Mittwoch

3. August 2016

 

10. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der Herr und sein Volk

 

Predigttext

 

Röm 9, 1-8.14-16 (II. Reihe)
5. Mose 30, 1-8 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat

Wochenlied

 

Gott, der Vater steh uns bei (EG 138)
Nun danket Gott, erhebt und preiset (EG 290)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Die Frau spricht zu Jesus {ihm}: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wißt nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.
Joh 4, 19-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der die Herzen und Gewissen erforscht, erweist sich der Frau als Prophet, den sie nach dem Ort der rechten Anbetung fragt. Jesus führt sie von dieser Frage hinweg und hin zur Anbetung »im Geist und in der Wahrheit«. Kein schlimmeres Mißverständnis, als wenn diese Stelle auf rein geistige und kultlose Gottesverehrung gedeutet wird. Echte Anbetung geschieht in Vollmacht und durch Kraft heiligen Gottesgeistes gemäß göttlicher Selbstmitteilung in Seiner Offenbarung und göttlichen Wirklichkeit. Diese ist für uns in Jesus gegenwärtig. (Spieker [5], S. 55)

Abend
 
Der HERR hat seinen Grimm austoben lassen, er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschüttet; er hat in Zion ein Feuer angesteckt, das auch ihre Grundfesten verzehrt hat. Es hätten's die Könige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widersacher und Feind zum Tor Jerusalems einziehen könnte. Es ist aber geschehen wegen der Sünden ihrer Propheten und wegen der Missetaten ihrer Priester, die dort der Gerechten Blut vergossen haben. Sie irrten hin und her auf den Gassen wie die Blinden und waren mit Blut besudelt, daß man ihre Kleider nicht anrühren konnte; man rief ihnen zu: »Weicht, ihr Unreinen! Weicht, weicht, rührt nichts an!« Wenn sie flohen und umherirrten, so sagte man auch unter den Heiden: »Sie sollen nicht länger bei uns bleiben.« Des HERRN Zorn hat sie zerstreut; er will sie nicht mehr ansehen. Die Priester ehrte man nicht, und an den Alten übte man keine Barmherzigkeit. Noch immer blickten unsre Augen aus nach nichtiger Hilfe, bis sie müde wurden; und wir warteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte. Man jagte uns, daß wir auf unsern Gassen nicht gehen konnten. Da kam unser Ende; unsere Tage sind aus, unser Ende ist gekommen. Unsre Verfolger waren schneller als die Adler unter dem Himmel. Auf den Bergen haben sie uns verfolgt und in der Wüste auf uns gelauert. Der Gesalbte des HERRN, der unser Lebensodem war, ist gefangen worden in ihren Gruben; wir aber dachten: »In seinem Schatten wollen wir leben unter den Völkern.«
Klgl 4, 11-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-06-28
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