Montag

17. Oktober 2016

 

21. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die geistliche Waffenrüstung

 

Predigttext

 

Eph 6, 10-17 (II. Reihe)
Mt 5, 38-48 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Wochenlied

 

Ach Gott, vom Himmel sieh darein (EG 273)
Zieh an die Macht, du Arm des Herrn (EG 377)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln«. Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Röm 12, 17-21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Schwerste im Christenstand: das Böse mit Gutem überwinden! Das ist dem natürlichen Menschen kaum möglich; indem er dem Rachebedürfnis Raum gibt, wird er schon von der Macht des Bösen überwunden. Deshalb redet der Apostel uns an als »von Gott Geliebte«; aus der Kraft dieser Liebe zu handeln und, statt uns zu rächen, dem Zorn Gottes Raum zu lassen, - ist die Aufgabe des Christen, der sich als Gottes Beauftragter weiß. (Spieker [5], S. 53)
 
Abend
 
Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger die Satzungen der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen? Denn Gott hat geboten: »Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.« Aber ihr lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht, der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Satzungen willen. Ihr Heuchler, wie fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: »Dies Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.« Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu und begreift's: Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein. Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.
Matth 15, 1-11a.18-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Kirchliche Sitte, fromme Überlieferung können Mittel sein, um dem göttlichen Gebot zur Beachtung im täglichen Leben zu verhelfen. Sie können zum Deckmantel werden, hinter dem sich frommer Schein und menschliche Selbstsucht verbergen. An dem Beispiel des Grundgebots von dem Pflichten der Kinder gegen die Eltern macht Jesus deutlich, daß das Gebot Gottes allen Menschengeboten vorangeht und daß es gilt, ihm mit neuen Ernst Gehorsam zu leisten. (zu V. 1-9)
Nicht die kultische Reinheit der Hände entscheidet über den Menschen, sondern einzig die Reinheit des Herzens, jene innere Lauterkeit, mit welcher ein Mensch sich unverstellt dahingibt in den Willen Gottes. Gütige und hilfreiche Worte, lautere und segensreiche Gedanken gehn hervor aus einem geheiligten Denken, einem erneuerten Herzen. Deshalb bitten wir: »Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, gewissen Geist.« (zu V. 10-20) (Spieker [5], S. 261)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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