich habe sie fern weg unter die Heiden vertrieben und in die Länder zerstreut und bin ihnen nur wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie gekommen sind. Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben. Dorthin sollen sie kommen und alle seine Götzen und Gräuel daraus wegtun. Und Ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in Meinen Geboten wandeln und Meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen Mein Volk sein, und Ich will ihr Gott sein.
Hes 11, 14-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Sammlung des alten Gottesvolkes aus seiner Zerstreuung ist ein Abbild für die Sammlung der Kirche aus allen Völkern. Die Einheit der Kirche kommt zustande, wenn Gott Seinen Heiligen Geist gibt, "daß wir Seinem heiligen Wort durch Seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich." (Spieker [5], S. 166)

Abend

Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen. Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist.
1. Kor 12, 1-3 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Nur durch den Heiligen Geist erkennen wir Jesus als unsern Herrn, nur durch Jesus erkennen wir Gott als unsern Vater. Der Heilige Geist ist die Mitte der Kirche, die Quelle, aus der ihr Bekenntnis und Leben fließt. (Spieker [5], S. 180/230)

EXAUDI

Dienstag

4. Juni 2019


Morgen

(Gott spricht:) Du aber, Israel, Mein Knecht, Jakob, den Ich erwählt habe, du Same Abrahams, Meines Geliebten, du, den Ich fest ergriffen habe von den Enden der Erde her und berufen von ihren Grenzen, zu dem Ich sprach: Du sollst Mein Knecht sein; Ich erwähle dich und verwerfe dich nicht -, fürchte dich nicht, Ich bin mit dir; weiche nicht, denn Ich bin dein Gott. Ich stärke dich, Ich helfe dir auch, Ich halte dich durch die rechte Hand Meiner Gerechtigkeit. Siehe, zu Spott und zuschanden sollen werden alle, die dich hassen; sie sollen werden wie nichts und die Leute, die mit dir streiten, sollen umkommen. Wenn du nach ihnen fragst, wirst du die nicht finden, die mit dir hadern. Es sollen werden wie nichts und ein Ende haben, die dich bekämpfen. Denn Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, Ich helfe dir! Fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du armer Haufe Israel. Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.
[Die Elenden und Armen suchen Wasser und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber Ich, der HERR, will sie erhören; Ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen inmitten der Täler und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen. Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; Ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern, damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: Des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen.]
Jes 41, 8-14 (17-20) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

"Knecht Gottes" - so ist oftmals das Volk Israel angeredet, so heißt insbesondere die geheimnisvolle Gestalt, von welcher der Prophet in seiner Schrift handelt. Knecht ist "einer, der kein eignes Leben hat, für den der Wille seines Herrn sein Wille, die Sache seines Herrn seine Sache " ist. Und gerade darin liegt beschlossen sein Reichtum, seine Ehre, seine Geborgenheit. Dem Knecht Gottes gilt die Verheißung: "Ich halte dich durch die rechte Hand Meiner Gerechtigkeit". (Spieker [5], S. 95)

Abend

(Jesus sagte zu Seinen Jüngern:) Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um Meines Namens willen. Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. Denn Ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen können. Ihr werdet aber verraten werden von Eltern und Geschwistern, Verwandten und Freunden; und sie werden einige von euch zu Tode bringen. Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um Meines Namens willen. Und kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.
Lk 21, 12-19 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Gewaltige Erschütterungen der Welt gehen dem Kommen des Reiches Christi voran. In allen Schrecknissen dieser Zeit haben die Christen sich zu bewähren im Zeugnis der Wahrheit; es wird ihnen gegeben werden, was sie reden sollen, wenn sie nur im Gehorsam stehen und unter Leiden festbleiben. (Spieker [5], S. 324)

