Samstag

25. März 2017

 

OKULI
VERKÜNDIGUNG DER GEBURT DES HERRN AN MARIA

Die Magd des Herrn

 

Predigttext

 

Jes 7, 10-14 (III. Reihe)
Lk 1, 26-38 (Rev. III)

Tagesspruch

 

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan.
(Gal 4, 4) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied
oder

 

O lieber Herre Jesu Christ (EG 68)
Gott, heilger Schöpfer aller Stern (EG 3)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Abend (Vorabend Laetare)

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen. Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht Da sprach ich: Siehe, ich komme - im Buch steht von mir geschrieben -, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt und sie gefallen dir nicht«, welche doch nach dem Gesetz geopfert werden. Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das Erste auf, damit er das Zweite einsetze. Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
Hebr 10, 4-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Opfer des Alten Bundes sind Schatten, Bild im Umriß, erst in Christus gewinnen sie volle Wirklichkeit. Das Opfer am großen Versöhnungsstag hält nur die Wunde offen, an der wir kranken. Erst mit Christi Kommen in die Welt, Seiner Erniedrigung und Seinem Gehorsam wird der Ursinn aller Opfer aufgedeckt; denn sie zielen auf Gehorsam. (Spieker, S. 97)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Und der HERR redete abermals zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei drunten in der Tiefe oder droben in der Höhe! Aber Ahas sprach: Ich will's nicht fordern, damit ich den HERRN nicht versuche. Da sprach Jesaja: Wohlan, so hört, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.
Jes 7, 10-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Klugheit des Unglaubens rechnet nicht mit Gottes Wundern, sie kennt nur die politischen Gegebenheiten dieser Welt. Auch wenn sie sich hinter religiösen Ausreden verbirgt - ich will den Herrn nicht versuchen -, so wird sie gerichtet und beschämt durch die sichtbaren Zeichen von Gottes Macht und Güte. Gott segnet den demütigen Gehorsam, der Ihm alles zutraut. Er schenkt der Maria, und in ihr der Kirche, die gläubig für Sein wunderbares Handeln geöffnet ist, Seinen Sohn, das einmalige unumstößliche Zeichen Seines väterlichen Willens, des Bundes, den Seine Treue mit uns geschlossen hat: "Immanuel", das ist "Gott mit uns!" (Spieker, S. 324)
 
Epistel
 
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, auf dass er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Gal 4, 4-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christus begab sich durch Seine leibliche Geburt unter die Herrschaft der Gesetzeswelt, damit Er uns aus ihrem Zwang erlöse zur Freiheit der Kinder Gottes. (Spieker, S. 36)
 
Evangelium
 
P. Jordan{Und} im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
Luk 1, 26-38 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In der Stunde dieser ersten Begegnung des kommenden Gottesreiches mit der auf die Erlösung wartenden Menschheit fällt alles Licht auf die Tat Gottes, und die Empfangende selbst bleibt zart verborgen. Gewiß geschieht das Wunder in der menschlichen Geschichte, nach irdischer Zeitrechnung, an einem irdischen Ort und bemächtigt sich eines Menschen von Fleisch und Blut, mit geschichtlichem Namen. Und doch ist das Geschehen selbst mit diesen "Daten", diesen geschichtlichen Gegebenheiten nicht zu fassen und zu beschreiben, es ist in den Worten der biblischen Geschichte nur verhüllt. Nicht der Name der Jungfrau und ihrer Sippe ist zu preisen, sondern allein der Name des Höchsten, der Name "Jesus", des "Helfers" und Seligmachers, des Königs über das Haus Gottes. (Spieker, S. 325)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-02-25
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