Sonntag

3. September 2017

 

12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung

 

Predigttext

 

Jes 29, 17-24 (III. Reihe)
Apg. 3, 1-10 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen

Wochenlied

 

Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Jesus {Und er} ging hinab nach Kapernaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie am Sabbat. Und sie waren bestürzt über seine Lehre; denn seine Rede war gewaltig. Und es war ein Mensch in der Synagoge, besessen von einem Dämon, einem unreinen Geist, und der schrie laut: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Dämon warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. Und es kam eine Furcht über sie alle, und sie redeten miteinander und sprachen: Was ist das für ein Wort? Er gebietet mit Vollmacht und Gewalt den unreinen Geistern, und sie fahren aus. Und die Kunde von ihm erscholl in alle Orte des umliegenden Landes.
Luk 4, 31-37 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
Wohlan, es ist noch eine kleine Weile, so soll der Libanon fruchtbares Land werden, und was jetzt fruchtbares Land ist, soll wie ein Wald werden. Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen; und die Elenden werden wieder Freude haben am HERRN, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels. Denn es wird ein Ende haben mit den Tyrannen und mit den Spöttern aus sein, und es werden vertilgt werden alle, die darauf aus sind, Unheil anzurichten, welche die Leute schuldig sprechen vor Gericht und stellen dem nach, der sie zurechtweist im Tor, und beugen durch Lügen das Recht des Unschuldigen. Darum spricht der HERR, der Abraham erlöst hat, zum Hause Jakob: Jakob soll nicht mehr beschämt dastehen, und sein Antlitz soll nicht mehr erblassen. Denn wenn sie sehen werden die Werke meiner Hände - ihre Kinder - in ihrer Mitte, werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten. Und die, welche irren in ihrem Geist, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen.
Jes 29, 17-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gottes Volk hat in der Welt viel zu leiden. Mehr noch als körperliche Gebrechen bedrücken die Nöte, die von Gewalthabern und Verführern dieser Welt den Kindern Gottes bereitet werden. Alles Leid der Seinen wird Gott zu Seiner Zeit in Freude wandeln. Seine Heilstat in der Vergangenheit - Abraham, Christus - verbürgt uns Wunder seiner Gnade auch für die Zukunft. (Spieker [5], S. 239)
 
Epistel
 
P. JordanSaulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, dass er Anhänger dieses Weges, Männer und Frauen, wenn er sie fände, gefesselt nach Jerusalem führe. Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
[Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias; dem erschien der Herr und sprach: Hananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, die die Gerade heißt, und frage in dem Haus des Judas nach einem Mann mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen mit Namen Hananias, der zu ihm hereinkam und ihm die Hände auflegte, dass er wieder sehend werde. Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Mann, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat; und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle gefangen zu nehmen, die deinen Namen anrufen. Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen. Und Hananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest. Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich. Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser Gottes Sohn sei.]
Apg 9, 1-9 (10-20) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Verfolger ist in Wirklichkeit der Verfolgte. Seit dem Zeugentode des Stephanus kann er der Gewalt Dessen nicht mehr entrinnen, welchem verheißen ist: "Er soll die Starken zum Raube haben, darum daß seine Seele gearbeitet hat." Jetzt erweist sich der Gekreuzigte als der Sieger: in der Lichtgestalt (Doxa) des Auferstandenen durchbricht Er den irdischen Raum, umleuchtet mit Seiner Klarheit den Verfolger und wirft ihn zu Boden. (Spieker [5], S. 333)

Evangelium
 
P. JordanUnd als Jesus {er} wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege. Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. Und er gebot ihnen, sie sollten's niemandem sagen. Je mehr er's ihnen aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.
P. SinkwitzMark 7, 31-37 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Hier auf Erden, wo gekämpft und gelitten wird, kommt Gott zu uns, hier nimmt Er teil an unsrer Not - das verkündet uns die enge leibliche Berührung, in die Christus mit diesem Taubstummen tritt. Er heilt durch die Macht Seines Wortes, durchbricht die Schranke, welche den Kranken trennt von der Welt der Gesunden. Er öffnet ihm die Welt himmlischen Trostes und göttlicher Offenbarung und löst das Band seiner Zunge. Auch mit dieser Heilung wird ein Zeichen aufgerichtet, daß die furchtbaren Zerstörungen, welche Abfall und Sünde in dieser Welt angerichtet haben, aufgehoben sind und alles wieder werden soll wie zu Anfang, da Gott die Welt gut geschaffen hat. (Spieker [5], S. 239)

Abend
 
P. JordanZu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben. Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr. Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, kam des HERRN Wort zu ihm: Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen - am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des HERRN gehen -, und ich will fünfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und diese Stadt erretten vor dem König von Assyrien und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und als sie das brachten, legten sie es auf das Geschwür, und er wurde gesund.
2. Kön 20, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wie wichtig, wenn auch heute noch ein Bote Gottes mit Warnung und Mahnung an ein Krankenlager tritt. Da ist die Möglichkeit gegeben, daß die Krankheit den Dienst tut, zu dem sie gesandt ist: den Menschen in die Beugung vor Gott und in die alleinige Ausrichtung auf Seine gnädige Hilfe zu treiben. (Spieker [5], S. 240)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-06-30
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