Montag - 24. Dezember 2018
HOHER ADVENT

Verheißung und Erwartung



 Laudes/Morgengebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 5 I


Höre auf meine Worte, HERR, *
achte doch auf mein Seufzen!


    Vernimm mein Schreien, /
    mein König und mein Gott, *
    denn zu Dir will ich beten.


HERR, am Morgen hörst Du mein Rufen,/
am Morgen trete ich vor Dich *
und halte Ausschau nach Dir.


    Und ich - dank Deiner großen Güte - *
    eintreten darf ich in Dein Haus,


anbeten in Deinem heiligen Tempel *
in Ehrfurcht vor Dir.


    Freuen sollen sich alle, die Dir vertraun, *
    auf ewig sollen sie Dich rühmen.


Beschirme sie, lass jauchzen in Dir, *
die Deinen Namen lieben!


    Denn den Gerechten segnest Du, HERR, *
    wie mit einem Schild
    deckst Du ihn mit Gnade. +

[Antiphon
Es sollen sich freuen, H
ERR, alle,
die auf Dich trauen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Es sollen sich freuen, H
ERR, alle,
die auf Dich trauen.

Tagespsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 74 IV


Warum, Gott,
hast Du uns verstoßen für immer, *
warum raucht Dein Zorn
gegen die Schafe Deiner Weide!


    Gedenke Deiner Gemeinde,
    die Du vorzeiten erworben /
    und zum Stamm
    Deines Eigentums Dir erlöst hast, *
    des Berges Zion, auf dem Du wohnst.


Lenke Deinen Schritt zu den uralten Trümmern: *
Alles hat der Feind verwüstet im Heiligtum.


    Deine Gegner brüllten
    am Ort Deiner Gegenwart *
    und stellten ihre Feldzeichen darin auf.


Sie sprechen bei sich:
„Wir zwingen sie alle nieder!” *
Und sie verbrannten alle Gotteshäuser im Land.


    Zeichen für uns sehen wir nicht, /
    es gibt keinen Propheten mehr, *
    keiner von uns weiß, wie lange.


Wie lange, Gott,
darf der Gegner noch schmähen? *
Darf der Feind Deinem Namen lästern für immer?


    Warum ziehst Du zurück Deine Hand, *
    und legst Deine Rechte in den Schoß. +

Doch Gott ist mein König von alters her, *
Er wirkt Heilstaten mitten auf Erden.


    Du hast das Meer gespalten
    durch Deine Kraft, *
    hast Drachenhäupter zerschmettert
    über den Wassern.


Du hast zerschlagen die Köpfe Leviathans *
und hast sie zu fressen gegeben den Haien.


    Du lässt hervorbrechen Quellen und Bäche, *
    Du trocknest nie versiegende Ströme aus.


Dein ist der Tag, Dein auch die Nacht; *
Du hast Mond und Sonne bestellt.


    Der Erde hast Du alle Grenzen gesetzt, *
    Sommer und Winter,
    Du hast sie geschaffen. (+)


Gedenke doch, HERR: Dich schmäht der Feind, *
ein törichtes Volk lästert Deinen Namen.


    Gib nicht dem Raubtier preis
    das Leben Deiner Taube, *
    das Leben Deiner Armen
    vergiss nicht für immer!


Blick auf den Bund,
denn die Schlupfwinkel des Landes *
sind Stätten voll von Gewalttat.


    Lass den Gebeugten
    nicht beschämt davongehn, *
    der Arme und Elende preise Deinen Namen.


Erhebe dich, Gott, führe Deinen Streit, *
gedenke, wie der Tor Dich täglich schmäht!


    Vergiss nicht Deiner Widersacher Geschrei, *
    Deiner Gegner Toben,
    das ständig emporsteigt. +

Antiphon
Erhebe Dich, o Gott, und führe Deine Sache.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Erhebe Dich, o Gott, und führe Deine Sache.

SCHRIFTLESUNG

Wochenspruch
Freuet euch in dem Herrn allewege,
und abermals sage ich: Freuet euch!
Der Herr ist nahe.


