Dienstag

26. September 2017

 

15. SONNTAG NACH TRINITATIS
Irdische Güter

 

Predigttext

 

1, Mose 2, 3b-9 (10-14) 15 (III. Reihe)
1. Petr 5, 5b-11 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch

Wochenlied

 

Auf meinen lieben Gott (EG 345)
Wer nur den lieben Gott läßt walten (EG 369)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
[Wenn jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesus Christus und bei der Lehre, die der Frömmigkeit gemäß ist, der ist aufgeblasen und weiß nichts, sondern ist süchtig nach Fragen und Wortgefechten. Daraus entspringen Neid, Hader, Lästerung, böser Argwohn, Schulgezänk solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die meinen, Frömmigkeit diene dem Gewinn.]
Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. Aber du, Mensch Gottes, fliehe das!
1. Tim 6, (3-5) 6-11a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Es ist eine der gefährlichsten Versuchungen des Teufels, daß er uns in Nahrung, Kleidung und Geld mehr erblicken läßt als Mittel, unser Leben zu fristen. Der »Mensch Gottes«, der das wahre Ziel im Auge behält, sieht die Grenze, bis wohin ihm diese Güter dienlich sind zum geistlichen Kampf, und trachtet nach einem Leben in Glauben, Gerechtigkeit und Liebe. (Spieker [5], S. 253)
 
Abend
 
{Er} Jesus sprach {aber auch} zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. Da sprach der Verwalter bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Der sprach: Hundert Fass Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. Danach sprach er zu dem zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der sprach: Hundert Sack Weizen. Er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
Luk 16, 1-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Herr - das ist Jesus! - lobt diesen gewissenlosen Verwalter wegen seiner Klugheit und stellt diese Seite an dem schlauen Fuchs heraus als Vorbild für die Jünger: Wenn doch die »Kinder des Lichtes«, die Jünger, die sich dem himmlischen Richter verantwortlich wissen, ebenso schnell im Erfassen der Lage, ebenso umsichtig und vorausblickend in ihrem Handeln wären, wenn es sich um die Angelegenheiten des Reiches Gottes und das Heil ihrer Seelen handelt! (Spieker [5], S. 225)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-08-25
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