Mittwoch

9. November 2016

 

DRITTLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
Mitten unter uns

 

Predigttext

 

Röm 14, 7-9 (II. Reihe)
Mi 4, 1-5 (7b) (Rev. II)

Wochenspruch

 

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils

Wochenlied

 

Wir warten dein, o Gottes Sohn (EG 152)
Mitten wir im Leben sind (EG 518)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergeßt nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Mißhandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt. Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott richten. Seid nicht geldgierig, und laßt euch genügen an dem, was da ist. Denn der Herr hat gesagt: »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.« So können auch wir getrost sagen: »Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?« Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Laßt euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
Hebr 13, 1-9b Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Es geht um die Bewährung unsres christlichen Lebens im Gehorsam gegen das Liebesgebot, in der Gastfreundschaft, der Hilfeleistung für die Gefangenen und alle vom Unglück Betroffenen, in der rechten Führung der Ehe, in der Freiheit gegenüber dem irdischen Besitz. Der Christ weiß sich in der Fürsorge Gottes geborgen, das macht ihn frei von Lebensangst und Menschenfurcht.
Im Vorbild unserer Lehrer steckt jene verpflichtende Kraft, ihrem Glauben und Wandel nachzufolgen. Ihr größter Dienst besteht darin, daß sie uns zu Jesus Christus geführt haben, der für sie ebenso Inhalt ihres Lebens und Kraft ihres Sterbens bedeutete wie für uns und unsere Nachkommen. In Seiner Gnade wird uns allein Festigkeit und Glaubenszuversicht verliehen. (Spieker [5], S. 319 f.)


Abend

[Über die Jungfrauen habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung als einer, der durch die Barmherzigkeit des Herrn Vertrauen verdient. So meine ich nun, es sei gut um der kommenden Not willen, es sei gut für den Menschen, ledig zu sein. Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht, von ihr loszukommen; bist du nicht gebunden, so suche keine Frau. Wenn du aber doch heiratest, sündigst du nicht, und wenn eine Jungfrau heiratet, sündigt sie nicht; doch werden solche in äußere Bedrängnis kommen. Ich aber möchte euch gerne schonen.]
Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht. Ich möchte aber, daß ihr ohne Sorge seid.
[Wer ledig ist, der sorgt sich um die Sache des Herrn, wie er dem Herrn gefalle; wer aber verheiratet ist, der sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefalle, und so ist er geteilten Herzens.]
1.Kor 7, (25-28) 29-32a (32b-33) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alle irdischen Gaben, nicht zuletzt die Menschen, die uns anertraut sind, auch die irdischen Gemeinschaften, in denen wir leben - alles ist uns nur zu Lehen gegeben und kann jederzeit von uns wieder zurückgefordert werden. Wir dürfen uns ihrer freuen, denn Gott hat sie uns gegeben. Aber wir sind auch gewärtig, uns jederzeit aus diesen irdischen Bindungen heraus- und von den zeitlichen Gütern hinwegrufen zu lassen. Wir haben in ihnen nicht das Bleibende und Ewige, denn das Wesen dieser Welt vergeht. (Spieker [5], S. 296)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-10-02
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