Donnerstag - 7. Januar 2021
EPIPHANIAS

Die Herrlichkeit Christi



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Ihr alle, die ihr Christus sucht,
erhebt zum Himmel euren Blick,
da geht vor euren Augen auf
das Zeichen ew'ger Herrlichkeit:

Ein Stern, der selbst den Sonnenball
an Pracht und Feuer überstrahlt,
verkündet heute aller Welt,
dass Gott im Fleisch erschienen ist.

Und Weise, fern im Orient,
wo aus der Nacht die Sonne steigt,
erkennen deutend das Gestirn
als königliches Sieges-Mal.

„Wer ist es”, fragen sie bestürzt,
„dem Licht und Sterne dienstbar sind,
dem sich der Himmel unterwirft,
der über die Gestirne herrscht?

Ein großes Leuchten schauen wir,
erhaben, weit und grenzenlos,
ein Strahlen, das kein Ende kennt
und älter als die Schöpfung ist.

Er ist es, aller Völker Herr,
der König über Judas Haus,
der Abraham verheißen ward
und allen, die ihm Söhne sind.”

Herr Jesus, Dir sei Ruhm und Preis,
der Du uns heut erschienen bist,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 111 VIII


Danken will ich dem HERRN von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.


    Groß sind die Taten des HERRN, *
    allen erfahrbar, die sich daran freun.


Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.


    Er hat ein Gedächtnis gestiftet
    Seiner Wunder, *
    gnädig und barmherzig ist der H
ERR.

Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.


    Die Macht Seiner Taten
    machte Er kund Seinem Volk, *
    ihnen zu geben das Erbe der Heiden.


Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,


    sie stehen fest für immer und ewig, *
    geschaffen in Treue und Redlichkeit.


Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.


    Die Furcht des HERRN
    ist der Anfang der Weisheit,/ .
    einsichtig sind alle, die danach tun. *
    Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

[Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Wochenpsalm

Antiphon

Noten
Noten

Psalm 72 A VII


Gott, gib Dein Gericht dem König, *
Dein Recht dem Königssohn.


    Er richte Dein Volk in Gerechtigkeit, *
    Deine Elenden nach dem Recht.


Dann tragen die Berge Frieden für das Volk *
und die Hügel Gerechtigkeit.


    Er schaffe Recht den Elenden im Volk, /
    helfe den Kindern der Armen, *
    schlage den Bedränger.


Er soll leben, solange die Sonne scheint *
und der Mond - von Geschlecht zu Geschlecht.


    Er komme herab wie Regen auf das Feld, *
    wie Schauer, die die Erde tränken.


In Seinen Tagen blühe Gerechtigkeit /
und die Fülle des Friedens, *
bis kein Mond mehr scheint.


    Er wird herrschen von Meer zu Meer, *
    vom Strom bis zu den Enden der Erde.


Die Könige von Tarsis und von den Inseln, *
sie werden Geschenke bringen.


    Die Könige von Saba und Scheba, *
    sie werden Tribut entrichten.


Ihm huldigen alle Könige, *
Ihm dienen alle Völker. +

Antiphon
Die Finsternis vergeht
und das wahre Licht scheint schon.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Die Finsternis vergeht
und das wahre Licht scheint schon.

VITA

Jakob Andreä
Er wurde 1528 als Sohn des Schmiedes in Waiblingen geboren und wurde deshalb auch Schmiedlein genannt. Ein Stipendium ermöglichte ihm ab 1541 das Studium. Theologie studierte er bei Erhard Schnepf. Er wirkte ab 1546 in Stuttgart, blieb hier trotz des Interims und wurde wegen seiner Standfestigkeit 1548 nach Tübingen versetzt. Er war ab 1550 an verschiedenen Orten tätig und wurde Mitarbeiter von Johannes Brenz. 1561 wurde Andreä zum Kanzler der Universität Tübingen berufen. Er war an zahlreichen Lehrgesprächen und Konkordienverhandlungen beteiligt. Er bemühte sich um die Einigung der evangelischen Kirchen und er setzte sich leidenschaftlich dafür ein. Manche warfen ihm Rechthaberei und Eigensinn vor, aber er konnte seine Fehler offen eingestehen und um Verzeihung bitten. Nachdem seine Bemühungen um die Einheit aller Evangelischen 1570 gescheitert waren, arbeitete er an der Erstellung einer lutherischen Konkordie. Dabei musste er in kleinen Schritten vorangehen, bis sein Konkordienbuch schließlich am 25.6.1580 von allen deutschen lutherischen Landeskirchen unterzeichnet wurde. Jakob Andreä starb am 7. Januar 1590 in Tübingen.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Die Finsternis vergeht
und das wahre Licht scheint schon.


Lesung
1. Tim 3,16
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist königlich groß und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Christus, Du auferstandener Herr. Mitten am Tag umleuchtete Dein Licht - heller als die Sonne - den Paulus, dass Du Deinen Verfolger bezwungen und ihn zum Apostel der Heidenvölker berufen hast. Erfülle die Welt mit dem überwältigenden Glanz Deines Erscheinens, dass alle Völker kommen und Dich anbeten, der Du mit dem Vater und dem Geist lebst und wirkst in Ewigkeit.
    Amen.

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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