Samstag

8. Oktober 2016

 

19. SONNTAG NACH TRINITATIS
Heilung an Leib und Seele

 

Predigttext

 

Eph 4, 22-32 (II. Reihe)
2. Mose 34, 4-10 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Wochenlied

 

Wohl denen, die da wandeln (EG 295)


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Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
{Und} es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm könne geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher. Als aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen. Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte. Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk. Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. - Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern.
Apg 14, 8-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wochenspruch
 
Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.
Jer 17, 14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Es ist selbstverständlich, daß der, der um Hilfe ruft, in Wahrheit will, daß ihm geholfen werde, oder daß der Leidende auch wirklich Heillung verlangt. Es ist aber nicht selbstverständlich, daß dem, der gemäß seinem eigenen Wunsch eine Hilfe empfängt, damit wirklich geholfen ist, oder der, dessen Leiden »kuriert« wurde, in Wahrheit geheilt ist. Denn wie dürfen wir sagen, wir seien geheilt, solange das Übel nicht in seiner Wurzel erkannt, unsere Krankheit nicht in eben dem Herde, von dem aus sie sich in dem ganzen Bereich des Lebens ausbreitet, durch heilende Kräfte überwunden ist? Eben dies aber ist Gottes Werk, wenn Er als Arzt sich unserer Krankheit annimmt: Er läßt sich nicht durch unsere törichten Klagen und Bitten dazu erweichen, an Symptomen zu bessern, sondern Er bringt uns zurück aus der verkehrten Richtung unseres Weges und »sucht« uns, die von Gott Entlaufenen, »heim«, Darum heißt es, daß dem wirklich geholfen ist, der sich von Gott helfen läßt, und daß der, der sich in die Hände des göttlichen Arztes begibt, in Wahrheit geheilt wird.
(Spieker [5], S. 282 f.)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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