Montag

15. August 2016

 

12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung

 

Predigttext

 

Apg 9, 1-9 (10-20) (II. Reihe)
Lk 13, 10-17 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen

Wochenlied

 

Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und als er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich das tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, Herr. Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus drohte ihnen und sprach: Seht zu, daß es niemand erfahre! Aber sie gingen hinaus und verbreiteten die Kunde von ihm in diesem ganzen Lande. Als diese nun hinausgegangen waren, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Als aber der böse Geist ausgetrieben war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisäer sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten.
Matth 9, 27-34 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Er heilt die beiden Blinden »an der Schwelle des Himmelreiches« und den dämonischen Stummen »an der Pforte der Hölle«: den Blinden war bereits das innere Auge geöffnet für seine Herrlichkeit, während der stumme in dämonischer Besessenheit bereits den Mächten der Zerstörung anheimgefallen war. Durch die gleichen Geschehnisse lassen sich die einen zum Glauben führen und die innerlich widerstrebenden immer tiefer in Blindheit und Verstockung hineintreiben. (Spieker [5], S. 241)

Abend
 
Jesus kam abermals nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Dieser hörte, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa kam, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn der war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Der Mann sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und während er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: Dein Kind lebt. Da erforschte er von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es die Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
Joh 4, 46-54 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Groß und gebieterisch steht Christi Herrschermacht über der Erdennot, Er rettet vom Tode und erhält am Leben allein durch sein allmächtiges Wort. Er hat die Vollmacht, dem betrübten Vater zu sagen: »Geh hin, dein Sohn lebt.« Der Vater traut dieser Verheißung und darf ihre Erfüllung schauen. Weil der Glaube dieses Mannes sich nicht auf »Zeichen und Wunder« gründet, sondern allein auf Christi tröstliches Wort, darum ist er echt und wirkt fortzeugend, so daß auch sein ganzes Haus zum Glauben kommt. (Spieker [5], S. 293)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-06-28
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