7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Am Tisch des Herrn

Sonntag

4. August 2019

Wochenspruch

 

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge,
sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Lied

 

Nun lasst uns Gott, dem Herren (EG 320)
Brich den Hungrigen dein Brot (EG 418)


Vorabend

Als Abram {er nun} zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal. Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.
1. Mose 14, 17-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Melchisedek, der geheimnisvolle Priesterkönig, tritt dem Erzvater Abraham auf der Stätte der zukünftigen heiligen Stadt, der Einsetzung des heiligen Mahles und des Opfertodes Christi entgegen und spendet ihm Brot und Wein. Seine Gestalt deutet voraus auf Christus, der Brot und Wein darreicht als Unterpfänder Seiner Liebe und Seines Opfers. (Spieker, [5] S. 120)

Alttestamentliche Lesung

(Die Israeliten kamen in die Wüste Sin.) Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass Ich, der HERR, euer Gott bin. Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. Und die Israeliten taten's und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man's nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte.
2. Mose 16, 2.3.11-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Volk Gottes ist bedrängt von der Sorge, daß es in der Wüste Hungers sterben müsse. Auch der Weg der Gemeinde zu dem himmlischen Ziel erscheint wie ein aussichtsloses Wagnis. Aber Gott hat zuvor bedacht, wie Er Sein Volk auf dem Wege erhalten will: wie das Manna in der Wüste, so läßt Er Seiner Gemeinde das Himmelsbrot reichen mit der Gabe Seines Wortes und dem Geheimnis Seiner Sakramente. (Spieker, [5] S. 289)

Epistel

Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber Furcht über alle, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apg 2, 41-47 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Grundordnung der christlichen Gemeinde umfaßt auch die Verantwortung für die irdischen Güter. Jene Ordnung ist geistgewirkt. Sie hat ihre Mitte in dem Zeugnis der Apostel, im Lobpreis Gottes und in der Feier des heiligen Mahles. (Spieker, [5] S. 173)

Evangelium

BildDanach ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog Ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die Er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte Sich dort mit Seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. Da hob Jesus Seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu Ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte Er aber, um ihn zu prüfen; denn Er wusste wohl, was Er tun wollte. Philippus antwortete Ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. Spricht zu Ihm einer Seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, spricht Er zu Seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und Ihn ergreifen, um Ihn zum König zu machen, entwich Er wieder auf den Berg, Er allein.
Joh 6, 1-15 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Augustinus weist darauf hin, daß hier Derselbe handelt, der mit wenigen Körnern die ganze Welt satt macht - sollte Der nicht auch mit wenigen Broten fünftausend Mann satt machen können? Darüber hinaus hat die wunderbare Speisung die Bedeutung eines »Zeichens«: sie weist hin auf die unvergängliche Speise, welche Christus mit Seinem Wort und Sakrament den Gläubigen schenkt. (Spieker, [5] S. 101)

Abend

Als {aber} Elisa wieder nach Gilgal kam, war Hungersnot im Lande. Und als die Prophetenjünger vor ihm saßen, sprach er zu seinem Diener: Setze einen großen Topf auf und koche ein Gemüse für die Prophetenjünger! Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und als er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemüse - sie kannten's aber nicht - und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten's nicht essen. Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: Lege es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Böses mehr in dem Topf. Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Beutel. Er aber sprach: Gib's den Leuten, dass sie essen! Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben. Und er legte es ihnen vor, dass sie aßen; und es blieb noch übrig nach dem Wort des HERRN.
2. Kön 4, 38-44 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Montag

5. August 2019


Morgen

{Und} es kam viel Volk in Jerusalem zusammen, um im zweiten Monat das Fest der Ungesäuerten Brote zu halten, eine sehr große Gemeinde. Und sie machten sich auf und entfernten die Altäre, die in Jerusalem waren; und alles, was man zum Räuchern braucht, taten sie weg und warfen es hin an den Bach Kidron. Und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten waren beschämt und heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Hause des HERRN und stellten sich an ihren Platz, wie sich's gebührt nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten es; denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten; darum schlachteten die Leviten das Passa für alle, die nicht rein waren, dass sie dem HERRN geheiligt würden. Denn eine Menge Volk, vor allem von Ephraim, Manasse, Issachar und Sebulon, hatte sich nicht gereinigt und aß das Passa nicht so, wie geschrieben steht. Doch Hiskia betete für sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie nicht die Reinheit haben, die dem Heiligtum gebührt. Und der HERR erhörte Hiskia und vergab dem Volk. So hielten die Israeliten, die in Jerusalem versammelt waren, das Fest der Ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den HERRN alle Tage mit den mächtigen Saitenspielen des HERRN. Und Hiskia redete herzlich zu allen Leviten, die sich gut auf den Dienst des HERRN verstanden hatten. Und sie aßen das Fest über, sieben Tage lang, und opferten Dankopfer und dankten dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
2. Chr 30, 13-22 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

