Donnerstag

10. August 2017

 

8. SONNTAG NACH TRINITATIS
MÄRTYRER LAURENTIUS

Früchte des Geistes

 

Predigttext

 

Jes 58, 6-9 (III. Reihe)

Tagesspruch

 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Dir will ich Dank opfern und des HERRN Namen anrufen.

Tageslied

 

Liebe, die du mich zum Bilde (EG 401, 1.3.5.7)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Alttestamentliche Lesung
 
(Der HERR spricht:) Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest.
jes 58, 6-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel
 
Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2. Kor 9, 6-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Fra Giovanni Angelico hat auf einem Bilde eine Gruppe von Armen dargestellt, welche Gaben der Kirche empfangen sollen. Sie stehen ehrfürchtig und demütig - nicht gedemütigt! - da, in Bereitschaft, sich beschenken zu lassen. Sie empfangen die Gaben als Gaben eines milden und gütigen Herrn. In Seinem Dienst stehen die Menschen, die solche Gaben verteilen dürfen, und ebenso die, welche sie darbringen. (Spieker [5], S. 347 f.)

Evangelium
 
(Jesus sprach:) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's bewahren zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Joh 12, 24-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In den Katakomben feierten die Christen das Herrenmahl über dem Märtyrergrab. Das steinerne Troggrab barg die Gebeine des Märtyrers, auf der Deckplatte darüber standen zwischen brennenden Lichtem die heiligen Gaben, mit denen die Gemeinde das unvergängliche Leben ihres Herrn empfing. Erschütternder kann der Gemeinde nicht vor Augen geführt werden, daß sie selber vom Opfer lebt, daß sie gespeist wird vom Opfer ihres Herrn und dem Opfer seiner Nachfolger. Dann wird die feiernde Gemeinde in das Geheimnis der echten Wandlung hineingezogen, deren die Märtyrer in ihrem Tode teilhaftig wurden, wenn am Vorbild der Märtyrer sich die Christusliebe entzündet, welche nur noch dienen und opfern will. (Spieker [5], S. 348)

Abend
 
Ihr {aber} seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun, haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen? Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen. Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
1. Kor 12, 27 - 13,3 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zu dem Geheimnis der Kirche gehört die Einheit in der Mannigfaltigkeit. Es mag sein, daß die »Welt« nur eine Einheit erreichen kann auf dem Wege, daß sie alles unter eine Form prägt und einförmig macht. In der Kirche Christi ist es anders. Der eine Geist, der sie erfüllt, bringt eine Vielheit von Gaben mit sich. ja, gerade die Vielheit der Gaben ist der deutlichste Beweis für die Kraft und Gewalt des  e i n e n  Geistes. (Spieker [5], S. 351)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-06-30
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