Samstag - 7. April 2018
OSTERN

Die Gegenwart des Auferstandenen



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.

Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Eröffnung

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 98 VIII


Die Psalmodie beginnt mit dem 2. Vers

Ihm half Seine Rechte *
und Sein heiliger Arm.


    Der HERR hat kundgemacht Sein Heil, *
    vor den Völkern enthüllt Seine Gerechtigkeit.


Er gedachte Seiner Güte und Treue *
für das Haus Israel.


    Alle Enden der Erde *
    sahen das Heil unsres Gottes. (+)

Jauchzt dem H
ERRN, alle Lande, *
frohlockt, jubelt und spielt Ihm auf!


    Spielt dem HERRN auf der Harfe, *
    auf der Harfe mit lautem Gesang!


Mit Trompeten und Hörnern *
jauchzt vor dem H
ERRN, dem König!

    Das Meer brause und was es erfüllt, *
    der Erdkreis und die darauf wohnen


In die Hände klatschen sollen die Ströme, *
miteinander jubeln sollen die Berge


    vor dem HERRN, denn Er kommt, *
    Er kommt, die Erde zu richten.


Er richtet den Erdkreis gerecht *
und die Völker, wie es recht ist. +

[Antiphon
Singt dem H
ERRN ein neues Lied,
denn Er tut Wunder. Halleluja. Halleluja.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Singt dem H
ERRN ein neues Lied,
denn Er tut Wunder. Halleluja. Halleluja.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 118 A VIII


Dankt dem HERRN, denn Er ist freundlich, *
und ewig währt Seine Güte.


    So sage nun das Haus Israel: *
    denn ewig währt Seine Güte.


So sage nun das Haus Aaron: *
denn ewig währt Seine Güte.


    So sage nun, wer den HERRN fürchtet: *
    denn ewig währt Seine Güte. (+)

Aus der Bedrängnis rief ich zum H
ERRN, *
und der H
ERR gab mir Antwort
und schuf mir Raum.


    Der HERR ist mit mir, ich fürchte mich nicht, *
    was können Menschen mir antun?


Der HERR ist mit mir und ist mein Helfer, *
ich sehe herab auf die, die mich hassen.


    Besser ist, sich zu bergen beim HERRN, *
    als zu vertrauen auf Menschen.


Besser ist, sich zu bergen beim HERRN, *
als zu vertrauen auf Fürsten.


    Die Heiden alle umringten mich, *
    im Namen des H
ERRN wehrte ich sie ab!

Sie umkreisten, ja, umringten mich, *
im Namen des H
ERRN wehrte ich sie ab!

    Sie umschwärmten mich wie Bienen, /
    wie Dornenfeuer verloschen sie, *
    im Namen des H
ERRN wehrte ich sie ab!

Hart stieß man mich, ich sollte fallen, *
aber der H
ERR hat mir geholfen.

    Meine Macht und mein Psalm ist der HERR, *
    Er wurde mir zum Retter. +

Man singt mit Freuden vom Sieg *
in den Zelten der Gerechten:


    „Die Rechte desHERRN wirkt mit Macht, /
    die Rechte des H
ERRN ist erhöht, *
    die Rechte des H
ERRN wirkt mit Macht!”

Ich werde nicht sterben, sondern leben *
und die Taten des H
ERRN erzählen:

    Hart hat mich der HERR gezüchtigt, *
    aber Er gibt mich dem Tod nicht preis. +

Antiphon
Ich war tot, und siehe, Ich bin lebendig
von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die
Schlüssel des Todes und der Hölle
Halleluja, Halleluja.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Ich war tot, und siehe, Ich bin lebendig
von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die
Schlüssel des Todes und der Hölle
Halleluja, Halleluja.

