Sonntag

2. Juli 2017

 

3. SONNTAG NACH TRINITATIS
HEIMSUCHUNG MARIENS

Magd des Herrn, Mutter Jesu

 

Predigttext

 

Jes 11, 1-5 (III. Reihe)
Lk 1,39-48 (49-55) 56 (Rev. II)

Tagesspruch

 

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan. (Gal 4, 4)

Tageslied
oder

 

Mein Seel, o Herr, muß loben dich (EG 308)
Nun komm, der Heiden Heiland (EG 4)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
{Und} Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN, mein Horn ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils. Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist. Lasst euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen. Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke. Die da satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr. Die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin. Der HERR tötet und macht lebendig, führt ins Totenreich und wieder herauf. Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt.
1.Sam 2, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
{Und} es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften.
Jes 11, 1-5 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der mächtige Stamm des Königshauses Davids ist längst gefällt, seine Nachkommen sind wieder in die Niedrigkeit zurückgesunken, aus der der Stammvater Isai gekommen war. Gottes Barmherzigkeit läßt den Wurzelstock sein schönstes Reis treiben, den Heiland. Er ist der Friedenskönig, begabt mit dem Geist Gottes, der, in die Niedrigleit geboren, der Helfer der Geringen und Elenden ist, Sein Königsschmuck und Seine Rüstung ist die Gerechtigkeit und Treue Gottes. (Spieker, [5] S. 345)
 
Epistel
 
{Und} groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1.Tim 3, 16 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Lobpreisendes Bekenntnis zu Ehren der Gottesoffenbarung in Christus. (Spieker, [5] S. 152)

Evangelium
 
Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
[denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.]
Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.
Luk 1, 39-47 (48-55) 56 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die erste Begegnung des Erlösers mit der erlösungsbedürftigen Menschheit! Das Leben des Ungeborenen grüßt die Mutter seines Herrn. Sie aber, deren armes Leben Gott angerührt und zu dem seligen Dienst begnadet hat, singt das hohe Lied ihres schmerzensreichen und doch "gebenedeiten", gesegneten Lebens. - Die Kirche Christi darf mit diesem Lied die Freude über das Geheimnis der Fleischwerdung weitertragen auf alle Kindeskinder und auch ihr geringer Dienst lebt von Seiner Herablassung: "Er hat die Niedrigkeit Seiner Magd angesehen" (Spieker, [5] S. 345)
 
Abend
 
{Und} es geschah das Wort des HERRN zum zweiten Mal zu Jona: Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage! Da machte sich Jona auf und ging hin nach Ninive, wie der HERR gesagt hatte. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an. Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe etwas zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und heftig zu Gott rufen. Und ein jeder kehre um von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände! Wer weiß, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben. Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.
Jona 3, 1-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott erbarmt sich über die, welche in wahrer Buße sich vor Ihm erniedrigen. (Spieker, [5] S. 237)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-05-30
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