Sonntag

12. November 2017

 

DRITTLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
Mitten unter uns

 

Predigttext

 

Lk 11, 14-23 (III. Reihe)
Lk 6, 27-38 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils

Wochenlied

 

Wir warten dein, o Gottes Sohn (EG 152)
Mitten wir im Leben sind (EG 518)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

{Und} als Jesus {er} aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Hier wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und als er auf dem Ölberg saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles vollendet werden soll? Jesus fing an und sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin's, und werden viele verführen. Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so erschreckt nicht: Es muss geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; es werden Erdbeben geschehen hier und dort, es werden Hungersnöte sein: Das ist der Anfang der Wehen.
Mk 13, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Verführung, Krieg und Schrecken, Verfolgung, Zwiespalt und Haß - durch alles muß die Gemeinde hindurch, wenn sie ihrem Herrn entgegengeht. In dieser ständigen Bedrohtheit sollen die Jünger acht haben auf sich selber, damit sie der Stunde gewachsen sind, in der sie gefordert werden. Auch das »résistez« der Hugenotten war nur möglich in der Kraft des heilligen Geistes. (Spieker [5], S. 9)

Alttestamentliche Lesung

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann: so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut.
Hiob 14, 1-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel

{Denn} unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.
Röm 14, 7-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Dahin zielte Christi Tod und Auferstehen, daß Er der Herr sei über Lebende und Tote. Darum ist das mein »einziger Trost im Leben und im Sterben, daß ich mit Leib und Seele nicht mein, sondern meines getreuen Heilandes Jesu Christi eigen bin« (Heidelberger Katechismus). (Spieker [5], S. 35)

Evangelium

Als Jesus {er aber} von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.
[Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. Und wie es geschah in den Tagen Noahs, so wird's auch sein in den Tagen des Menschensohns: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um. Ebenso, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird's auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.]
Lk 17, 20-24 (25-30) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Heimliche Gegenwart und plötzliches Hervorbrechen des göttlichen Reiches wehrt aller Berechnung und aller menschlichen Sicherheit. Christus ist jetzt schon mitten unter uns und kann jeden Augenblick aus Seiner Verborgenheit heraustreten. Er kommt plötzlich wie der Blitz, der aus dunklen Wolken flammt und das Land darunter taghell erleuchtet. (Spieker [5], S. 9)

Abend

Seht zu, Brüder und Schwestern, dass niemand unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe und abfalle von dem lebendigen Gott; sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die erste Gewissheit bis zum Ende festhalten, solange es heißt: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah.« Denn als sie das hörten, wurden einige verbittert, aber nicht alle, die von Ägypten auszogen unter Mose. Und wem zürnte Gott vierzig Jahre lang? Waren's nicht die, die sündigten und deren Leiber in der Wüste zerfielen? Wem aber schwor er, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht den Ungehorsamen? Und wir sehen, dass sie nicht hineinkommen konnten wegen des Unglaubens. So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, dass wir in seine Ruhe eingehen.
Hebr 3, 12 - 4, 1 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das göttliche Wort fordert dich in dem Augenblick, in dem du es hörst. Du kannst es nicht auf morgen vertagen noch dich damit beruhigen, daß du es gestern gehört oder gelesen hast. In dem »Jetzt« und »Hier« entscheidet sich dein Leben, in dem »Heute« gewinnst oder verlierst du die göttliche Verheißung. (Spieker [5], S. 79)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-08-25
top

Impressum
Haftungsausschluss