EXAUDI

Mittwoch

5. Juni 2019


Morgen

(Jesus sagte zu Seinen Jüngern:) Ich sage euch {aber}: Wer Mich bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer Mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden. Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeiten, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Lk 12, 8-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wer die Kraft und Gnade des Heiligen Geistes einmal erfahren und Ihn als Wahrheit erkannt hat, der kann Ihn nur lästern, indem er sein eignes wahres Laeben vernichtet, Wer bereit ist , für Christus Leiden und Verfolgung auf sich zu nehmen, an dem bewährt sich der Heilige Geist als Helfer und Beistand.(Spieker [5], S. 165)

Abend

Erschreckt, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus, entblößt euch und umgürtet eure Lenden! Man klagt um die Äcker, ja, um die lieblichen Äcker, um die fruchtbaren Weinstöcke, um den Acker Meines Volks, auf dem Dornen und Disteln wachsen, um alle Häuser voll Freude in der fröhlichen Stadt. Denn die Paläste sind verlassen, und die Stadt, die voll Getümmel war, ist einsam. Burg und Turm sind Höhlen für immer, dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, so lange, bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden. Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit im fruchtbaren Lande. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein auf ewig, dass Mein Volk in friedlichen Auen wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in sorgloser Ruhe.
Jes 32, 11-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

EXAUDI

Donnerstag

6. Juni 2019


Morgen

Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der Ölberg heißt und nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und Seinen Brüdern. Und in diesen Tagen trat Petrus auf unter den Brüdern - es war aber eine Menge beisammen von etwa hundertzwanzig - und sprach: Ihr Männer, liebe Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen; denn er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst. Der erwarb einen Acker von dem ungerechten Lohn und stürzte vornüber und barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide quollen hervor. Und es ist allen bekannt geworden, die in Jerusalem wohnen, sodass dieser Acker in ihrer Sprache genannt wird: Hakeldamach, das heißt Blutacker. Denn es steht geschrieben im Buch der Psalmen: »Seine Behausung soll verwüstet werden, und niemand wohne darin«, und: »Sein Amt empfange ein andrer.« So muss nun einer von den Männern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit über, als der Herr Jesus unter uns ein und aus gegangen ist - seit Seiner Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem Er von uns genommen wurde -, mit uns Zeuge Seiner Auferstehung werden. Und sie stellten zwei auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias, und beteten und sprachen: Herr, der Du aller Herzen kennst, zeige an, welchen Du erwählt hast von diesen beiden, dass er diesen Dienst und das Apostelamt empfange, das Judas verlassen hat, um an seinen Ort zu gehen. Und sie warfen das Los über sie und das Los fiel auf Matthias; und er wurde hinzugezählt zu den elf Aposteln.
Apg 1, 12-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die wartende Gemeinde ist nicht untätig: sie fleht um Erfüllung der Verheißung, welche der Herr ihr bei Seinem Scheiden gegeben hat. Freilich: was sie ordnet - wenn auch unter Gebet - kann nur menschliche Ordnung sein; sie bedarf der Bestätigung unf Erfüllung durch den Heiligen Geist. (Spieker [5], S. 163)

Abend

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Timotheus, der Bruder, an die Heiligen in Kolossä, die Brüder und Schwestern, die an Christus glauben: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater! Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, und beten allezeit für euch, da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, um der Hoffnung willen, die für euch bereitliegt im Himmel. Von ihr habt ihr schon zuvor gehört durch das Wort der Wahrheit, das Evangelium, das zu euch gekommen ist. Wie in aller Welt so bringt es auch bei euch Frucht und wächst von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie erkannt habt in der Wahrheit. So habt ihr's gelernt von Epaphras, unserm lieben Mitknecht, der ein treuer Diener Christi für euch ist, der uns auch berichtet hat von eurer Liebe im Geist.
Kol 1, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Gemeinde zu Kolossae steht im ersten Waschstum. Sie ist gegründet durch das Wahrheitswort des Evangeliums. Dies Wort trägt Frucht und breitet sich aus in aller Welt. So möge auch das Leben der Gemeinde sich entfalten in gutem Werk und in der Erkenntnis Gottes und durch Christi Kraft gestärkt werden zu Ausdauer und Geduld. (Spieker, [5] S. 221)

