Samstag

15. Juli 2017

 

4. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Gemeinde der Sünder

 

Predigttext

 

1. Mose 50, 15-21 (III. Reihe)
Lk 6, 36-42 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Wochenlied

 

Komm in unsre stolze Welt (EG 428)
O Gott, du frommer Gott (EG 495)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muss nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören. Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
2. Kor 13, 10-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Über der Gemeinde leuchtet als Dreigestirn die Verheißung der Gnaden Christi, der göttlichen Liebe und der Gemeinschaft des Heiligen Geistes; durch die Kraft dieses Segens wird die Gemeinde befähigt zu einem Wandel im Geist. (Spieker [5], S. 180)
 
Wochenspruch

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Gal 6, 2  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Was bedeutet das "Gesetz" Christi? Nicht ein neues "Gesetz", das die Forderung Gottes vollends ins Unerfüllbare steigert, ein erhabenes "Ideal", das uns ausweglos mit dem Gefühl belastet, nicht zu sein, was wir eigentlich sein sollten; sondern eine neue Ordnung des Lebens, die uns ebenso gegeben ist wie Aufgaben und in diesem Sinne uns "gesetzt" ist. Die neue und wahre Ordnung des menschlichen Seins wird sichtbar an der Begegnung mit den "Lasten" des Andern. Wir vergegenwärtigen uns an bestimmten einzelnen Menschen, die uns vertraut sind, welche Lasten sie zu tragen haben; wir vergegenwärtigen uns, welche Last der oder jener für uns bedeutet - und wir für ihn. Es ist menschlich und natürlich, diese Last des Bruders, den Bruder als Last abzuschütteln oder im besten Falle mit unwilligem Herzen zu schleppen, den belastenden Mitmenschen also allenfalls zu "ertragen" (ohne ständig gegen ihn zu explodieren); es ist aber göttlich, die Last, die der Bruder zu tragen hat oder die er selbst uns auferlegt, willig auf uns zu nehmen und also in Wahrheit zu tragen. Weil Christus selbst die Sünde der Welt als Last auf sich genommen und getragen hat, darum ist uns in Ihm ein für allemal diese Tragkraft gegeben und als Aufgabe "gesetzt".
(Spieker [5], S. 192 f.)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-05-30
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