Sonntag

31. Dezember 2017

 

1. SONNTAG NACH DEM CHRISTFEST
Simeon und Hanna

 

Predigttext

 

1. Joh 2, 21-25 (IV. Reihe)
Lk 2, (22-24) 25-38 (39-40) (Rev. IV)

Wochenspruch

 

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.

Wochenlied
oder

 

Zu Bethlehem geboren (EG 32)
Kommt und lasst uns Christus ehren (EG 39)

 

ALTJAHRSABEND
Zeit vor Gott

 

Predigttext

 

2. Mose 13, 20-22 (IV. Reihe)
Röm 8, 31b - 39 (Rev. IV)

Tagesspruch

 

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.
Ps. 103, 8  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Das alte Jahr vergangen ist (EG 59)
Der du die Zeit in Händen hast (EG 64)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Am Morgen: Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium

Am Abend: Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Am Morgen

Alttestamentliche Lesung

 
Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will Ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir.
Jes 49, 13-16 Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott wird sich selber Seiner Kirche annehmen und ihre zerstörten Mauern wieder aufrichten, ihren Grundriß hat er in Seine Hand gezeichnet. (Spieker [5], S. 329)
 
Epistel
 
Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens - und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist -, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei..
1. Joh 1, 1-4 Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Jünger, der beim heiligen Mahl an des Herrn Brust lag, bezeugt uns das Leben aus Gott, welches in dieser Todeswelt erschienen ist: nicht als bloße Idee, sondern als geschichtliche Person, und dennoch das ganze, heilige und gewaltige Leben Gottes in sich tragend. An diesem Leben Anteil zu geben mit den Mitteln, die ihr anvertraut sind, ist die Aufgabe der Kirche. (Spieker [5], S. 26)
 
Evangelium
 
[[Und} als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn: »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben«]
P. JordanUnd siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird - und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
[Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. 40 Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm.]
Lk 2, (22-24) 25-38 (39-40) Lutherbibel 2017 © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Simeon ist eine der Hoffnungsgestalten des Alten Bundes, welche hereinragen in das Neue Testament; sein Zeugendienst ist erfüllt, als er das Heil auf den Armen hält. »Der Tod mag schon an ihm gezerrt haben: - Nein! hieß es dann in ihm, du darfst mich gleich nehmen, aber vorher muß ich's gesehen haben, eher nicht« (J.Chr. Blumhardt).
Das Leben dieses Kindes ist als ein Zeichen in die Welt gestellt, welches den Widerspruch aller weckt, die dem Willen Gottes widerstreben. Dies Zeichen ist als Kreuz mitten in der Kirche aufgerichtet, um sie auf den Weg Christi zurückzurufen. wenn sie in Gefahr ist, sich an die Welt zu verlieren. Es ist als Zeichen der Hoffnung der Welt gegeben, an dem auch nach tiefem Fall Menschen sich wieder aufrichten und die Rettung ihres Lebens finden. (Spieker [5], S. 29 f.)


Am Abend

Alttestamentliche Lesung


[(Gott spricht:) So geh nun hin und schreib es vor ihnen nieder auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, dass es bleibe als Zeuge für immer und ewig. Denn sie sind ein ungehorsames Volk und verlogene Kinder, die nicht hören wollen die Weisung des HERRN, sondern sagen zu den Sehern: »Ihr sollt nicht sehen!«, und zu den Schauern: »Was wahr ist, sollt ihr uns nicht schauen! Redet zu uns, was angenehm ist; schaut, was täuscht! Weicht ab vom Wege, geht aus der rechten Bahn! Lasst uns doch in Ruhe mit dem Heiligen Israels!« Darum, so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dies Wort verwerft und vertraut auf Frevel und Mutwillen und verlasst euch darauf, so soll euch diese Schuld sein wie ein Riss, der aufbricht und klafft an einer hohen Mauer, die plötzlich, unversehens einstürzt, wie wenn ein Topf zerschmettert wird, den man zerstößt ohne Erbarmen, sodass man von seinen Stücken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herd oder Wasser schöpfe aus dem Brunnen.]
Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt und spracht: »Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen«, - darum werdet ihr dahinfliehen, »und auf Rennern wollen wir reiten«, - darum werden euch eure Verfolger überrennen. Denn tausend werden fliehen vor eines Einzigen Drohen, ihr alle vor dem Drohen von fünfen, bis ihr übrig bleibt wie ein Mast oben auf einem Berge und wie ein Banner auf einem Hügel.
Jes 30, (8-14) 15-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wir suchen dem Arm Gottes zu entfliehen, weil wir selber unser Schicksal wenden wollen. Gott aber harrt auf den Zeitpunkt, wo Er uns Seine Gnade zuwenden kann. (Spieker [5], S. 318)

Epistel

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Röm 8, 31b-39 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In der dreifachen Bedrohung durch die Welt, unser eignes Gewissen und die "Mächte" ist dies unser Halt und Trost, daß Gott für uns da ist. Gott hat gehandelt, Er hat Seinen Sohn für uns dahingegeben. Diese Tatsache ist der tragende Grund unserer Zuversicht. Wir brauchen die uns entgegenstehenden »Mächte« nicht mehr zu fürchten. (Spieker [5], S. 31)

Evangelium

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf dass, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: Selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.
Luk 12, 35-40 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Am Abend des alten Jahres lassen wir uns aufrufen zu solcher Wachsamkeit und Treue in unserm irdischen Werk, daß wir jederzeit vor unsern himmlischen Herrn treten und Rechenschaft ablegen können, wenn Er kommen wird zum Gericht. (Spieker [5], S. 31)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 17-12-12
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