Montag

28. August 2017

 

11. SONNTAG NACH TRINITATIS
Pharisäer und Zöllner

 

Predigttext

 

2. Sam 12, 1-10. 13-15a (III. Reihe)
Hiob 23 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade

Wochenlied

 

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299)


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Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
{Und} des HERRN Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, lege dem Hause Israel ein Rätsel vor und ein Gleichnis und sprich: So spricht Gott der HERR: Ein großer Adler mit großen Flügeln und langen Fittichen und vollen Schwingen, die bunt waren, kam auf den Libanon und nahm hinweg den Wipfel einer Zeder und brach die Spitze ab und führte sie ins Land der Händler und setzte sie in die Stadt der Kaufleute. Dann nahm er ein Gewächs des Landes und pflanzte es in gutes Land, wo viel Wasser war, und setzte es am Ufer ein. Und es wuchs und wurde ein ausgebreiteter Weinstock mit niedrigem Stamm; denn seine Ranken bogen sich zu ihm und seine Wurzeln blieben unter ihm; und so wurde es ein Weinstock, der Schösslinge hervortrieb und Zweige. So spricht Gott der HERR: Dann will ich selbst von dem Wipfel der Zeder die Spitze wegnehmen und ihr einen Platz geben; ich will oben von ihren Zweigen ein zartes Reis brechen und will's auf einen hohen und erhabenen Berg pflanzen. Auf den hohen Berg Israels will ich's pflanzen, dass es Zweige gewinnt und Früchte bringt und ein herrlicher Zedernbaum wird, sodass Vögel aller Art in ihm wohnen und alles, was fliegt, im Schatten seiner Zweige bleiben kann. Und alle Bäume auf dem Felde sollen erkennen, dass ich der HERR bin: Ich erniedrige den hohen Baum und erhöhe den niedrigen; ich lasse den grünen Baum verdorren und den dürren Baum lasse ich grünen. Ich, der HERR, rede es und tue es auch.
Hes 17, 1-6.22-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott, der aus dem zarten Reis kann eine herrliche Zeder auf ragender Bergeshöhe machen, kann aus dem verachteten und entmachteten Königtum Davids einen jungen Sproß hervorgehn lassen, dessen Königtum hoch über alle irdischen Königreiche hinausragt und sie alle überdauert - das Heil Gottes wächst wirklich auf als ein zartes Reis aus fast erstorbenem Stamm. (Spieker [5], S. 236)

Abend
 
Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht. Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür rühren. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel. Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
Matth 23, 1-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der  e i n e  Meister Christus hat Seine Herrschaft über uns dadurch aufgerichtet, daß Er bis zur Hingabe Seines Lebens diente. Dadurch hat Er den Seinen die rechte Demut gegeben; der Anspruch, selber Meister zu sein und »von den Leuten gesehen« zu werden, ist abgetan. Nun erkennen wir auch die Brüder neben uns, denen wir Liebe schuldig sind. (Spieker [5], S. 260)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-06-30
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