Dienstag

25. Oktober 2016

 

22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld

 

Predigttext

 

Phil 3, 17 (18-19) 20-21 (II. Reihe)
Röm 13, 1-7 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte.

Wochenlied

 

Herr Jesu, Gnadensonne (EG 404)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
So sprach der HERR: Geh hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Töpfer und nimm mit etliche von den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester und geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Scherbentor liegt, und predige dort die Worte, die ich dir sage, und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr Könige von Juda und ihr Bürger Jerusalems! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solches Unheil über diese Stätte bringen, daß jedem, der es hören wird, die Ohren gellen sollen, weil sie mich verlassen und diese Stätte einem fremden Gott gegeben und dort andern Göttern geopfert haben, die weder sie noch ihre Väter noch die Könige von Juda kannten, und weil sie die Stätte voll unschuldigen Blutes gemacht. Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Männer, die mit dir gegangen sind, und zu ihnen sagen: So spricht der HERR Zebaoth: Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, daß es nicht wieder ganz werden kann, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. Und man wird im Tofet begraben, weil sonst kein Raum dafür da sein wird. So will ich's mit dieser Stätte und ihren Bewohnern machen, spricht der HERR, daß diese Stadt wie das Tofet werden soll. Und die Häuser Jerusalems und die Häuser der Könige von Juda sollen ebenso unrein werden wie die Stätte Tofet, alle Häuser, wo sie auf den Dächern dem ganzen Heer des Himmels geopfert und andern Göttern Trankopfer dargebracht haben.
Jer 19, 1-4.10-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Das Gebet Manasses, des Königs von Juda, als er in Babel gefangen war. Herr, Allmächtiger, Gott unsrer Väter, Abrahams, Isaaks und Jakobs, und ihrer gerechten Nachkommen, der du Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, gemacht hast und hast das Meer gebunden durch dein Gebot und hast die Tiefe verschlossen und versiegelt durch deinen furchterregenden und herrlichen Namen, daß jedermann vor dir erschrecken und sich vor deiner großen Macht fürchten muß! Denn nicht zu ertragen ist dein Zorn, mit dem du die Sünder bedrohst. Aber die Barmherzigkeit, die du verheißt, ist unermeßlich und unausforschlich. Denn du bist der Herr, der Allerhöchste über dem ganzen Erdkreis, von großer Geduld und sehr gnädig, und du bestrafst die Menschen nicht gern. Du, Herr, hast nach deiner großen Güte Buße zur Vergebung der Sünden verheißen. Nun aber beuge ich die Knie meines Herzens und bitte dich, Herr, um Gnade. Ach Herr, ich habe gesündigt, ja, ich habe gesündigt und erkenne meine Missetat. Ich bitte und flehe: Vergib mir, Herr, vergib mir! Laß mich nicht in meinen Sünden verderben und laß die Strafe nicht auf mir bleiben; sondern du wollest mir Unwürdigem helfen nach deiner großen Barmherzigkeit; so will ich mein Leben lang dich loben. Denn dich lobt das ganze Himmelsheer, ja, dich soll man preisen immer und ewig. Amen.
Man 1-7.11-16 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
oder
 
{Und} um das Abendopfer faßte ich mich und stand auf in meinem zerrissenen Kleid und Mantel, fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott, und sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel. Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis auf diesen Tag, und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Könige und Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert, ins Gefängnis, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist. Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade vor dem HERRN, unserm Gott, geschehen, daß er uns noch Errettete übriggelassen und uns einen festen Halt an seiner heiligen Stätte gegeben hat, um unsere Augen aufleuchten und uns ein wenig aufleben zu lassen in unserer Knechtschaft. Denn wir sind Knechte, aber unser Gott hat uns nicht verlassen in unserer Knechtschaft und hat uns die Gunst der Könige von Persien zugewandt, daß er uns wieder aufleben läßt, um das Haus unseres Gottes aufzubauen und es aus seinen Trümmern wieder aufzurichten, damit er uns ein Bollwerk in Juda und Jerusalem gebe. Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer bösen Werke und großen Schuld willen - und du, unser Gott, hast unsere Missetat nicht bestraft, wie wir's verdient hätten, und hast uns diese Schar von Erretteten gegeben -, sollten wir wiederum deine Gebote übertreten, daß wir uns vermischten mit den Völkern, die diese Greuel tun? Wirst du nicht über uns zürnen, bis es ganz aus ist, so daß es weder einen Rest noch Entronnene gibt? HERR, Gott Israels, du bist getreu; denn wir sind übriggeblieben als Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir in unserer Schuld; darum können wir nicht bestehen vor deinem Angesicht.
Esra 9, 5-9.13-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Esra erkennt mit Schrecken: wir sind ja immer noch in der Schuld Gottes wie unsre Väter. Aber solange Er uns noch »eine Rast an Seiner heiligen Stätte« läßt, sind wir nicht aus Seiner Gnade gefallen. Diese Gnade ist's, die stärker als alle Strafen uns in die Umkehr und zur Erneuerung treibt. (Spieker [5], S. 298)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
top

Impressum
Haftungsausschluss