Samstag

25. Juni 2016

GEDENKEN DER ÜBERGABE DER AUGSBURGISCHEN KONFESSION

 

Predigttext

 

1. Tim 6, 11-16 (II. Reihe)
Mt 10, 26-33 (Rev II)

Tagesspruch

 

Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht Ps 119, 46

Tageslied

 

Es ist das Heil uns kommen her (EG 342)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm
 
Epistel   Evangelium   Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Alttestamentliche Lesung
 
[Die Priester und die Leviten, die Torhüter, die Sänger und einige andere Leute und die Tempelsklaven und ganz Israel ließen sich in ihren Städten nieder. Als nun der siebente Monat herangekommen war und die Israeliten in ihren Städten waren,]
versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes des Mose holen, das der HERR Israel geboten hat. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats. Und Esra tat das Buch auf vor aller Augen, denn er überragte alles Volk; und als er's auftat, stand alles Volk auf. Und Esra lobte den HERRN, den großen Gott. Und alles Volk antwortete: »Amen! Amen!«, und sie hoben ihre Hände empor und neigten sich und beteten den HERRN an mit dem Antlitz zur Erde. Und Nehemia, der Statthalter, und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht! Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten. Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig; seid nicht bekümmert! Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen kundgetan hatte.
Neh (7, 72) 8, 1.2.5.6.9-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel
 
Du, Gottesmensch, jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis, daß du das Gebot unbefleckt, untadelig haltest bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus, welche uns zeigen wird zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der König aller Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.
1.Tim 6, 11-16 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das echte Bekennen macht den Grund offenbar, auf dem die Kirche steht. Dieser Grund trat zutage, als Jesus Christus vor Pontius Pilatus "bezeuget hat ein gut Bekenntnis". Er bekannte sich als den König der Wahrheit. Damit machte Er die göttliche Wahrheit offenbar als den Grund der Kirche.
Alles Bekennen der Kirche führt auf diesen festen unerschütterlichen Grund, alles Verleugnen reißt von diesem Grunde los. Bekennen heißt: teilhaben an der vollen Lebenswirklichkeit Gottes. Verleugnen bedeutet: die Lebensader, die uns speist, selber unterbinden. Das wird vollends offenbar werden, wenn alle Scheinwirklichkeit in sich zusammenbrechen und die Herrschermacht Christi offenbar werden wird als das Letzte und Einzige, welches Bestand hat. (Spieker, [5] S. 342)


Evangelium
 
Fürchtet euch nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.
Matth 10, 26-33 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Es liegt im Wesen der evangelischen Botschaft, daß sie offenbar werde und ans Licht trete. Dazu bedarf es des unerschrochenen Zeugnisses der Jünger. Diese sind dabei ebenso in Gottes Hand wie die Sperlinge unter dem Himmel. Das nimmt ihnen die Furcht, sie sind in der Macht Gottes geborgen. Ja, sie fallen aus Seiner Macht heraus, wenn sie verleugnen. Der, "der Leib und Seele verderben kann in der Hölle", ist niemand anders als Gott selbst! Wenn wir bekennen, so wird Er uns auch kennen und uns "retten in Sein himmlisches Reich."(2. Tim. 4,18). (Spieker, [5] S. 342)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-03
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