Mittwoch

2. November 2016

 

23. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Kirche in der Welt

 

Predigttext

 

Phil 3, 17 (18-19) 20-21 (II. Reihe)
Röm 13, 1-7 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Dem König aller Könige und Herrn aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, dem sei Ehre und ewige Macht.

Wochenlied

 

In dich hab ich gehoffet, Herr (EG 275)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Es begab sich zur Zeit des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda, da zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, herauf nach Jerusalem, um es zu bekämpfen; sie konnten es aber nicht erobern. Da wurde dem Hause David angesagt: Die Aramäer haben sich gelagert in Ephraim. Da bebte ihm das Herz und das Herz seines Volks, wie die Bäume im Walde beben vom Winde. Aber der HERR sprach zu Jesaja: Geh hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, an der Straße beim Acker des Walkers, und sprich zu ihm: Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen beiden Brandscheiten, die nur noch rauchen, vor dem Zorn Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas. Weil die Aramäer gegen dich Böses ersonnen haben samt Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen: »Wir wollen hinaufziehen nach Juda und es erschrecken und für uns erobern und zum König darin machen den Sohn Tabeals«, - so spricht Gott der HERR: Es soll nicht geschehen und nicht so gehen, sondern wie Damaskus das Haupt ist von Aram, so soll Rezin nur das Haupt von Damaskus sein - und in fünfundsechzig Jahren soll es mit Ephraim aus sein, daß sie nicht mehr ein Volk seien -; und wie Samaria das Haupt ist von Ephraim, so soll der Sohn Remaljas nur das Haupt von Samaria sein. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.
Jes 7, 1-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Rat des Propheten "hüte dich und bleibe still" fordert den Verzicht auf alle noch so klugen Pläne des Königs. Gedacht ist an die hernach von ihm vollzogene Unterwerfung unter den König von Assur, von dem er sich die Rettung aus der augenblicklichen Notlage erhofft (vgl. 2.Kön. 16, 7). In Wahrheit fällt er Gott in den Arm, bei dem die Entscheidung schon gefallen ist: die beiden Angeifer sind nur noch "rauchende Brandscheite", die am Verlöschen sind. Freilich, der Prophet fordert eine Politik "aus Glauben", als "Volk des Glaubens" ist Israel angetreten. (Spieker [5], S. 64)
 
Abend
 
Und es begab sich an einem der Tage, daß er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Laßt uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab. Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See, und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr. Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich, und es entstand eine Stille. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er, und sie sind ihm gehorsam.
Luk 8, 22-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wir sind im Schiff der Kirche ebenso wenig vor Stürmen sicher wie die Jünger, die Christus bei sich im Boot haben. Aber Christus schläft! In dieser Nußschale von Boot schläft Er wie in einer Wiege, das tobende Meer ist für Ihn Gottes geöffnete Hand. Er lebt aus dem Glauben. Wenn unser Glaube nicht größer wäre als ein Senfkorn, so würden wir in aller Not der Kirche zu Ihm rufen. Und wenn Er uns auch strafen müßte wegen unsres Kleinglaubens. würden wir doch erfahren, daß Er sich erheben kann zu göttlicher Majestät und Ihm auch heute "Wind und Meer" gehorsam sind. (Spieker, [5] S. 58)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-10-02
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