Sonntag

20. November 2016

 

EWIGKEITSSONNTAG
Die ewige Stadt

 

Predigttext

 

Offb 21, 1-7 (II. Reihe)
Mk 13, 28-37 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Laßt eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen

Wochenlied

 

Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Vorabend Alternative Lesung   Alttestamentliche Lesung   Evangelium

Gedenktag der Entschlafenen (Totensonntag)

(auch im Wechsel zwischen Morgen und Abend)

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

Lobt den Herrn, all ihr seine Auserwählten, haltet Freudentage und preist ihn! Jerusalem, du Gottesstadt, Gott hat dich gezüchtigt um deiner Werke willen; aber er wird sich über dich wieder erbarmen. Danke dem Herrn für dein Glück und preise den ewigen Gott; so wird er seine Hütte in dir wieder bauen und alle deine Gefangenen zurückrufen, daß du dich ewig freuen kannst. Du wirst in hellem Glanze leuchten, und an allen Enden der Erde wird man dich ehren. Aus fernen Ländern werden die Völker zu dir kommen; sie werden Geschenke bringen und in deiner Mitte den Herrn anbeten, und dein Land werden sie heilig halten; den großen Namen des Herrn werden sie in dir anrufen. Verflucht werden alle sein, die dich verachten; verdammt werden alle sein, die dich lästern; gesegnet werden alle sein, die dich bauen. Du aber wirst dich freuen über deine Kinder; denn sie werden alle gesegnet und versammelt werden zum Herrn. Wohl allen, die dich lieben und sich über dein Heil freuen! Lobe den Herrn, meine Seele! Denn er wird seine Stadt Jerusalem erlösen. Wohl mir, wenn auch nur meine letzten Nachkommen die Herrlichkeit Jerusalems sehen werden! Die Tore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd gebaut werden und aus Edelsteinen ringsum all seine Mauern. Mit weißem und reinem Marmor werden alle seine Gassen gepflastert werden, und auf allen seinen Straßen wird man Halleluja singen. Gelobt sei der Herr, der seine Stadt wieder gebaut hat, und er herrsche über sie in Ewigkeit! Amen. Hier endet der Lobgesang des Tobias.
Tob 13, 9-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wenn am Abend der Welt der Herr sich Seines Volkes erbarmen wird, dann wird Er in seiner Mitte wohnen. Seine Herrlichkeit wird ausstrahlen auf alle, die in die Stadt Gottes eingehn, und Er wird sich verherrlichen an Seinen Kindern. Ja, von den Baustoffen der irdischen Welt werden die edelsten zum Aufbau der ewigen Gottesstadt dienen. (Spieker [5], S. 329)

Vorabend Alt.

Und es geschah des HERRN Wort: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Zion mit großem Eifer und eifere um seinetwillen in großem Zorn. So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg. So spricht der HERR Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen. So spricht der HERR Zebaoth: Erscheint dies auch unmöglich in den Augen derer, die in dieser Zeit übriggeblieben sind von diesem Volk, sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen Augen? spricht der HERR Zebaoth. So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, daß sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.
Sach 8, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
[Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.]
Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen. Und es soll geschehen: ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muß Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.
Jes 65, 17-19 (20-22) 23-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Schon der Prophet des Alten Bundes hat das Wort vom neuen Himmel und der neuen Erde gehört als eine Verheißung der Wiederkehr des Paradieses, wo alle Geschöpfe in Frieden beieinander wohnen. Aber erst der Seher des Neuen Bundes schaut das Wunder der neuen Schöpfung verwirklicht, denn er weiß um die Kraft der Auferstehung Christi, von der aus die ganze Welt erneuert wird, er weiß um das Wunder der Gotteskindschaft, mit der die gefallene Menschheit begnadet wird. (Spieker [5], S. 327)

Epistel

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.
Offb 21, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die neue Schöpfung, die angefangen hat mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten, schaut der Seher vollendet im neuen Himmel und der neuen Erde. Die heilige Stadt Jerusalem ist der Ort göttlicher Gegenwart und vollkommener Gottesgemeinschaft, die keine Träne und kein Leid mehr trübt. Die Sünde, die trennend zwischen Gott und den Menschen stand, ist abgetan, Damit hat der Tod sein Recht und seine Gewalt verloren. (Spieker [5], S. 316)

Evangelium

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wißt weder Tag noch Stunde.
Matth 25, 1-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Gleichnis von der Bereitschaft: in der Stunde der Ankunft des Bräutigams wird offenbar, wer sich bereitet hat und wer nicht. Mitten durch die Schar der zehn Jungfrauen läuft der Trennungsschnitt - so wird er auch mitten durch die Gemeinde gehn. Darum gilt es, zu leben auf den "Tag" hin und auf die "Stunde", die uns verborgen sind. Nur wer sich täglich bereitet mit Wachen und Beten, wird mit dem himmlischen Bräutigam eingehn zum Freudenmahl. (Spieker [5], S. 327)
 


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-10-02
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