Mittwoch

21. September 2016

 

17. SONNTAG NACH TRINITATIS
EVANGELIST MATTHÄUS

Sieghafter Glaube

 

Predigttext

 

1. Kor 12, 27-31a (II. Reihe)
Hes 3,4-6 (7-9) 10-11 (Rev. II)

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Mir nach, spricht Christus, unser Held (EG 385, 1.2.5.6)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Alttestamentliche Lesung
 
Die den Herrn fürchten, glauben seinem Wort; und die ihn liebhaben, bleiben auf seinen Wegen. Die den Herrn fürchten, tun, was ihm gefällt; und die ihn liebhaben, freuen sich an seinem Gesetz. Die den Herrn fürchten, machen ihr Herz bereit und demütigen sich vor ihm und sagen: Wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen als in die Hände der Menschen; denn seine Barmherzigkeit ist ja so groß, wie er selber ist.
Sir 2,18-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alternative Alttestamentliche Lesung
 
{Und er} Gott sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte. Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das unbekannte Worte und eine fremde Sprache hat, sondern zum Hause Israel, nicht zu vielen Völkern, die unbekannte Worte und eine fremde Sprache haben, deren Worte du nicht verstehen könntest. Und wenn ich dich zu solchen sendete, würden sie dich gern hören. Aber das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich nicht hören; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen. Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht und deine Stirn so hart wie ihre Stirn. Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren! Und geh hin zu den Weggeführten deines Volks und verkündige ihnen und sprich zu ihnen: »So spricht Gott der HERR!«, sie hören oder lassen es.
Hes 3, 4-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel
 
Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? Strebt aber nach den größeren Gaben!
1.Kor 12, 27-31a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zu dem Geheimnis der Kirche gehört die Einheit in der Mannigfaltigkeit. Es mag sein, daß die »Welt« nur eine Einheit errreichen kann auf dem Wege, daß sie alles unter eine Form prägt und einförmig macht. In der Kirche Christi ist es anders. Der e i n e Geist, der sie erfüllt, bringt eine Vielheit von Gaben mit sich. Ja, gerade die Vielheit der Gaben ist der deutlichste Beweis für die Kraft und Gewalt des e i n e n Geistes. (Spieker [5], S. 351)

Evangelium
 
{Und} als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.
Matth 9, 9-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Erst da, wo die Sünde von Christus aufgedeckt wird, bricht der Hunger nach dem Heil auf. Christus aber, vor dem alle unsere Sünde ins Licht tritt, stößt uns nicht von sich. Er setzt sich zu den Sündern und isset mit ihnen, Er macht sich mit ihnen gemein, ja Er wird selber zur Sünde für sie. Er fordert nicht nur unsere Hingabe, sondern Er gibt sich selber für uns. Seine Hingabe geht unserer Hingabe voraus und wird für uns zur Kraft eines neuen Lebens. (Spieker [5], S. 351 f.)

Abend
 
Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot. Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen mißhandelt werden, als eine Zeitlang den Genuß der Sünde haben, und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre. Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken. Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben Tage um sie herumgezogen war. Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter freundlich aufgenommen hatte.
Hebr 11, 23-31 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Nur wer wie Mose der göttlichen Welt gewiß ist, vermag irdische Schätze und Ehren auszuschlagen und mit dem Volk Gottes durch die Wüste zu wandern; nur wer bereit ist, an der "Schmach Christi" mitzutragen, darf Anteil an der himmlischen Herrlichkeit erhoffen. Alle die wunderbaren Geschehnisse: Passa und Durchzug durchs Meer, der Fall der Mauern Jerichos und die Errettung der Dirne Rahab - sie weisen hinaus in ferne Zeiten des Heils, die vor den Augen der Väter verborgen waren. (Spieker [5], S. 315)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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