Montag

18. Juli 2016

 

8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes

 

Predigttext

 

Eph 5, 8b-14 (II. Reihe/Rev. II)

Wochenspruch

 

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit

Wochenlied

 

O gläubig Herz, gebenedei (EG 318)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat - was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, daß der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. So ist die Schrift erfüllt, die da spricht: »Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden«, und er wurde »ein Freund Gottes« genannt. So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein. Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch Werke gerecht geworden, als sie die Boten aufnahm und ließ sie auf einem andern Weg hinaus? Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Jak 2, 14-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Es kann kein größeres Mißverständnis der Predigt vom Glauben geben, als würden mit ihr die guten Werke verachtet. Darum tritt Jakobus neben Paulus, um uns mit Nachdruck daran zu erinnern, daß wir im Jüngsten Gericht nicht gefragt werden: was habt ihr gewollt, empfunden oder geglaubt? sondern: was habt ihr getan? Zum rechten Glauben gehört die Frucht. wo Christus wirksam ist im Glauben, da läßt Er uns nicht unfruchtbar sein, »denn wir sind Sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken« [Eph 2,10]. (Spieker [5], S. 221)

Abend
 
Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden! Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Matth 7, 13-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Falsche Propheten« sind solche Lehrer, welche mit dem Schein der Wahrheit und geistlichen Wesens die Gemeinde verführen - inwendig aber sind sie voller Heuchelei und Lüge. Deshalb nennt der Herr das Kennzeichen für die Echtheit geistlichen Lebens: es ist die »Frucht«, d. i. die Kraft und Wirkung, welche hervorgeht aus einem gewandelten Sein, einer durch Gottes Gnade geheiligten Person. Denn es »muß der Mensch in der Person zuvor fromm oder böse sein, ehe er gute oder böse Werke tut«. (Spieker [5], S. 220)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-25
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