Montag

4. September 2017

 

12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung

 

Predigttext

 

Jes 29, 17-24 (III. Reihe)
Apg. 3, 1-10 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen

Wochenlied

 

Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
{Und} als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er aber ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich das tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, Herr. Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Seht zu, dass es niemand erfahre! Aber sie gingen hinaus und verbreiteten die Kunde von ihm in diesem ganzen Lande. Als diese nun hinausgingen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Da der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisäer sprachen: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Matth 9, 27-34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Er heilt die beiden Blinden »an der Schwelle des Himmelreiches« und den dämonischen Stummen »an der Pforte der Hölle«: den Blinden war bereits das innere Auge geöffnet für seine Herrlichkeit, während der stumme in dämonischer Besessenheit bereits den Mächten der Zerstörung anheimgefallen war. Durch die gleichen Geschehnisse lassen sich die einen zum Glauben führen und die innerlich widerstrebenden immer tiefer in Blindheit und Verstockung hineintreiben. (Spieker [5], S. 241)

Abend
 
{Und} Jesus kam abermals nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen war, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn der war todkrank. Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Der königliche Beamte sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und während er noch hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: Dein Kind lebt. Da fragte er sie nach der Stunde, in der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, dass es zu der Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
Joh 4, 46-54 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Groß und gebieterisch steht Christi Herrschermacht über der Erdennot, Er rettet vom Tode und erhält am Leben allein durch sein allmächtiges Wort. Er hat die Vollmacht, dem betrübten Vater zu sagen: »Geh hin, dein Sohn lebt.« Der Vater traut dieser Verheißung und darf ihre Erfüllung schauen. Weil der Glaube dieses Mannes sich nicht auf »Zeichen und Wunder« gründet, sondern allein auf Christi tröstliches Wort, darum ist er echt und wirkt fortzeugend, so daß auch sein ganzes Haus zum Glauben kommt. (Spieker [5], S. 293)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-06-30
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