Samstag

31. Dezember 2016

 

CHRISTFEST
ALTJAHRSABEND

Zeit vor Gott

 

Predigttext

 

Jes 30, (8-14) 15-17 (III. Reihe)
Mt 13, 24-30 (Rev. III)

Tagesspruch

 

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.
Ps. 103, 8  Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Das alte Jahr vergangen ist (EG 59)
Der du die Zeit in Händen hast (EG 64)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Am Abend: Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen

Ich will der Gnade des HERRN gedenken und der Ruhmestaten des HERRN in allem, was uns der HERR getan hat, und der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erwiesen hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade. Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Söhne, die nicht falsch sind. Darum ward er ihr Heiland in aller ihrer Not. Nicht ein Engel und nicht ein Bote, sondern sein Angesicht half ihnen. Er erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her. Aber sie waren widerspenstig und betrübten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie. Da gedachte man wieder an die vorigen Zeiten, an Mose und sein Volk: Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer heraufführte samt den Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist in sie gab? Der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose gehen ließ? Der die Wasser spaltete vor ihnen her, auf dass er sich einen ewigen Namen machte? Der sie führte durch die Fluten wie Rosse, die in der Wüste nicht straucheln? Wie Vieh, das ins Tal hinabsteigt, so brachte der Geist des HERRN uns zur Ruhe. So hast du dein Volk geführt, auf dass du dir einen herrlichen Namen machtest.
Jes 63, 7-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Volk Israel hat Anlaß, zu "gedenken". Es hat Gottes Führung erfahren nach beiden Seiten hin: als wunderbare Durchhilfe und als verdientes Gericht. - Er ist der Vater. Deshalb dürfen wir immer wieder zu Ihm zurückkehren. (Spieker [5], S. 30)

Am Abend

Alttestamentliche Lesung


[(Gott spricht:) So geh nun hin und schreib es vor ihnen nieder auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, dass es bleibe als Zeuge für immer und ewig. Denn sie sind ein ungehorsames Volk und verlogene Kinder, die nicht hören wollen die Weisung des HERRN, sondern sagen zu den Sehern: »Ihr sollt nicht sehen!«, und zu den Schauern: »Was wahr ist, sollt ihr uns nicht schauen! Redet zu uns, was angenehm ist; schaut, was täuscht! Weicht ab vom Wege, geht aus der rechten Bahn! Lasst uns doch in Ruhe mit dem Heiligen Israels!« Darum, so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dies Wort verwerft und vertraut auf Frevel und Mutwillen und verlasst euch darauf, so soll euch diese Schuld sein wie ein Riss, der aufbricht und klafft an einer hohen Mauer, die plötzlich, unversehens einstürzt, wie wenn ein Topf zerschmettert wird, den man zerstößt ohne Erbarmen, sodass man von seinen Stücken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herd oder Wasser schöpfe aus dem Brunnen.]
Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt und spracht: »Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen«, - darum werdet ihr dahinfliehen, »und auf Rennern wollen wir reiten«, - darum werden euch eure Verfolger überrennen. Denn tausend werden fliehen vor eines Einzigen Drohen, ihr alle vor dem Drohen von fünfen, bis ihr übrig bleibt wie ein Mast oben auf einem Berge und wie ein Banner auf einem Hügel.
Jes 30, (8-14) 15-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wir suchen dem Arm Gottes zu entfliehen, weil wir selber unser Schicksal wenden wollen. Gott aber harrt auf den Zeitpunkt, wo Er uns Seine Gnade zuwenden kann. (Spieker [5], S. 318)

Epistel

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Röm 8, 31b-39 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In der dreifachen Bedrohung durch die Welt, unser eignes Gewissen und die "Mächte" ist dies unser Halt und Trost, daß Gott für uns da ist. Gott hat gehandelt, Er hat Seinen Sohn für uns dahingegeben. Diese Tatsache ist der tragende Grund unserer Zuversicht. Wir brauchen die uns entgegenstehenden »Mächte« nicht mehr zu fürchten. (Spieker [5], S. 31)

Evangelium

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf dass, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: Selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.
Luk 12, 35-40 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Am Abend des alten Jahres lassen wir uns aufrufen zu solcher Wachsamkeit und Treue in unserm irdischen Werk, daß wir jederzeit vor unsern himmlischen Herrn treten und Rechenschaft ablegen können, wenn Er kommen wird zum Gericht. (Spieker [5], S. 31)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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