Samstag

9. Juli 2016

 

6. SONNTAG NACH TRINITATIS
Leben aus der Taufe

 

Predigttext

 

Röm 6, 3-8 (9-11) (II. Reihe)
1. Petr 2, 2-10 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

Wochenlied

 

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, daß du lebst, und bist tot. Werde wach und stärke das andre, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott. So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und halte es fest und tue Buße! Wenn du aber nicht wachen wirst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde. Aber du hast einige in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; die werden mit mir einhergehen in weißen Kleidern, denn sie sind's wert. Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offb 3, 1-6
 
Das strenge Mahnwort an die Gemeinde zu Sardes wird uns zur ernsten Erinnerung, unsre Taufgnade zu bewahren. Alle Buße ist "Rückkehr zur Taufe", Besinnung auf den Anfang unsres Christenstandes. Das weiße Kleid, das die Christen bei ihrer Taufe empfingen, soll sie mahnen an das himmlische Kleid der Reinheit und Gerechtigkeit, mit dem sie durch Gottes Gnade sollen umkleidet werden. Der Name, mit dem wir bei der Taufe in die himmlischen Bürgerlisten eingetragen sind, ist ein Unterpfand, daß wir zur himmlischen Herrlichkeit berufen sind. (Spieker, [5] S. 213)

Wochenspruch
 
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jes 43, 1  Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Wort, mit dem der Herr Seinen Knecht, den Er gerufen hat, tröstet und stärkt für Seinen Dienst, der das Maß menschlicher Kraft und menschlicher Möglichkeiten übersteigt, dient uns dazu, den Sinn dessen, was in der Heiligen Taufe an uns geschehen ist, recht zu verstehen: Gott hat "dich" gerufen, ehe du Ihn nennen und rufen konntest. Mit deinem Namen, dem Zeichen des einmaligen, besonderen und persönlichen Seins bist du bei deiner Taufe zum erstenmal genannt und gerufen worden; daher auch dein Taufname dein Rufname geworden ist. Es ist Gott, der dir dein besonderes Wesen und Leben verliehen hat. - "Du bist Mein", spricht der Herr; ganz gebunden in Gottes Willen, ganz geborgen in Gottes Barmherzigkeit. Weil Gott Seine Hände auf dich gelegt hat zu dauerndem und unaufgebbarem Eigentum, darum hat alles, wovor ein Mensch sich fürchten könnte, seine Macht über dich verloren, alles dieses , Schicksal, Leiden, Tod, auch dich selbst und deine Sünde darfst du getrost anschaun und sprechen: "Ich fürchte mich nicht."
(Spieker, [5] S. 209)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-25
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