Sonntag

27. November 2016

 

1. ADVENT
Der kommende Herr

 

Predigttext

 

Jer 23, 5-8 (III. Reihe)
Sach 9, 9-10 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

Wochenlied

 

Nun komm der Heiden Heiland (EG 4)
Die Nacht ist vorgedrungen (EG 16)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

[Wort Gottes: Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern, sodass keiner dort hin- und her ziehe und nicht mehr der Treiber über sie komme; denn ich habe es nun angesehen mit meinen Augen.]
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde. Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube, in der kein Wasser ist. Kehrt heim zur festen Stadt, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt. Denn heute verkündige ich, dass ich dir zweifach erstatten will.
Sach 9, (8) 9-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In dem Könige ohne Macht kommt für die Welt der Herrscher, der die Gewalt abtun und durch Gerechtigkeit das Reich des Friedens bringen wird. (Spieker [5], S. 4)

Alttestamentliche Lesung

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: "Der HERR ist unsere Gerechtigkeit". Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: "So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!", sondern: "So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte." Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.
Jer 23, 5-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Aus Davids Geschlecht soll der rechte Hirte kommen, der die Zerstreuten sammelt. Gott hat den Davidssproß erweckt, der als der rechte Hirte über Seinem Volke wacht. Wir sind nicht nur geborgen in des Hirten Regiment, sondern wir haben auch teil an dem Heil und der Gerechtigkeit, die Er gebracht hat. (Spieker [5], S. 143)

Epistel

Seid niemandem etwas schuldig, außer, dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.
[Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt.]
Röm 13, 8-12 (13.14) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Es mehren sich die Zeichen, daß der Aufgang der wahren Sonne nicht mehr fern ist. Die Kirche weiß um die Stunde, darum liegt ihr ob, den Wächterruf hinausgehn zu lassen. So lautet ihr Weckruf: Sagt ab der Sinnenknechtschaft, nehmt den Leib in Zucht, "ziehet an den Herrn Jesum Christ"! (Spieker [5], S. 3 f.)

Sinkwitz Evangelium

Als sie {nun} in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen. Das geschah aber, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht "Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers." Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!
Mt 21, 1-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Gottessohn kommt ohne weltliche Macht und ruft doch die Welt zur Entscheidung. Er meldet mit dem Einzug Seinen Herrschaftsanspruch an: Er kommt in die Welt, die sich Ihm feindlich verschließt. "Dagegen wird dieser arme und bettlerische König eine andere Macht haben denn sonst alle Könige und Kaiser, denn Er heißt: 'iustus et salvator', ein Gerechter und ein Helfer." (Spieker, [5] S. 4)

Abend

Es begab sich, als David in seinem Hause wohnte, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade des Bundes des HERRN ist unter Zeltdecken. Nathan sprach zu David: Alles, was in deinem Herzen ist, das tu; denn Gott ist mit dir. Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan: Geh hin und sage meinem Knecht David: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir ein Haus bauen zur Wohnung. Denn Ich habe in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, als ich Israel herausführte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung. Wenn aber deine Tage um sind, dass du zu deinen Vätern hingehst, so will ich dir einen Nachkommen, einen deiner Söhne, erwecken; dem will ich sein Königtum bestätigen. Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Thron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Gnade nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt habe, der vor dir war, sondern ich will ihn einsetzen in mein Haus und in mein Königtum ewiglich, dass sein Thron beständig sei ewiglich.
1. Chr 17, 1-5. 11-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart



© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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