EXAUDI

Freitag

7. Juni 2019


Morgen

Es standen aber bei dem Kreuz Jesu Seine Mutter und Seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus Seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den Er lieb hatte, spricht Er zu Seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Joh 19, 25-27 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Schmerzensmutter, durch deren Seele das Schwert dringt, ist Vertreterin der Kirche, die mit ihrem Herrn leidet. Ihr Trost, daß der Herr ihr den Jünger zum Sohn gibt und sie dem Jünger als Mutter bestimmt - ein Abbild dafür, daß die Gemeinde des Alten Bundes. dargestellt durch Maria, unlöslich verbunden ist mit der des Neuen Bundes, dargestellt durch Johannes. (Spieker [5], S. 17)

Abend

Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der Sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und am wahrhaftigen Zelt, das der Herr aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen. Darum muss auch dieser etwas haben, das Er opfert. Wenn Er nun auf Erden wäre, so wäre Er nicht Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. Sie dienen aber dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er das Zelt errichten sollte: »Sieh zu«, heißt es, »dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.« Nun aber hat Er ein höheres Amt empfangen, wie Er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Denn wenn jener erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. Denn Er tadelt sie und sagt: »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will Ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den Ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als Ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in Meinem Bund; darum habe Ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. Denn das ist der Bund, den Ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will Meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will Ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen Mein Volk sein.«
Hebr 8, 1-6.10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

EXAUDI

Samstag

8. Juni 2019


Morgen

Und der Engel, der mit mir redete, weckte mich abermals auf, wie man vom Schlaf erweckt wird, und sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sah, und siehe, da war ein Leuchter, ganz aus Gold, mit einer Schale oben darauf, auf der sieben Lampen waren und je sieben Schnauzen an jeder Lampe, die auf ihr war, und zwei Ölbäume dabei, einer zu seiner Rechten, der andere zu seiner Linken. Und ich fuhr fort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was ist das? Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Weißt du nicht, was das ist? Ich aber sprach: Nein, mein Herr. Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch Meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel werde zur Ebene! Er wird hervorholen den Grundstein unter Jubelrufen: Glück zu! Glück zu! Und es geschah zu mir das Wort des HERRN: Die Hände Serubbabels haben dies Haus gegründet, seine Hände sollen's auch vollenden, damit ihr erkennt, dass mich der HERR Zebaoth zu euch gesandt hat. Denn wer hat den Tag der geringen Anfänge verachtet? Die werden doch mit Freuden sehen den Schlussstein in Serubbabels Hand. Jene sieben sind des HERRN Augen, die alle Lande durchziehen. Und ich fuhr fort und sprach zu ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters? Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt? Und er sprach zu mir: Weißt du nicht, was sie sind? Ich aber sprach: Nein, mein Herr. Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.
Sach 4, 1-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wochenspruch

Christus spricht: Wenn Ich erhöht werde von der Erde,
so will Ich alle zu Mir ziehen.
Joh 12, 32  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Wort, mit dem der Herr Seinen Kreuzestod zugleich als Seine Erhöhung zur Herrlichkeit gedeutet hat, wird uns zum anschaulichen Bild für die Art, wie der Herr seit Seiner Himmelfahrt mit Seiner Kirche auf Erden verbunden ist. Die Kirche als der Leib Christi wird von ihrem himmlischen Haupt her mit Leben erfüllt und regiert. Nicht, daß wir in einem Aufschwung unserer Seele uns zum Himmel erheben, sondern daß wir uns von Ihm emporziehen und tragen lassen, ist das Werk des Heiligen Geistes, den der Herr Seiner Kirche verheißen hat und auf dessen Ausgießung sie immer von neuem warten muß. Wir brauchen den Herrn nicht zu uns herabzuholen und auf unsere Seite zu ziehen; sondern Er ist es, der will, daß wir da seien, wo Er ist, in Seinem Reich.
(Spieker [5], S. 161)



© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-08-14
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