Samstag

10. September 2016

 

15. SONNTAG NACH TRINITATIS
Irdische Güter

 

Predigttext

 

1. Petr 5, 5c-11 (II. Reihe)
Mt 6, 25-34 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch

Wochenlied

 

Auf meinen lieben Gott (EG 345)
Wer nur den lieben Gott läßt walten (EG 369)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
{Und er} Jesus hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das gleiche haben ihre Väter den Propheten getan. Aber dagegen: Weh euch Reichen! Denn ihr habt euren Trost schon gehabt. Weh euch, die ihr jetzt satt seid! Denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht! Denn ihr werdet weinen und klagen. Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Denn das gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan.
Luk 6, 20-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Für die Armen, denen der Vater Sein Reich schenkt, wird die Armut zum Gewinn, für die Reichen, denen der irdische Besitz den Blick für die himmlischen Güter raubt, wird der Reichtum zum Fluch. Armut kann zum Hunger nach Lebensbrot werden, Reichtum kann Sattheit bedeuten, die sich der wesentlichen Gabe verschließt. (Spieker [5], S. 254)

Wochenspruch
 
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch
Ps 103,2 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Was ist alles umschlossen von diesem ganz umfassenden Wort: »Alle eure Sorge«! Sorge um Nahrung und Wohnung, um Gesundheit und Leben; Sorge um das Gedeihen der Kinder und um den äußeren und inneren Weg all der Menschen, die wir lieb haben; Sorge nicht zuletzt auch um unsere eigene Seele und ihr Heil. Alle diese Sorge hat Gott auf uns gelegt, und wir können sie nicht abschütteln, wegwerfen, als ob uns das alles nichts anginge. Aber wir dürfen sie »auf Gott werfen«, dürfen sie dort ablegen und liegen lassen, wo sie lagen, ehe sie in unser Herz kamen. Wenn dies alles mit eingeschlossen ist in eine unendliche Liebe, die alles zum rechten Ziel führen will, wenn Er wirklich im Kleinen wie im Großen für uns sorgt, dann dürfen wir unsere Sorgen wirklich ablegen und »nicht sorgen«!
(Spieker [5], S. 250 f.)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
top

Impressum
Haftungsausschluss