Dienstag

27. Dezember 2016

 

APOSTEL UND EVANGELIST JOHANNES
Apostel und Evangelisten

 

Predigttext
 

 

1. Joh 1, 1-4 (Rev. III)

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen. (Jes 52, 7)

Tageslied

 

Wunderbarer Gnadenthron (EG 38)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Alttestamentliche Lesung

Wohl dem, der über die Weisheit nachsinnt und sie aufnimmt in sein ganzes Denken, der ihre Wege von Herzen betrachtet und ihren Geheimnissen immer weiter nachforscht. Das alles tut nur, wer den Herrn fürchtet; und wer sich an das Gesetz hält, der findet die Weisheit. Und sie wird ihm begegnen wie eine Mutter und wird ihn empfangen wie eine junge Braut. Sie reicht ihm die Speise der Einsicht und den Trank der Weisheit. Er wird sich auf sie stützen, dass er nicht fällt, und sich an sie halten, dass er nicht zuschanden wird. Sie wird ihn erhöhen über seine Nächsten und ihm den Mund auftun in der Gemeinde. Sie wird ihn krönen mit Freude und Wonne und ihm einen ewigen Namen verleihen.
Sir 14, 20-21; 15, 1-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Vom liebenden Umgang mit der göttlichen Weisheit. Die Kirche hat die »Weisheit« gedeutet auf den Herrn Jesus, in dem alle Fülle der Weisheit und der Erkenntnis wohnt; sie hat den, der die Weisheit sucht, auf den Jünger gedeutet, den der Herr lieb hatte. (Spieker [5], S. 26)

Alternative alttestestamentliche Lesung

Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, sodass dein Ohr auf Weisheit achthat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden. Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. Er lässt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Getreuen. Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg. Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.
Spr 2, 1-11 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Epistel

Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, sei mit uns in der Wahrheit und in der Liebe! Ich habe mich sehr gefreut, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, nach dem Gebot, das wir vom Vater empfangen haben. Und nun bitte ich dich, Herrin - nicht als schriebe ich dir ein neues Gebot, sondern das, das wir gehabt haben von Anfang an -, dass wir uns untereinander lieben. Und das ist die Liebe, dass wir wandeln nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr's gehört habt von Anfang an, dass ihr darin wandelt.
[Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.]
2. Joh 1-6 (7) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alternative Epistel

Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens - und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist - was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei.
1.Joh 1, 1-4 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Jünger, der beim heiligen Mahl an des Herrn Brust lag, bezeugt uns das Leben aus Gott, welches in dieser Todeswelt erschienen ist: nicht als bloße Idee, sondern als geschichtliche Person, und dennoch das ganze, heilige und gewaltige Leben Gottes in sich tragend. An diesem Leben Anteil zu geben mit den Mitteln, die ihr anvertraut sind, ist die Aufgabe der Kirche. (Spieker [5], S. 26)

Evangelium

Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus lieb hatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Da kam unter den Brüdern die Rede auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Dies ist der Jünger, der das bezeugt und aufgeschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
Joh 21, 20-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Zwei verschiedene Wege der Jüngerschaft: auf dem einen wird der Herr gepriesen durchs Martyrium, auf dem andern durch die Glut der Liebe und die Tiefe der Erkenntnis. (Spieker [5], S. 26)

Abend

Wer {aber} sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll so leben, wie er gelebt hat. Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall.
[Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.]
1.Joh 2, 5-10 (11) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

»Dieses alte Gebot ist immer unerhört neu, wenn es nicht als kluge Berechnung sozialer Vorteile, sondern als das Abbild der Liebe verstanden wird, mit der Christus die Seinen geliebt hat. Mitten in einer Welt des Hasses, der Vergeltung und des Grauens gibt es einen Ort des Lichtes und der Güte. Welche christliche Aufgabe, daß wir mit unserem Leben glaubhaft bezeugen sollen, daß die Finsternis im Weichen ist und das 'wahre Licht' schon scheint!« (Wilhelm Stählin)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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