(Jesus sprach zu dem Volk:) Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das Ich geben werde, ist Mein Fleisch - für das Leben der Welt. Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns Sein Fleisch zu essen geben? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt Sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und Ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn Mein Fleisch ist die wahre Speise, und Mein Blut ist der wahre Trank. Wer Mein Fleisch isst und trinkt Mein Blut, der bleibt in Mir und Ich in ihm.
Joh 6, 47-56 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Christus opfert sich mit Seinem Fleische und Seinem Blute für das Leben der Welt. Diese Hingabe Seines Leibes und dies Vergießen Seines Blutes macht Er uns gegenwärtig in Speise und Trank des Sakraments. Wir dürfen »in, mit und unter« dem leiblichen Essen und Trinken das ewige Leben empfangen. Die Väter haben uns belehrt, daß dies Essen und Trinken muß »nicht auf grobe, fleischliche, kapernaitische, sondern auf übernatürliche, unbegreifliche Weise verstanden werden«. (Spieker, [5] S. 102)

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Dienstag

6. August 2019


Morgen

{Und} Jesus fing an und redete abermals in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Und er sandte seine Knechte aus, die Gäste zur Hochzeit zu rufen; doch sie wollten nicht kommen. Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen weg, einer auf seinen Acker, der andere an sein Geschäft. Die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, verhöhnten und töteten sie. Da wurde der König zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert. Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet. Und die Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten zusammen, alle, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal war voll mit Gästen. Da ging der König hinein zum Mahl, sich die Gäste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußerste Finsternis! Da wird sein Heulen und Zähneklappern. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
Matth 22, 1-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Nachdem der Ruf Gottes von den Erstgeladenen verschmäht ward, ergeht die Einladung an solche, die in den Augen der zuerst Geladenen nicht würdig sind, sonder hereingerufen werden von den Straßen der Welt. Aber wer da meint, er könne kommen, wie er ist, ohne sich wandeln zu lassen, der gleicht dem Menschen, der ohne Feierkleidung an der königlichen Tafel Platz nimmt - er verfällt dem Gericht Gottes. (Spieker, [5] S. 288)

Abend (1. Alternative)

Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn. Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht. Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis Er kommt.
[Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.]
1. Kor 11, 20-23a.26 (28) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Geheimnis der Gegenwart des Herrn im heiligen Mahl nötigt, dies Mahl von allem andern irdischen Essen und Trinken zu unterscheiden - das hatte man in der Gemeinde zu Korinth vergessen. Der ganze Ernst des Gerichts steht vor uns auf durch die Gegenwart des Herrn. Der Glaubende empfängt die Frucht Seines Opfers: Vergebung, Leben und Seligkeit; der Selbstsichere und Ungläubige empfängt das Urteil über sich selbst, weil er sich mitschuldig macht am Tode des Herrn. (Spieker, [5] S. 288)

Abend (2. Alternative)

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis Er kommt. Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.
[Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen. Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf dass wir nicht samt der Welt verdammt werden.]
Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf dass ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Alles andere will ich ordnen, wenn ich komme.
1. Kor 11, 26-29 (30-32) 33.34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Mittwoch

7. August 2019


Morgen

Jesus {Er} sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen, als Er merkte, wie sie sich aussuchten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemandem zur Hochzeit geladen bist, so setze dich nicht obenan; denn es könnte einer eingeladen sein, der angesehener ist als du, und dann kommt der, der dich und ihn eingeladen hat, und sagt zu dir: Weiche diesem!, und du müsstest dann beschämt untenan sitzen. Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setz dich untenan, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sagt: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch sitzen. Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden. Er sprach aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade weder deine Freunde noch deine Brüder noch deine Verwandten noch reiche Nachbarn ein, damit sie dich nicht etwa wieder einladen und dir vergolten wird. Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir aber vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
Luk 14, 7-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wer noch nach Ehrenplätzen schielt, weiß nicht von der wahren Vornehmheit, die sich zurückhält. Du weißt nicht, welchen Wert ein anderer vor Gott hat. Darum laß dir genügen an dem Platz, den Gott dir anweist. (Spieker, [5] S. 236)

