Sonntag

26. November 2017

 

EWIGKEITSSONNTAG
Die ewige Stadt

 

Predigttext

 

Lk 12, 4248 (III. Reihe)
Mt 25, 1-13 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen

Wochenlied

 

Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Vorabend Alternative Lesung   Alttestamentliche Lesung   Evangelium

Gedenktag der Entschlafenen (Totensonntag)

(auch im Wechsel zwischen Morgen und Abend)

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

Erhebt ihn vor allem Lebendigen, denn er ist unser Herr und er ist unser Gott; er ist unser Vater und er ist Gott in alle Ewigkeit! Er wird euch züchtigen wegen eurer ungerechten Taten und wird sich euer aller erbarmen unter allen Völkern, unter die ihr zerstreut worden seid. Wenn ihr zu ihm zurückkehrt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, um vor ihm in der Wahrheit zu wandeln, dann wird auch er zu euch zurückkehren und sein Angesicht nicht mehr vor euch verbergen. So erkennt, was er an euch getan hat, und dankt ihm aus vollem Munde. Ja, preist den Herrn der Gerechtigkeit und erhebt den König der Ewigkeiten! Und dein Zelt, Jerusalem, wird mit Freuden wieder erbaut werden. Und der Herr erfreue alle deine Gefangenen und erweise Liebe allen deinen Elenden für alle Geschlechter auf ewig. Ein helles Licht wird leuchten bis an die Grenzen der Erde. Viele Völker werden von Ferne zu dir kommen, die Bewohner von allen Enden der Erde zu deinem heiligen Namen, und ihre Geschenke werden sie in den Händen halten für den König des Himmels. Die fernsten Geschlechter werden in dir Jubellieder singen und der Name der auserwählten Stadt bleibe auf ewig! Verflucht seien alle, die ein hartes Wort sagen; verflucht seien alle, die dich zerstören und deine Mauern stürzen, die deine Türme einreißen und deine Häuser niederbrennen; aber gesegnet seien alle, die dich fürchten, in Ewigkeit. Dann mache dich auf, Jerusalem, und juble über die Söhne der Gerechten, denn sie werden alle versammelt werden und den Herrn der Ewigkeit preisen. Selig sind, die dich lieben, und selig, die sich über deinen Frieden freuen! Und selig seien alle Menschen, die über dich und alle deine Züchtigungen betrübt sind, denn in dir werden sie sich freuen und alle deine Freude sehen in Ewigkeit. Lobe den Herrn, meine Seele, den großen König! Denn Jerusalem wird erbaut werden, ja, Gottes Haus in alle Ewigkeit! Selig werde ich sein, wenn meine Nachkommen deine Herrlichkeit sehen und dem König des Himmels danken! Deine Tore, Jerusalem, werden von Saphir und von Smaragd erbaut werden und von Edelsteinen all deine Mauern. Die Türme Jerusalems werden mit Gold erbaut werden, ja, ihre Zinnen mit reinem Gold! Die Plätze Jerusalems werden mit Rubin gepflastert werden und mit Ofirstein. Und die Tore Jerusalems werden Jubellieder singen und alle Häuser werden rufen: »Halleluja. Gepriesen sei der Gott Israels.« Ja, die Gesegneten werden den heiligen Namen preisen bis in alle Ewigkeit!
Tob 13, 4b-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wenn am Abend der Welt der Herr sich Seines Volkes erbarmen wird, dann wird Er in seiner Mitte wohnen. Seine Herrlichkeit wird ausstrahlen auf alle, die in die Stadt Gottes eingehn, und Er wird sich verherrlichen an Seinen Kindern. Ja, von den Baustoffen der irdischen Welt werden die edelsten zum Aufbau der ewigen Gottesstadt dienen. (Spieker [5], S. 329)

Vorabend Alt.

Und es geschah das Wort des HERRN Zebaoth: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eiferte um Zion mit großem Eifer, und mit großem Zorn eiferte ich um seinetwillen. So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, dass Jerusalem »Stadt der Treue« heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth »heiliger Berg«. So spricht der HERR Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen. So spricht der HERR Zebaoth: Selbst wenn das dem Rest dieses Volkes in dieser Zeit unmöglich scheint, sollte es darum auch mir unmöglich scheinen?, spricht der HERR Zebaoth. So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk retten aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.
Sach 8, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

(So spricht der HERR:) {Denn} siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
[Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.]
Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen. Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.
Jes 65, 17-19 (20-22) 23-25 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Schon der Prophet des Alten Bundes hat das Wort vom neuen Himmel und der neuen Erde gehört als eine Verheißung der Wiederkehr des Paradieses, wo alle Geschöpfe in Frieden beieinander wohnen. Aber erst der Seher des Neuen Bundes schaut das Wunder der neuen Schöpfung verwirklicht, denn er weiß um die Kraft der Auferstehung Christi, von der aus die ganze Welt erneuert wird, er weiß um das Wunder der Gotteskindschaft, mit der die gefallene Menschheit begnadet wird. (Spieker [5], S. 327)

Epistel

{Und} ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
Offb 21, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die neue Schöpfung, die angefangen hat mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten, schaut der Seher vollendet im neuen Himmel und der neuen Erde. Die heilige Stadt Jerusalem ist der Ort göttlicher Gegenwart und vollkommener Gottesgemeinschaft, die keine Träne und kein Leid mehr trübt. Die Sünde, die trennend zwischen Gott und den Menschen stand, ist abgetan, Damit hat der Tod sein Recht und seine Gewalt verloren. (Spieker [5], S. 316)

Evangelium

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.
Mt 25, 1-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Gleichnis von der Bereitschaft: in der Stunde der Ankunft des Bräutigams wird offenbar, wer sich bereitet hat und wer nicht. Mitten durch die Schar der zehn Jungfrauen läuft der Trennungsschnitt - so wird er auch mitten durch die Gemeinde gehn. Darum gilt es, zu leben auf den "Tag" hin und auf die "Stunde", die uns verborgen sind. Nur wer sich täglich bereitet mit Wachen und Beten, wird mit dem himmlischen Bräutigam eingehn zum Freudenmahl. (Spieker [5], S. 327)
 


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-08-25
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