Samstag

17. September 2016

 

16. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der starke Trost

 

Predigttext

 

2. Tim 1, 7-10 (II. Reihe)
2. Kön 4, 18-37 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium

Wochenlied

 

O Tod, wo ist Dein Stachel nun (EG 113)
Was mein Gott will (EG 364)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
P. Jordan{Und er} Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft. Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt; und seine Kleider wurden hell und sehr weiß, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann. Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie redeten mit Jesus. Und Petrus fing an und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wußte aber nicht, was er redete; denn sie waren ganz verstört. Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören! Und auf einmal, als sie um sich blickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein. Als sie aber vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus, daß sie niemandem sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn auferstünde von den Toten. Und sie behielten das Wort und befragten sich untereinander: Was ist das, auferstehen von den Toten?
Mark 9, 1-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Nach sechs Tagen« - Tagen schweren Kampfes und Zweifels, nachdem der Herr zu ersten Mal Sein Leiden angekündigt hatte [Mk. 8, 36 ff.] - werden die drei Jünger des innersten Kreises gewürdigt, einen Blick in die Zukunft zu tum: sie dürfen ihren Herrn in Seiner zukünftigen Lichtgestalt schauen. Daß Er zwischen Mose und Elia steht, den Märtyrern der Endzeit [Offb. 11, 3 ff.], bedeutet: auch Sein Weg führt durch das Martyrium hindurch. Aber das Ziel, dem Er entgegengeht. ist die Herrlichkeit. Die himmlische Stimme bezeichnet Ihn als Den, in welchem die Offenbarung Gottes zum Abschluß kommt. (Spieker [5], S. 68)

Wochenspruch
 
Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium 2.Tim 1, 1-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Nachdem der Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen, ist ihm der Baum des Lebens versagt. Alles, was man zum Preis der Erkenntnis sagen kann, hebt den unheimlichen Zusammenhang von Wissen und Sterben nicht auf. Dem Tode ist große Macht gegeben, nicht nur leiblich schrecklich zu zerstören, edles Menschentum jählings zu vernichten, die Liebenden schmerzhaft voneinander zu reißen, sondern mehr noch die Herzen mit Angst zu erfüllen und die armen Sterblichen durch Todesfurcht schwach, erbärmlich und böse zu machen. Diese Macht hat Christus dem Tode genommen, indem Er selbst den Tod auf sich nahm und uns durch den Tod »hindurchreißt« in das wahre und unvergängliche Leben, das Er »ans Licht gebracht«, das heißt als einen wirklichen und gangbaren Weg erschlossen hat. Wo die Erkenntniskraft von der Versuchung zum Frevel der Hoffart geheilt und durch die Kraft der Demut und der Liebe gewandelt ist, da ist der Tod als der Fürst aller Schrecken durch den »Herzog« unseres Lebens entthront und entmächtigt.
(Spieker [5], S. 255)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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