VITA

Johann Hinrich Wichern
Er stammte aus einer einfachen Familie und wurde als ältestes von acht Kindern 1808 in Hamburg geboren. Sein Vater war Fuhrmann, arbeitete sich aber zum vereidigten Übersetzer hoch. Johann Hinrich besuchte eine an der Pädagogik Pestalozzis ausgerichtete Privatschule und studierte dann in Göttingen und Berlin Theologie. Hier kam er mit Neander und Goßner zusammen und war Mitarbeiter bei Hans Ernst von Kottwitz. Nach seinem Examen arbeitete er als Leiter an der Sonntagsschule des Hamburger Pfarrers Rautenberg. Bei einem Jahresfest der Sonntagsschule sprach Wichern so geisterfüllt über diese Arbeit, dass sich Amalie Sieveking und Wicherns spätere Frau Amanda Böhme als Lehrerinnen zur Verfügung stellten. Der Syndikus Karl Sieveking, ein Verwandter Amalies bot Wichern das ‚ruge huus’ in Horn als Standort für ein geplantes Rettungshaus an. Auf einer Gründungsversammlung 1833 schilderte Wichern die schlimmen Verhältnisse in den Hamburger Armenvierteln und stellte den Plan einer Rettungsanstalt, bestehend aus mehreren Familienhäusern und einem zentralen Bethaus, vor. Binnen zwei Monaten wurden 6.500 Mark für das Projekt zugesagt. Am 31. Oktober 1833 begann Wichern die Arbeit im ‚Rauhen Haus’. Ein Haus nach dem anderen wurde gebaut, 1839 konnte das Bethaus errichtet werden, 1842 entstanden die Druckerei und der Verlag ‚Agentur des Rauhen Hauses’. Nachdem Wichern feststellte, dass es an einer geeigneten Ausbildung für die erforderlichen Helfer fehlte, setzte er gegen den Widerstand des Verwaltungsrates 1846 die Errichtung eines Brüderhauses durch. Hier wurden junge Menschen praktisch und theoretisch ausgebildet. Aus der Ausbildung ist die Diakonenausbildung der Fachhochschule Rauhes Haus entstanden. In seiner Arbeit wurde Wichern auch deutlich, dass in ganz Deutschland Werke der rettenden Liebe erforderlich wären und er verwandte ab 1842 für diese Aufgabe den Begriff ‚Innere Mission’. Auf dem ersten deutschen Kirchentag zu Wittenberg 1848 hielt Wichern zur Eröffnung am 22. September eine ungeplante Rede, die so überzeugend war, dass der Kirchentag die Einsetzung eines Zentralausschusses der Inneren Mission beschloß und in allen deutschen Ländern binnen kurzer Zeit Vereine für Innere Mission gegründet wurden. Zwischen 1829 und 1855 entstanden über 100 Rettungshäuser in den deutschen Staaten. Friedrich Wilhelm IV. rief Wichern nach Berlin, das Gefängniswesen neu zu ordnen. 1857 siedelte er deshalb nach Berlin über. Seine Gefängnisreform konnte Wichern gegen die Bürokratie nicht durchsetzen, er gründete aber - geradezu nebenher - das Berliner Johannesstift und die Felddiakonie, die sich in den Kriegen (1864/1867und 1870) bewährte. 1866 erlitt er einen Schlaganfall, versuchte, aber weiter sein immenses Arbeitspensum zu bewältigen. 1872 ging er aus Berlin zurück in das Rauhe Haus. Nachdem er bereits 1873 die Leitung an seinen Sohn Johannes übergeben hatte, erlitt er 1874 einen weiteren Schlaganfall und bat um seine Entlassung aus den preußischen Ämtern. Eine voranschreitende Lähmung befiel ihn und die letzten sieben Jahre seines Lebens waren eine schwere Leidenszeit. Er starb am 7. April 1881 in Hamburg.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Ich war tot, und siehe, Ich bin lebendig
von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe
die Schlüssel des Todes und der Hölle.


Lesung
Röm 12, 7-13
Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude. Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Ewiger, Du unser Gott, bei Dir ist Frieden. Hilf, dass wir Deinen Frieden in uns aufnehmen, damit er wirksam werde in unserem Leben und in aller Welt. So bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
    Amen.

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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