Sonntag

4. Dezember 2016

 

2. ADVENT
Der kommende Erlöser

 

Predigttext

 

Mt 24, 1-14 (III. Reihe)
Jak 5, 7-8 (9-11) (Rev. III)

Wochenspruch

 

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Wochenlied

 

Ihr lieben Christen, freut euch nun (EG 6)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai: Sage zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu den Übrigen vom Volk und sprich: Wer ist unter euch noch übrig, der dies Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr's nun? Sieht es nicht wie nichts aus? Aber nun, Serubbabel, sei getrost, spricht der HERR, sei getrost, Jeschua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR Zebaoth - nach dem Wort, das ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt -, und mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht! Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, dass ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttere. Dann will ich alle Völker erschüttern, dass aller Völker Kostbarkeiten kommen, und ich will dies Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht der HERR Zebaoth. Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth. Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
Hagg 2, 1-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Diese Schau des neuen Tempels wird erfüllt werden, wenn die Fülle der Heidenvölker einströmen wird in die Kirche Jesu Christi. Gott bewegt den ganzen Erdkreis, daß die Heiden zu dem neuen Tempel hinaufziehen. Diese Bewegung ist auch heute mitten unter aller Gottlosigkeit zu spüren (Spieker [5], S. 9)
 
Alttestamentliche Lesung
 
So schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.
[Warum lässt du uns, HERR, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, dass wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind! Kurze Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Heiligtum zertreten. Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde.]
Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, dass dein Name kundwürde unter deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müssten, wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten, und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen! Auch hat man es von alters her nicht vernommen. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren.
Jes 63, 15-16 (17-19a) 19b; 64, 1-3 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott allein kann den ehernen Himmel aufsprengen und auf uns herabströmen lassen die Fülle Seiner Gnaden. Sein Geist treibt uns, inbrünstig zu rufen, daß Gott zu uns herabkomme und uns schauen lasse, was kein Auge geschaut, und hören, was kein Ohr gehöret hat. (Spieker [2], S. 17)
 
Epistel
 
So seid nun geduldig, Brüder und Schwestern, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.
Jak 5, 7-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Geduld ist das Darunterbleiben unter der Last. Der Landmann bleibt geduldig, auch wenn der Himmel ehern erscheint, und wartet mit der Erde auf den erquickenden Regen. So bleibt der Christ unter Leid und Not geduldig und wartet auf den Trost Gottes, gestärkt durch das Vorbild der Frommen und durch die Gewißheit des himmlischen Erntetages. (Spieker [5], S. 257 f.)
 
Evangelium
 
SinkwitzWort Jesu: {Und} es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass der Sommer schon nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
Lk 21, 25-33 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die großen Erschütterungen der Welt, von denen wir Proben im irdischen Raum empfangen haben, sind Vorboten eines unerhörten Geschehens, welches von Gott her auf uns zukommt: das Offenbarwerden Christi als des eigentlichen Herrn der Geschichte. Er kommt, um Gericht zu halten über alles, was dem Willen Gottes widerstrebt. Er kommt zur Erlösung, um den innersten Kern der Menschen und Dinge frei zu legen und offenbar zu machen, wozu Gott sie geschaffen hat. Wir sind mitten auf dem Wege zu diesem Ziel. Das fordert von uns Wachheit und Bereitschaft. (Spieker [5], S. 7)
 
Abend
 
Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade. Wir warten auf dich, HERR, auch auf dem Weg deiner Gerichte; des Herzens Begehren steht nach deinem Namen und deinem Lobpreis. Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. Aber wenn dem Gottlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht des HERRN Herrlichkeit nicht. HERR, deine Hand ist erhoben, doch sie sehen es nicht. Aber sie sollen sehen den Eifer um dein Volk und zuschanden werden. Mit dem Feuer, mit dem du deine Feinde verzehrst, wirst du sie verzehren. Aber uns, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn auch alles, was wir ausrichten, das hast du für uns getan.
[HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens. Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht auf; denn du hast sie heimgesucht und vertilgt und jedes Gedenken an sie zunichtegemacht. Du hast vermehrt das Volk, Herr, vermehrt das Volk, hast deine Herrlichkeit bewiesen und weit gemacht alle Grenzen des Landes.]
Jes 26, 7-12 (13-15) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Recht Gottes, Sein heiliger Wille, Seine göttliche Verheißung sollen ausstrahlen in die Welt. Die Kirche ist die Trägerin göttlicher Verheißung, durch sie soll das Recht Gottes in der Welt bezeugt werden. Das geschieht, wenn in ihr selber das Leben von Gottes Gerechtigkeit beherrscht und durchwaltet wird. (Spieker [5], S. 8)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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