Dienstag - 5. Februar 2019
5. SONNTAG VOR DEN FASTEN

Der Herr der Geschichte



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 9 A VIII


Danken will ich Dir, HERR, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.


    Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
    will Deinem Namen singen, du Höchster.


Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.


    Ja, Du hast mir Recht verschafft
    und meinen Streit geführt,*
    Du hast Dich auf den Thron gesetzt -
    ein gerechter Richter.


Der HERR bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.


    Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
    spricht den Völkern gerechtes Urteil.


Der HERR wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.


    Auf Dich vertrauen,
    die Deinen Namen kennen, *
    denn Du, H
ERR,verlässt nicht, die Dich suchen.

Singt dem HERRN, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!


    Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
    Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +

[Antiphon
Du, H
ERR, bleibst ewiglich,
Du sitzt auf dem Thron ein gerechter Richter.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Du, H
ERR, bleibst ewiglich,
Du sitzt auf dem Thron ein gerechter Richter.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 37B VI


Sei still vor dem HERRN *
und warte auf Ihn!


    Ereifre dich nicht
    über den, dem alles gelingt, *
    über den Mann, der auf Ränke sinnt!


Lass ab vom Zorn und entsage dem Grimm, *
ereifre dich nicht - es führt nur zum Bösen!


    Denn die Bösen wirden ausgetilgt, *
    doch die auf den H
ERRN hoffen,
    werden das Land besitzen.


Nur noch kurze Zeit -
der Frevler ist nicht mehr da, *
schaust du auf seine Stätte -
er ist verschwunden.


    Doch die Armen werden das Land besitzen *
    und sich freuen an der Fülle des Friedens. +


Arges sinnt der Frevler gegen den Gerechten, *
und er knirscht mit den Zähnen gegen ihn.


    Der Herr aber lacht über ihn! *
    Er sieht, sein Tag wird kommen.


Besser das Wenige des Gerechten *
als der Überfluss vieler Frevler.


    Denn der Arm der Frevler wird zerbrechen, *
    aber die Gerechten hält der H
ERR.

Der HERR kennt die Tage der Frommen, *
und ihr Erbe wird ewig bleiben.


    Sie darben nicht zur Zeit des Unglücks, *
    in Hungerjahren werden sie satt. +


Antiphon
Der Herr wird ans Licht bringen, was im
Finstern verborgen ist, und wird das
Trachten der Herzen offenbar machen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Der Herr wird ans Licht bringen, was im
Finstern verborgen ist, und wird das
Trachten der Herzen offenbar machen.

VITA

Philipp Jakob Spener
Der Sohn des rappolsteinischen Hofmeisters wurde 1635 in Rappoltsweiler im Elsass geboren. Er wuchs am Hof con Rappoltstein auf und wurde von seinen Eltern und seiner Patin Agatha von Rappoltstein, die mit Johann Arndt befreundet war, auf das Predigeramt hingeführt. Er studierte in Straßburg und Basel. Dabei beschränkte sich sein Interesse nicht auf die Theologie. In Basel lernte er die reformierte Kirche und vor allem den Jesuiten Labadie, der zu den Reformierten konvertiert war, kennen. Labadie vermittelte ihm, dass Hauskreise und Bibelkreise wirkungskräftiger seien als wortgewaltige Predigten. Spener wurde dann 1662 Prediger in Straßburg, studierte aber auch weiterhin und hielt Vorlesungen. 1666 wurde er als Senior nach Frankfurt am Main berufen. Hier führte er den Konfirmandenunterricht ein. Nach einer Erweckung in seiner Gemeinde legte er besonderen Wert auf Versammlungen außerhalb der Gottesdienste, um so eine Kerngemeinde heranzubilden. Diese Versammlungen stießen bald auf Spott und Ablehnung. Ihre Mitglieder wurden als Pietisten oder Frömmler verspottet, die Theologen warfen ihm vor, er predige die Werkgerechtigkeit und in den eigenen Reihen musste Spener gegen geistlichen Hochmut und Separationstendenzen angehen. Dennoch wurden in vielen Orten Gemeinschaftsversammlungen nach seinem Vorbild gegründet (z. B. in Hamburg, Augsburg und Essen). 1686 wurde Spener als Hofprediger nach Dresden berufen und führte den Katechismusunterricht ein. Intrigen des Hofes und der Theologen gegen ihn machten seine Stellung schließlich unhaltbar, so dass er einen Ruf nach Berlin annahm. Er wurde Mitglied des Konsistoriums und setzte sich besonders für die Gründung der Universität Halle ein. Mit der Berufung seiner Freunde Anton, Breithaupt und Francke nach Halle wurde die Universität zum Zentrum der Erneuerungsbewegung, die Spener ins Leben gerufen hatte. Er starb am 5. Februar 1705 in Berlin.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Der Herr wird ans Licht bringen, was im
Finstern verborgen ist, und wird das
Trachten der Herzen offenbar machen.


Lesung
1. Korinther 13, 1-3
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist königlich groß und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Frieden suchen wir, Gott, denn wir leben in Unfrieden mit uns selbst, mit Dir, unserem Vater, mit anderen Menschen. Nimm von uns, was Angst und Hass in uns weckt, und gib, dass wir Frieden finden durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
    Amen

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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