Abend

[Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr sucht; aus welchem Grund seid ihr hier? Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast. Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm.]
Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, auch ich bin ein Mensch. Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen. Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer. Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer Ihn fürchtet und Recht tut, der ist Ihm angenehm. Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alles.
Apg 10, (21-23) 24-36 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Donnerstag

8. August 2019


Morgen

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist's. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.
1. Kor 10, 16-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Und danach ging Jesus {Er} hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge Mir nach! Und er verließ alles, stand auf und folgte Ihm nach. Und Levi richtete Ihm ein großes Mahl zu in seinem Haus, und viele Zöllner und andre saßen mit Ihm zu Tisch. Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu Seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
1Lk 5, 27-32 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Er hält Tischgemeinschaft mit uns - nicht mit Vollkommenen, sindern mit Sündern. Die ihr Gebrechen und Ungenügen fühlen - die sind geladen. Keiner, der in die Tischgemeinschaft Jesu aufgenommen wird, bleibt unverwandelt. Darum kann Er's wagen, mit Zöllnern und Sündern zu Tisch zu sitzen. (Spieker, [5] S. 190)

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Freitag

9. August 2019


Morgen

Bild{Und} als die Stunde (des Passamahls) kam, setzte Jesus {Er} Sich nieder und die Apostel mit Ihm. Und Er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe Ich leide. Denn Ich sage euch, dass Ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes. Und Er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. Und Er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist Mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu Meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in Meinem Blut, das für euch vergossen wird!
Lk 22, 14-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Nun hatte ja der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum. Denn es war da aufgerichtet das erste Zelt, worin der Leuchter war und der Tisch mit den Schaubroten, und es heißt das Heilige; hinter dem zweiten Vorhang aber war das Zelt, welches das Allerheiligste heißt. Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes. Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenort. Von diesen Dingen ist jetzt nicht im Einzelnen zu reden. Da dies alles so eingerichtet ist, gehen die Priester allezeit in das erste Zelt und richten den Gottesdienst aus. In das zweite aber geht nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opfert für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes. Damit macht der Heilige Geist deutlich, dass der Weg ins Heilige noch nicht offenbart sei, solange das erste Zelt Bestand habe. Das ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen können den, der Gott dient allein mit Speise und Trank und verschiedenen Waschungen. Dies sind irdische Satzungen, die bis zu der Zeit der Besserung auferlegt sind.
Hebr 9, 1-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

MÄRTYRER LAURENTIUS

Freimütiger Anwalt der Armen

Samstag

10. August 2019

Tagesspruch

 

Der Tod Seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN.
Dir will ich Dankopfer bringen und des HERRN Namen anrufen.

Lied

 

Liebe, die du mich zum Bilde (EG 401 1.3.5.7)
Brich den Hungrigen dein Brot (EG 418)


Alttestamentliche Lesung
 
(Der HERR spricht:) Ist nicht das ein Fasten, an dem Ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird Er sagen: Siehe, hier bin Ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest.
Jes 58, 6-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel
 
Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2. Kor 9, 6-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Fra Giovanni Angelico hat auf einem Bilde eine Gruppe von Armen dargestellt, welche Gaben der Kirche empfangen sollen. Sie stehen ehrfürchtig und demütig - nicht gedemütigt! - da, in Bereitschaft, sich beschenken zu lassen. Sie empfangen die Gaben als Gaben eines milden und gütigen Herrn. In Seinem Dienst stehen die Menschen, die solche Gaben verteilen dürfen, und ebenso die, welche sie darbringen. (Spieker [5], S. 347 f.)

Evangelium
 
(Jesus sprach:) Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's bewahren zum ewigen Leben. Wer Mir dienen will, der folge Mir nach; und wo Ich bin, da soll Mein Diener auch sein. Und wer Mir dienen wird, den wird Mein Vater ehren.
Joh 12, 24-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In den Katakomben feierten die Christen das Herrenmahl über dem Märtyrergrab. Das steinerne Troggrab barg die Gebeine des Märtyrers, auf der Deckplatte darüber standen zwischen brennenden Lichtem die heiligen Gaben, mit denen die Gemeinde das unvergängliche Leben ihres Herrn empfing. Erschütternder kann der Gemeinde nicht vor Augen geführt werden, daß sie selber vom Opfer lebt, daß sie gespeist wird vom Opfer ihres Herrn und dem Opfer seiner Nachfolger. Dann wird die feiernde Gemeinde in das Geheimnis der echten Wandlung hineingezogen, deren die Märtyrer in ihrem Tode teilhaftig wurden, wenn am Vorbild der Märtyrer sich die Christusliebe entzündet, welche nur noch dienen und opfern will. (Spieker [5], S. 348)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-09-09
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