Sonntag

16. Juli 2017

 

5. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der rettende Ruf

 

Predigttext

 

1. Mose 12, 1-4a (III. Reihe)
2. Thess 3, 1-5 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.

Wochenlied

 

Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herrn (EG 245)
Wach auf, du Geist der ersten Zeugen (EG 241)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm
 
Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Wo will man aber die Weisheit finden? Und wo ist die Stätte der Einsicht? Niemand weiß, was sie wert ist, und sie wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen. Die Tiefe spricht: »In mir ist sie nicht«; und das Meer spricht: »Bei mir ist sie auch nicht.« Man kann nicht Gold für sie geben noch Silber darwägen, sie zu bezahlen. Woher kommt denn die Weisheit? Und wo ist die Stätte der Einsicht? Sie ist verhüllt vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel. Der Abgrund und der Tod sprechen: »Wir haben mit unsern Ohren nur ein Gerücht von ihr gehört.« Gott weiß den Weg zu ihr, er allein kennt ihre Stätte. Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist. Als er dem Wind sein Gewicht gegeben und dem Wasser sein Maß gesetzt, als er dem Regen ein Gesetz gegeben hat und dem Blitz und Donner den Weg: Damals schon sah er sie und verkündigte sie, bereitete sie und ergründete sie und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht.
Hiob 28, 12-15.20-28 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
{Und} der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm.
1. Mose 12, 1-4a Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Durch den Glauben ward Abraham dem Rufe gehorsam. Er traute allein der Verheißung und baute auf das Wort: "In ein Land, das Ich dir zeigen will." So wird Abraham ein Zeuge für den Christusweg des Gehorsams, (Spieker, [5] S. 81)
 
Epistel
 
{Denn} das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft. Denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben. Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.
1. Kor 1, 18-25 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Einladende ist der Gekreuzigte; darum fliehen viele vor Seiner Einladung, denn sie fürchten sich, daß auch sie auf den Weg des Kreuzes gerufen werden. (Spieker, [5] S. 187)
 
Evangelium
 
BildEs begab sich aber, als sich die Menge zu Jesus {ihm} drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth. Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.
Luk 5, 1-11 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Jünger erfährt an dem Herrn göttliche Macht und überwältigende Güte, die ihn zutiefst seinen Abstand empfinden lassen. Aber die Güte des Herrn richtet ihn auf und läßt ihn seinen bisherigen Beruf mit einem völlig neuen Ziel und Sinn verstehen. (Spieker, [5] S. 207)
 
Abend
 
{Und} Elia ging vom Berg Horeb {von dort} weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn. Und er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe! Und Elisa wandte sich von ihm weg und nahm ein Joch Rinder und opferte es, und mit den Jochen der Rinder kochte er das Fleisch und gab's den Leuten, dass sie aßen. Und er machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.
1. Kön 19, 19-21 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Elisa verkörpert die Nachfolge, wie sie der Herr von dem Jünger fordert: er läßt Vater und Mutter dahinten, zerbricht die Joche seiner Rinder und opfert das Gespann, mit dem er gepflügt hat. Alle Brücken bricht er hinter sich ab und folgt bedingungslos dem Ruf. (Spieker, [5] [5] S. 208)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-05-30
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