Dienstag

13. Dezember 2016

 

3. ADVENT
Der Vorläufer des Herrn

 

Predigttext

 

Lk 3, 1-14 (III. Reihe)
Lk 1, 67-69 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Wochenlied

 

Mit Ernst, o Menschenkinder (EG 10)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Als Johannes {er} nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezücht, wer hat euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Er hat die Worfschaufel in seiner Hand und wird die Spreu vom Weizen trennen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.
Matth 3, 7-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Johannes hat die Pharisäer und Juden darum gestraft und gescholten, weil sie predigten, man müsse durch eigene Frömmigkeit und Heiligkeit selig werden. Er hat sie Schlangenbrut genannt, und gesagt, sie sollten rechtschaffene Früchte der Buße tun; kurz, er hat mit einem Donnerschlag alles in einen Haufen geschlagen und allen geheißen, Buße zu tun: den falschen Büßern, die da meinten, sie hätten gebüßt, und den falschen Heiligen, die sich dünken ließen, sie bedürften keiner Buße. Und er hat seine Predigt allein auf das Osterlämmlein bezogen, welches der Welt Sünde tragen und hinwegnehmen sollte.« (Martin Luther)
 
Abend
 
Weh der widerspenstigen, befleckten, tyrannischen Stadt! Sie will nicht gehorchen noch sich zurechtweisen lassen; sie will auf den HERRN nicht trauen noch sich zu ihrem Gott halten. Ihre Oberen sind brüllende Löwen und ihre Richter Wölfe der Steppe, die nichts bis zum Morgen übrig lassen. Ihre Propheten sind leichtfertig und voll Trug; ihre Priester entweihen das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich. Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte und tut kein Arges. Er bringt alle Morgen sein Recht ans Licht; es bleibt nicht aus. Aber der Frevler kennt keine Scham. Ich habe Völker ausgerottet, ihre Burgen verwüstet und ihre Gassen so leer gemacht, dass niemand darauf geht; ihre Städte sind zerstört, dass niemand mehr darin wohnt. Ich sprach: Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen -, so würde ihre Wohnung nicht ausgerottet und nichts von allem kommen, womit ich sie heimsuchen wollte. Aber sie sind eifrig dabei, alles Böse zu tun. Darum wartet auf mich, spricht der HERR, bis auf den Tag, an dem ich als Kläger auftrete; denn mein Recht ist es, Völker zu versammeln und Königreiche zusammenzubringen, um meinen Zorn über sie auszuschütten, ja, alle Glut meines Grimmes; denn alle Welt soll durch meines Eifers Feuer verzehrt werden. Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle des HERRN Namen anrufen und ihm einträchtig dienen. Von jenseits der Ströme von Kusch werden meine Anbeter in der Zerstreuung mir Geschenke bringen. Zur selben Zeit wirst du dich all deiner Taten nicht mehr zu schämen brauchen, mit denen du dich gegen mich empört hast; denn dann will ich deine stolzen Prahler von dir tun, und du wirst dich nicht mehr überheben auf meinem heiligen Berge. Ich will in dir übrig lassen ein armes und geringes Volk; die werden auf des HERRN Namen trauen. Und diese Übriggebliebenen in Israel werden nichts Böses tun noch Lüge reden, und man wird in ihrem Munde keine betrügerische Zunge finden, sondern sie sollen weiden und lagern ohne alle Furcht.
Zef 3, 1-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Gott beruft sich Sein Volk, woher Er will. Er heiligt sich selbst ein Volk zum Eigentum. Anbeter werden kommen aus Mohrenland und niederfallen und anbeten vor dem Geheimnis der Herabkunft Gottes ins Fleisch. Die geringen Hirten, die Stillen im Lande,die Armen im Geist werden mit Freuden kommen, wenn Gott sie laden lässt, und werden Sein Heil annehmen. Die Verängsteten und Scheuen, die niemand zu sich bittet, werden kommen als zu einem Fest.« (Aus Spieker 1936)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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