Donnerstag - 7. April 2022
JUDIKA

Das Lamm Gottes



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen.

HYMNUS

Noten

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.

Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.

Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 111 VIII


Danken will ich dem HERRN von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.


    Groß sind die Taten des HERRN, *
    allen erfahrbar, die sich daran freun.


Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.


    Er hat ein Gedächtnis gestiftet
    Seiner Wunder, *
    gnädig und barmherzig ist der H
ERR.

Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.


    Die Macht Seiner Taten
    machte Er kund Seinem Volk, *
    ihnen zu geben das Erbe der Heiden.


Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,


    sie stehen fest für immer und ewig, *
    geschaffen in Treue und Redlichkeit.


Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.


    Die Furcht des HERRN
    ist der Anfang der Weisheit,/ .
    einsichtig sind alle, die danach tun. *
    Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

[Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Wochenpsalm

Antiphon
Noten

Noten

Psalm 43 I


Gott, schaffe mir Recht, *
führe meine Sache!


    Vor einem treulosen Volk, /
    vor Menschen des Trugs und Unrechts, *
    vor ihnen mögest Du mich retten!


Denn Du bist mein Gott, meine Zuflucht, *
warum verstößt Du mich?


    Warum muß ich traurig umhergehn, *
    wenn mich mein Feind bedrängt?


Sende Dein Licht und Deine Treue, *
sie mögen mich leiten,


    mich bringen zu Deinem heiligen Berg *
    und zu Deinen Wohnungen:


So trete ich hin zum Altare Gottes, *
zu Gott, der meine Freude ist,


    und werde Dir danken zur Harfe, *
    Dich preisen, Herr, mein Gott! (+)

Was bist du betrübt, meine Seele *
und so unruhig in mir?


    Harre auf Gott; /
    denn ich werde Ihm noch danken, *
    der meines Angesichts Hilfe
    und mein Gott ist. +

Antiphon
Der Menschensohn ist nicht gekommen,
dass Er Sich dienen lasse, sondern
dass Er diene und gebe Sein Leben
zu einer Erlösung für viele.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Der Menschensohn ist nicht gekommen,
dass Er Sich dienen lasse, sondern
dass Er diene und gebe Sein Leben
zu einer Erlösung für viele.

VITA

Johann Hinrich Wichern
Er stammte aus einer einfachen Familie und wurde als ältestes von acht Kindern 1808 in Hamburg geboren. Sein Vater war Fuhrmann, arbeitete sich aber zum vereidigten Übersetzer hoch. Johann Hinrich besuchte eine an der Pädagogik Pestalozzis ausgerichtete Privatschule und studierte dann in Göttingen und Berlin Theologie. Hier kam er mit Neander und Goßner zusammen und war Mitarbeiter bei Hans Ernst von Kottwitz. Nach seinem Examen arbeitete er als Leiter an der Sonntagsschule des Hamburger Pfarrers Rautenberg. Bei einem Jahresfest der Sonntagsschule sprach Wichern so geisterfüllt über diese Arbeit, dass sich Amalie Sieveking und Wicherns spätere Frau Amanda Böhme als Lehrerinnen zur Verfügung stellten. Der Syndikus Karl Sieveking, ein Verwandter Amalies bot Wichern das ‚ruge huus’ in Horn als Standort für ein geplantes Rettungshaus an. Auf einer Gründungsversammlung 1833 schilderte Wichern die schlimmen Verhältnisse in den Hamburger Armenvierteln und stellte den Plan einer Rettungsanstalt, bestehend aus mehreren Familienhäusern und einem zentralen Bethaus, vor. Binnen zwei Monaten wurden 6.500 Mark für das Projekt zugesagt. Am 31. Oktober 1833 begann Wichern die Arbeit im ‚Rauhen Haus’. Ein Haus nach dem anderen wurde gebaut, 1839 konnte das Bethaus errichtet werden, 1842 entstanden die Druckerei und der Verlag ‚Agentur des Rauhen Hauses’. Nachdem Wichern feststellte, dass es an einer geeigneten Ausbildung für die erforderlichen Helfer fehlte, setzte er gegen den Widerstand des Verwaltungsrates 1846 die Errichtung eines Brüderhauses durch. Hier wurden junge Menschen praktisch und theoretisch ausgebildet. Aus der Ausbildung ist die Diakonenausbildung der Fachhochschule Rauhes Haus entstanden. In seiner Arbeit wurde Wichern auch deutlich, dass in ganz Deutschland Werke der rettenden Liebe erforderlich wären und er verwandte ab 1842 für diese Aufgabe den Begriff ‚Innere Mission’. Auf dem ersten deutschen Kirchentag zu Wittenberg 1848 hielt Wichern zur Eröffnung am 22. September eine ungeplante Rede, die so überzeugend war, dass der Kirchentag die Einsetzung eines Zentralausschusses der Inneren Mission beschloß und in allen deutschen Ländern binnen kurzer Zeit Vereine für Innere Mission gegründet wurden. Zwischen 1829 und 1855 entstanden über 100 Rettungshäuser in den deutschen Staaten. Friedrich Wilhelm IV. rief Wichern nach Berlin, das Gefängniswesen neu zu ordnen. 1857 siedelte er deshalb nach Berlin über. Seine Gefängnisreform konnte Wichern gegen die Bürokratie nicht durchsetzen, er gründete aber - geradezu nebenher - das Berliner Johannesstift und die Felddiakonie, die sich in den Kriegen (1864/1867und 1870) bewährte. 1866 erlitt er einen Schlaganfall, versuchte aber weiter, sein immenses Arbeitspensum zu bewältigen. 1872 ging er aus Berlin zurück in das Rauhe Haus. Nachdem er bereits 1873 die Leitung an seinen Sohn Johannes übergeben hatte, erlitt er 1874 einen weiteren Schlaganfall und bat um seine Entlassung aus den preußischen Ämtern. Eine voranschreitende Lähmung befiel ihn und die letzten sieben Jahre seines Lebens waren eine schwere Leidenszeit. Er starb am 7. April 1881 in Hamburg.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Der Menschensohn ist nicht gekommen,
dass Er sich dienen lasse, sondern
dass Er diene und gebe Sein Leben
als Lösegeld für viele.


Lesung
Röm 12, 7-13
Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude. Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott. Wir hungern nach Gerechtigkeit und dürsten nach Liebe; denn Unrecht und Hass machen unser Leben bitter und hart. So lass Deinen Geist unter uns herrschen, dass wir einander Frieden und Verstehen schenken und Brot und Freude teilen nach dem Beispiel Jesu, Deines Sohnes, unseres Bruders und Herrn.
    Amen

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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