Sonntag

30. Juli 2017

 

7. SONNTAG NACH TRINITATIS
Am Tisch des Herrn

 

Predigttext

 

2. Mose 16, 2-3.11-18 (III. Reihe)
Joh 6, 30-35 (Rev. III)

Wochenspruch

 

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen

Wochenlied

 

Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen (EG 200)
Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut (EG 326)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Als Abram {er nun} zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal. Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.
1. Mose 14, 17-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Melchisedek, der geheimnisvolle Priesterkönig, tritt dem Erzvater Abraham auf der Stätte der zukünftigen heiligen Stadt, der Einsetzung des heiligen Mahles und des Opfertodes Christi entgegen und spendet ihm Brot und Wein. Seine Gestalt deutet voraus auf Christus, der Brot und Wein darreicht als Unterpfänder Seiner Liebe und Seines Opfers. (Spieker, [5] S. 120)
 
Alttestamentliche Lesung
 
(Die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Sin.) Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. Und die Israeliten taten's und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man's nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte.
2. Mose 16, 2-3.11-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Volk Gottes ist bedrängt von der Sorge, daß es in der Wüste Hungers sterben müsse. Auch der Weg der Gemeinde zu dem himmlischen Ziel erscheint wie ein aussichtsloses Wagnis. Aber Gott hat zuvor bedacht, wie Er Sein Volk auf dem Wege erhalten will: wie das Manna in der Wüste, so läßt Er Seiner Gemeinde das Himmelsbrot reichen mit der Gabe Seines Wortes und dem Geheimnis Seiner Sakramente. (Spieker, [5] S. 289)
 
Epistel
 
Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber Furcht über alle, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apg 2, 41-47 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Grundordnung der christlichen Gemeinde umfaßt auch die Verantwortung für die irdischen Güter. Jene Ordnung ist geistgewirkt. Sie hat ihre Mitte in dem Zeugnis der Apostel, im Lobpreis Gottes und in der Feier des heiligen Mahles. (Spieker, [5] S. 173)

Evangelium
 
BildDanach ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein.
Joh 6, 1-15 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Augustinus weist darauf hin, daß hier Derselbe handelt, der mit wenigen Körnern die ganze Welt satt macht - sollte Der nicht auch mit wenigen Broten fünftausend Mann satt machen können? Darüber hinaus hat die wunderbare Speisung die Bedeutung eines »Zeichens«: sie weist hin auf die unvergängliche Speise, welche Christus mit Seinem Wort und Sakrament den Gläubigen schenkt. (Spieker, [5] S. 101)
 
Abend
 
Als {aber} Elisa wieder nach Gilgal kam, war Hungersnot im Lande. Und als die Prophetenjünger vor ihm saßen, sprach er zu seinem Diener: Setze einen großen Topf auf und koche ein Gemüse für die Prophetenjünger! Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und als er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemüse - sie kannten's aber nicht - und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten's nicht essen. Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: Lege es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Böses mehr in dem Topf. Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Beutel. Er aber sprach: Gib's den Leuten, dass sie essen! Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben. Und er legte es ihnen vor, dass sie aßen; und es blieb noch übrig nach dem Wort des HERRN.
2. Kön 4, 38-44 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-06-30
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