Mittwoch

10. August 2016

 

11. SONNTAG NACH TRINITATIS
MÄRTYRER LAURENTIUS

Pharisäer und Zöllner

 

Predigttext

 

Eph 2, 4-19 (II. Reihe)
Gal 2, 16-21 (Rev. II)

Tagesspruch

 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Dir will ich Dank opfern und des HERRN Namen anrufen.

Tageslied

 

Liebe, die du mich zum Bilde (EG 401, 1.3.5.7)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Epistel
 
Ich meine dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2.Kor 9, 6-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Fra Giovanni Angelico hat auf einem Bilde eine Gruppe von Armen dargestellt, welche Gaben der Kirche empfangen sollen. Sie stehen ehrfürchtig und demütig - nicht gedemütigt! - da, in Bereitschaft, sich beschenken zu lassen. Sie empfangen die Gaben als Gaben eines milden und gütigen Herrn. In Seinem Dienst stehen die Menschen, die solche Gaben verteilen dürfen, und ebenso die, welche sie darbringen. (Spieker [5], S. 347 f.)

Evangelium
 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt haßt, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Joh 12, 24-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In den Katakomben feierten die Christen das Herrenmahl über dem Märtyrergrab. Das steinerne Troggrab barg die Gebeine des Märtyrers, auf der Deckplatte darüber standen zwischen brennenden Lichtem die heiligen Gaben, mit denen die Gemeinde das unvergängliche Leben ihres Herrn empfing. Erschütternder kann der Gemeinde nicht vor Augen geführt werden, daß sie selber vom Opfer lebt, daß sie gespeist wird vom Opfer ihres Herrn und dem Opfer seiner Nachfolger. Dann wird die feiernde Gemeinde in das Geheimnis der echten Wandlung hineingezogen, deren die Märtyrer in ihrem Tode teilhaftig wurden, wenn am Vorbild der Märtyrer sich die Christusliebe entzündet, welche nur noch dienen und opfern will. (Spieker [5], S. 348)

Abend
 
Als {aber} der König David nach Bahurim kam, siehe, da kam ein Mann von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses Saul, der hieß Schimi, der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und allen Großen des Königs David, obwohl das ganze Kriegsvolk und alle seine Helden zu seiner Rechten und Linken waren. So aber rief Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Bluthund, du ruchloser Mann! Der HERR hat über dich gebracht alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du König geworden bist. Jetzt hat der HERR das Königtum gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund. Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abhauen. Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen? Laßt ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten: Fluche David! Wer darf dann sagen: Warum tust du das? Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Großen: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Laßt ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten. Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen. So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Schimi ging am Hang des Berges entlang, ihm gegenüber, und fluchte und warf mit Steinen nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen. Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war, müde an den Jordan und ruhte dort aus. Aber Absalom und alles Volk, die Männer Israels, kamen nach Jerusalem und Ahitofel mit ihm. Als aber Huschai, der Arkiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, rief er Absalom zu: Es lebe der König! Es lebe der König! Absalom aber sprach zu Huschai: Ist das deine Liebe zu deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
2.Sam 16, 5-17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
David läßt sich durch das Unglück vor Gott stellen und hält der Heimsuchung stand als Seinem Gericht. Darum nimmt er auch die Schmähworte seines Verfolgers hin: »Laßt ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten.« Darin zeigt sich seine Demut als echt, daß er auch im Gericht nicht aufhört, an Gott zu glauben. Er weiß sich mit seinem Verkläger in Gottes Hand und glaubt auch jetzt an Seine Treue. (Spieker [5], S. 237)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-06-28
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