Morgenlesung (1. Lesung)
(1. Lesung nur, wenn keine Vigil gehalten wird)

1. Mose 3, 1-6. 14-24
{Und} die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zur Frau sprach Er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. Und zum Mann sprach Er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem Ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück. Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben. Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und Er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Morgenlesung (2. Lesung)
Röm 5, 12-14. 18-21
{Deshalb,} wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte. Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten. Das Gesetz aber ist hinzugekommen, auf dass die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat durch den Tod, so auch die Gnade herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unsern Herrn.

RESPONSORIUM

Noten

HYMNUS

Noten

Noten

Noten


CANTICUM

V Bereitet dem HERRN den Weg.
R Macht eben Seine Steige.

Antiphon

Noten

Noten

Benedictus III


Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk


    und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
    im Hause Seines Dieners David;


wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,


    uns zu erretten von unsern Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;


Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;


    uns zu geben,
    dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
    Ihm dienen ohne Furcht


in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang. +

Und du, Kind, wirst genannt
„Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,


    Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
    in der Vergebung ihrer Sünden;


durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,


    denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis
    und Schatten des Todes, *
    und unsre Füße zu richten
    auf den Weg des Friedens. +

Antiphon
Ihr Himmel, tauet von oben; ihr Wolken,
regnet herab den Gerechten. Tu dich auf,
o Erde, und sprosse den Heiland hervor.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Ihr Himmel, tauet von oben; ihr Wolken,
regnet herab den Gerechten. Tu dich auf,
o Erde, und sprosse den Heiland hervor.

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

GEBET - FÜRBITTEN

Du Gott aller Zeiten, wir preisen Dich. Am Anfang der Zeit hast Du die Welt geschaffen und durch Dein Wort das Licht gesandt, das die Finsternis vertreibt. Als Anfang der neuen Schöpfung hast Du Jesus zu uns kommen lassen. Als Licht der Welt vertreibt er Furcht und Verzweiflung und leitet hin zu gerechtem Frieden. Wir rufen Dich an:
    Kyrie eleison.


Besonders danken wir
für die schöne Ordnung Deiner ganzen Schöpfung,
für dies irdische Leben, das Jesus mit uns teilte,
für die Verheißung, dass Völker in Frieden und Gleichberechtigung zusammenwohnen können,
für die Kirche als Zeichen Deines kommenden Reiches.
Wir rufen Dich an:
    Kyrie eleison.


Du, Gott, gewaltig in Deinem Wirken. Bereite die Welt vor auf Dein kommendes Reich. Denn wir sehnen uns nach dem Tag, an dem das Weinen und die Tränen aufhören, weil es keinen Tod und kein Leid mehr gibt. Hilf uns, in dieser Hoffnung mitzutragen am Leiden dieser Welt. Wir rufen Dich an:
    Kyrie eleison.


Besonders bitten wir
für das friedliche Zusammenleben der Nationen,
für die Opfer von Gewalt und Ausbeutung,
für die Kranken und Gekränkten,
für die Alleinlebenden und Familien in unserem Freundeskreis,
für alle, die in kirchlichen und weltlichen Berufen den Menschen dienen.
Wir rufen Dich an:
    Kyrie eleison.

WOCHENGEBET I   oder

Allmächtiger Gott. Du erhebst die Niedrigen und hast die Jungfrau Maria zur Mutter Deines Sohnes erwählt. Lass ihre Freude auch in unsere Herzen einziehen, dass wir mit Maria jubeln und Deine Barmherzigkeit preisen. Dich rühmen Himmel und Erde in alle Ewigkeit.
    Amen.

WOCHENGEBET II

Gott der Maria und unser Gott, Du bist als ein Menschenkind geboren und willst auch in uns geboren werden. Lass uns daraus Hoffnung schöpfen, dass wir über unsere Grenzen hinauswachsen. Dazu hilf uns um Jesu Christi willen, Deines Sohnes, unseres Bruders unter den Menschen, unseres Herrn für Zeit und Ewigkeit.
    Amen.

LOB UND SEGEN

Lasst uns den Herren preisen!
    Gott sei ewig Dank.

Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
    Amen.

Sext
Vesper

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